Zehn Gründe für den Jagdbeitrag

  • Zehn Gründe für den Jagdbeitrag

    Zehn Gründe für den Jagdbeitrag

    Nachdem die nordrhein-westfälische Landesregierung entschieden hat, zukünftig keine Jagdabgabe mehr zu erheben, muss die dadurch entstehende Finanzierungslücke durch einen Jagdbeitrag in gleicher Höhe wie die bisherige Jagdabgabe geschlossen werden.

     

    Zukünftig wird der LJV das Geld wie den Mitgliedsbeitrag über die Kreisjägerschaften/Hegeringe einziehen und in einem transparenten Verfahren für jagdliche Zwecke verwalten.

     

    Was bedeutet das für die LJV-Mitglieder konkret?

  • 1. Notwendige jagdliche Projekte sichern

    1. Notwendige jagdliche Projekte sichern

    Mit dem Jagdbeitrag sollen wesentliche, bisher aus den Mitteln der Jagdabgabe bezuschusste Projekte zur Förderung des nordrhein-westfälischen Jagdwesens im Interesse unserer Mitglieder auch weiterhin unterstützt werden. Dies sind wichtige und notwendige Projekte, beispielsweise der Rheinisch-Westfälische Jäger, die Weiterbildungsangebote des LJV, die Durchführung von Jagdgebrauchshundprüfungen, die Einrichtungen zur Ausbildung und Prüfung von Jagdgebrauchshunden, die nordrhein-westfälischen Schweißhundstationen, der Neubau, der Ausbau und die Instandsetzung jagdlich genutzter Schießanlagen. Dazu gehört auch die hierfür unbedingt notwendige Beratung der Schießstandbetreiber sowie die durch nordrhein-westfälische Jäger betriebene Wildtiererfassung im Rahmen des Wildtierinformationssystems der Länder Deutschlands (WILD).

  • 2. Finanzierungslücke schließen

    2. Finanzierungslücke schließen

    Der Jagdbeitrag ersetzt weitestgehend die wegfallende Jagdabgabe in NRW. Diese wurde bisher von der Unteren Jagdbehörde beim Lösen des Jagdscheines erhoben. Weil mit Mitteln aus der Jagdabgabe wichtige und notwendige jagdliche Projekte gefördert wurden, ist diese Finanzlücke mit dem Jagdbeitrag zu schließen.

  • 3. Jägergeld in Jägerhand

    3. Jägergeld in Jägerhand

    Mit der Einführung des Jagdbeitrages wird die langjährige Forderung des Landesjagdverbandes „Jägergeld in Jägerhand!“ erfüllt. Aus den Mitteln der Jagdabgabe wurde das Jagdwesen in NRW gefördert. Es hat aber auch Fälle gegeben, in denen nichtjagdliche Projekte mit diesem Geld der Jägerschaft gefördert werden sollten. Dies wird mit dem zukünftigen Jagdbeitrag nicht mehr möglich sein.

  • 4. Unabhängigkeit sichern

    4. Unabhängigkeit sichern

    In der Vergangenheit hatten die im LJV organisierten Jägerinnen und Jäger in NRW schmerzhaft erfahren, wie die durch das Land NRW erhobene Jagdabgabe als politisches Druckmittel gegen sie verwendet wurde. Systematisch wurden seinerzeit beantragte Förderungen aus den Mitteln der Jagdabgabe nicht bewilligt mit dem offensichtlichen Ziel, die im LJV organisierten Jägerinnen und Jäger einem politisch–ideologischen Willen zu unterwerfen.

    Der Jagdbeitrag bietet nun der Jägerschaft die einmalige Chance, sich in allen Punkten von politischen und ideologischen Gängeleien unabhängig zu machen. Außerdem besteht nicht mehr die Gefahr, dass aus politisch motivierter Erwägung heraus auch Projekte jagdkritischer oder sogar jagdfeindlicher Organisationen gefördert werden können.

  • 5. Rechtskonforme Finanzierung jagdlicher Projekte

    5. Rechtskonforme Finanzierung jagdlicher Projekte

    Die bisherige Jagdabgabe wurde von den unteren Jagdbehörden beim Lösen des Jagdscheins erhoben und durch das Land NRW zur Förderung des Jagdwesens verwendet. Bereits seit über zehn Jahren gab es gegen diese Erhebung mehrfach Klagen einzelner Jäger. Im Wesentlichen warfen die Kläger dem Land NRW eine nicht rechtskonforme Erhebung und Verwendung der Jagdabgabe vor und forderten deshalb deren Abschaffung.

    Auch der LJV hat diese rechtlichen Bedenken geteilt und die Landesregierung mehrfach darauf hingewiesen. Jedoch nicht mit dem Ziel, die grundsätzlich notwendige Jagdabgabe abzuschaffen, sondern um sie langfristig, vor allem für die Schießstände in NRW, zu sichern. Deshalb auch hat der LJV den Fortgang der Klageverfahren von Einzelpersonen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.


    Mit dem Jagdbeitrag besteht zukünftig nicht mehr die Gefahr, dass dringend benötigte Fördermittel von heute auf morgen aus politischen oder juristischen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen.
     

  • 6. Schießstände sichern

    6. Schießstände sichern

    Insbesondere die Finanzierung von Maßnahmen zur Herstellung und Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer jagdlichen Schießstände wäre ohne den Jagdbeitrag nicht mehr möglich. Die meisten Schießanlagen in NRW müssten im schlimmsten Fall geschlossen werden. Die Betreibervereine, zumeist Hegeringe und Kreisjägerschaften, müssten Insolvenz anmelden, da sie den dann folgenden behördlichen Auflagen, zum Beispiel Rückbauverpflichtungen, nicht nachkommen können.

  • 7. Keine finanzielle Mehrbelastung für LJV-Mitglieder

    7. Keine finanzielle Mehrbelastung für LJV-Mitglieder

    Der Jagdbeitrag wird durch die Kreisjägerschaften als ein gesonderter, weiterer LJV-Mitgliedsbeitrag erhoben werden. Da er in der Höhe der bisherigen Jagdabgabe erhoben werden soll, wird es so in der Regel zu keinen Mehrkosten für das einzelne Mitglied kommen. Mitglieder mit Jägerprüfung, aber ohne gelösten Jagdschein werden gefordert sein, mit Ihrem Jagdbeitrag aus Solidarität zur Förderung der jagdlichen Gemeinschaftsaufgaben beizutragen. Für LJV-Mitglieder, die keine Jägerprüfung absolviert haben, soll der Jagdbeitrag entfallen.

  • 8. Deutliche Vorteile für LJV-Mitglieder

    8. Deutliche Vorteile für LJV-Mitglieder

    Den Jagdbeitrag werden Mitglieder des LJV NRW zahlen. Im Gegenzug soll es für die LJV-Mitglieder deutliche Vergünstigungen bei der Nutzung der aus den Mitteln des Jagdbeitrags geförderten Angebote und Einrichtungen (z. B. Schießstände, Jagdgebrauchshundprüfungen, Weiterbildungsangebote, etc.) geben.

  • 9. Transparente und unabhängige Verwaltung

    9. Transparente und unabhängige Verwaltung

    Mit der Verwaltung des Jagdbeitrags wird der LJV eine unabhängige und qualifizierte Stelle beauftragen, die alle Anträge auf eine Förderung aus den Mitteln des Jagdbeitrags neutral bearbeiten wird.

    Diese sogenannte Fördermittelstelle wird auch die Projektdurchführung dauerhaft begleiten und den zweckkonformen und wirtschaftlichen Mitteleinsatz überwachen.

  • 10. Getrennte Kasse

    10. Getrennte Kasse

    Die Mittel des Jagdbeitrags werden vollkommen losgelöst vom normalen LJV-Haushalt und damit dem normalen LJV-Mitgliedsbeitrag verwaltet werden. Sie sind als Fortbestand der bisherigen Fördermöglichkeiten zu begreifen.