Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW

Alle Mitglieder des Landesjagdverbandes haben ein persönliches Schreiben von LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg zur Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW erhalten, in dem sie zu Sammlungsbeauftragten dieser Volksinitiative berufen wurden.

 

Die Volksinitiative wird noch bis in den Sommer laufen. In den verbleibenden Monaten wird die Öffentlichkeit noch stärker, mit dem Appell "Wenn Sie auch gegen Ideologie im Jagdgesetz sind, wenden Sie sich an Ihren Jäger vor Ort und unterstützen Sie die Volksinitiative!" angesprochen werden. LJV-Mitglieder sollten zu diesem Zweck bis zum Ende der Volksinitiative ständig Sammelunterschriftsbögen bereithalten.

Wegen des immensen Organisationsaufwandes (jede einzelne Unterschrift muss vom LJV den Gemeinden zur Bestätigung vorgelegt werden) senden Sie aber bitte immer schnellstmöglich eingesammelte Unterschriften an uns zurück, auch wenn der Bogen noch nicht voll ist! Dies ist auch der Grund für die zwischenzeitlich immer wieder proklamierten Stichtage für die Rücksendung der Sammelunterschriftsbögen. Nachschub an Sammelunterschriftsbögen können bei der LJV-Geschäftsstelle, via Facebook oder auf der LJV-Internetseite und auf der Messe Jagd & Hund bezogen werden.

In den jetzt folgenden Monaten geht es nicht nur um das Sammeln von Unterschriften, sondern auch darum, im Rahmen der Volksinitiative die nichtjagende Bevölkerung über den Sinn der Jagd und über den Unsinn von Gängelungspolitik zu informieren. Dabei ist das Mitwirken eines jeden einzelnen Jägers gefragt.

 

Sammeln Sie also bitte bis auf weiteres aktiv und engagiert Unterschriften für die Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW!

 

Unterschriftenliste Volksinitiative

Bei der Durchführung der Volksinitiative sind verschiedene Punkte zu beachten:

 

 

  • Alle Mitglieder des Landesjagdverbandes sind Sammlungsbeauftragte der Volksinitiative und somit berechtigt und aufgerufen, Unterschriften zu sammeln.
  • Achten Sie darauf, dass alle Unterzeichner auf einem Sammelunterschriftsbogen in der gleichen Gemeinde in NRW wohnhaft und somit dort wahlberechtigt (Mindestalter 18 Jahre) sind, damit die Prüfung der Stimmberechtigung durch die Einwohnermeldeämter schneller abgewickelt werden kann. Weitere Sammelunterschriftsbögen können bei Bedarf in beliebiger Anzahl beim Landesjagdverband nachbestellt werden.
  • Nur Personen, deren Angaben vollständig und leserlich ausgefüllt wurden und mit einer rechtsverbindlichen Unterschrift versehen sind, werden anerkannt. Auch das Datumsfeld ist unbedingt auszufüllen.
  • Vergessen Sie keinesfalls, Ihre eigene Unterschrift zu leisten!
  • Der Antrag auf Behandlung einer Volksinitiative muss mit dem Sammelunterschriftsbogen fest verbunden sein. Durch den umseitigen Druck der LJV-Originallisten ist dies gewährleistet. Vermeiden Sie daher die Verwendung von Kopien und bestellen Sie stattdessen zusätzliche Sammelunterunterschriftsbögen hier im Shop oder direkt in der LJV-Geschäftsstelle (Tel.: 0231/2868-600) kostenlos in beliebiger Menge nach!
  • Die letzte Spalte „Bemerkungen der Gemeinde“ ist für deren Prüfvermerke unbedingt freizuhalten. Der Versand an die Gemeinden erfolgt durch die LJV-Geschäftsstelle.
  • Mehrfacheinträge sind tunlichst zu unterlassen! Jeder in NRW Wahlberechtigte darf nur einmal für die Volksinitiative unterschreiben.
  • Stellen Sie jederzeit sicher, dass Unbefugte nicht Einsicht in die Sammelunterschriftsbögen nehmen können.
  • Alle Sammelunterschriftsbögen müssen im Original (keine Kopie!) an den Landesjagdverband NRW, Stichwort: Volksinitiative, Gabelsbergerstraße 2, 44141 Dortmund schnellstmöglich zurückgesandt werden. Ein Rückumschlag für den kostenfreien Versand wurde jedem LJV-Mitglied zugesandt.
 
Über den Fortgang der Initiative und Argumente für unsere gute Sache werden Sie auch in jedem Rheinisch-Westfälischen Jäger, hier im Internet sowie auf unserer Facebook-Seite informiert.
 

Tipps für die Sammlungsbeauftragten

  • Das Jagdrecht und die Umweltpolitik in unserem Land geht alle an! Sprechen Sie daher bitte auch alle an:
    • Familie
    • Firma
    • Freunde
    • Bekannte
    • Vereine
    • Jagdgesellschaften
    • Jagdgenossenschaften
    • Partner in der Land- und Forstwirtschaft
    • Fischer
       

 

Unsere Forderungen (siehe auch Antrag auf Behandlung einer Volksinitiative):

  • Ausdehnung der Hegepflicht und des Aneignungsrechtes durch Wiederherstellung des jagdrechtlichen Tierartenkatalogs auf alle heimischen Tierarten im Sinne von § 2 Abs. 1 BJG,
  • angemessene Jagdzeiten auf nicht im Bestand bedrohte Wildarten,
  • Erleichterung von Schonzeitaufhebungen zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden,
  • Sicherstellung einer flächendeckenden Bejagungsmöglichkeit, Jagdbeschränkungen und Jagdverbote (auch in Schutzgebieten) müssen die Ausnahme bleiben,
  • Stärkung des Jagdschutzes,
  • Verbesserung des Wildschutzes und des Schutzes von Bodenbrütern durch praxisgerechte Regelungen zur Fang- und Baujagd sowie zur Prädatorenbejagung,
  • Wiedereinführung praxis- und tierschutzgerechter Regelungen zum Füttern und Kirren von Wild,
  • tierschutzgerechte Regelungen zur Ausbildung von Jagdhunden, die sich am Einsatz der Hunde in der Jagdpraxis orientieren,
  • wirksamer rechtlicher Schutz aller jagdlichen Einrichtungen vor widerrechtlicher Benutzung und vor Beschädigung,
  • Stärkung der an demokratischen Grundsätzen ausgerichteten Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Jagdrechtsinhaber und Jäger bei jagdbehördlichen Entscheidungen,
  • unverzügliche Abschaffung der Jagdabgabepflicht für alle Jagdscheininhaber,
  • strikte Trennung der Rechtskreise Jagdrecht und Naturschutzrecht durch Aufnahme einer umfassenden Unberührtheitsklausel im Landesnaturschutzgesetz.