Erster Präsenz-Landesjägertag seit 2019

 

Dortmund, 23. Juni 2022. Nach mehrjähriger Corona-Zwangspause, die im Jahr 2021 mit zwei satzungsgemäßen Online-Mitglieder-Versammlungen und ohne Landesjägertage überbrückt wurde, konnte am 18. Juni 2022 erstmals wieder der Landesjägertag und die LJV-Mitgliederversammlung in Präsenz durchgeführt werden.

 

Musikalisch umrahmt wurden Landesjägertag und LJV-Mitgliederversammlung vom Bläser-Corps der Kreisjägerschaft Dortmund. Quelle: LJV NRW / A. Schneider

Musikalisch umrahmt wurden Landesjägertag und LJV-Mitgliederversammlung vom Bläser-Corps der Kreisjägerschaft Dortmund. Quelle: LJV NRW / A. Schneider

Parallel dazu fand die Landeshegeschau 2022 statt. Erstmals wurden in diesem Rahmen auch Projekte der Niederwildhege vorgestellt.

 

Angesichts des Brückentages, der extremen Hitze am Veranstaltungstag, aktuell wieder steigender Corona-Zahlen sowie der derzeit unvermeidlichen Termindichte jagdlicher Veranstaltungen war der Landesjägertag leider nicht so gut besucht wie in früheren Jahren.

 

Schon in ihren Grußworten bekannten sich die Ehrengäste klar und deutlich zur Jagd – und zwar aus verschiedensten Perspektiven. So verband die Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, Frau Ute Mais, mit ihrem Bekenntnis den Wunsch, dass Dortmund auch zukünftig Messestandort für die JAGD & HUND bleibe.

 

Der Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Arnsberg, Hans-Josef Vogel, legte Wert auf die Unterstützung durch die Jäger bei der Wiederbewaldung Südwestfalens mit klimastabilen Baumarten, forderte zugleich aber auch mehr Eigenverantwortung anstelle von immer neuen Verboten und Auflagen.

 

WLV-Präsident Hubertus Beringmeier lobte die Zusammenarbeit im Aktionsbündnis ländlicher Raum und das Engagement der Jäger bei der Prävention vor der Afrikanischen Schweinepest.

 

LJV-Präsidentin Nicole Heitzig erinnerte in ihren jagdpolitischen Ausführungen an die Eindrücke von der JAGD & HUND nur wenige Tage vor dem Landesjägertag und eine aktuelle Diskussion im Dortmunder Stadtrat. Heitzig dazu: „Wer bestimmte Angebote aus unsachlichen Erwägungen heraus verbieten möchte, gefährdet den Messestandort Dortmund!“

 

Im Weiteren ging Heitzig auf die Systemrelevanz der Jagd für unsere Gesellschaft ein, die gerade in Corona-Zeiten allgemein anerkannt wurde.

 

Dieter Mahr, Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz, machte in seiner Festansprache die Zukunftsvision 2030 des österreichischen Meinungsforschers Prof. Dr. Werner Beutelmeyer zum Ausgangspunkt seiner Betrachtungen.

 

Der Biotophegepreis wurde gleich zweimal vergeben, und zwar an die Kreisjägerschaft Warendorf für das Projekt „W-Land“ und an den Hegering Voerde in der Kreisjägerschaft Wesel für das Projekt „Hegemaßnahmen für den Arten- und Naturschutz“.

 

Mit dem Lernort Natur-Preis wurde der Hegering Verl in der Kreisjägerschaft Gütersloh für das Projekt „Baumpflanzaktion des Hegerings Verl“ ausgezeichnet.

 

Die Besprechung der Landeshegeschau übernahm Dr. Michael Petrak, Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung im LANUV NRW.

 

Die begleitend zur Landeshegeschau erstellte Broschüre „Wild, Lebensräume und Hege in Nordrhein-Westfalen“ kann in Kürze auch im Shop des Landesjagdverbandes NRW bestellt werden. Sie gibt nicht nur wissenschaftlich aktuellstes Wissen wieder, sondern bietet auch eine Vielzahl aktueller Praxistipps für die Hege von Hoch- und Niederwild.

 

Auf der nachmittäglichen Mitgliederversammlung nahmen die Teilnehmer neben dem Jahresbericht der Präsidentin auch den buchhalterischen Jahresabschluss für das Jahr 2021 entgegen, bei dem Schatzmeister Dr. Peter Bottermann auch sehr transparent und detailliert auf den Jagdbeitrag einging. Die Entlastung des Präsidiums erfolgte einstimmig.

 

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde auch Werner Gorschlüter von der Kreisjägerschaft Coesfeld mit der Verdienstnadel in Gold des LJV ausgezeichnet.