Vogelgrippe H 5 N 8

Wie Jäger helfen können

 

13.01.2015, Dortmund. Das Wichtigste zum Neujahrsbraten vorweg – aviäre Influenza -, zu deutsch Vogelgrippeviren überstehen den Garprozess wie Salmonellen und andere Krankheitserreger nicht. Das Einhalten der klassischen Küchenhygiene (Geflügelfleisch richtig durchgaren, Küchentücher statt Fleischlappen, Arbeitsflächen und Geräte nach der Zubereitung von rohem Fleisch reinigen oder in die Spülmaschine und v. a. kein Kontakt zwischen rohem Fleisch und anderen Speisen) genügt zum Selbstschutz. Bis jetzt ist weltweit keine Infektion bei Menschen aufgetreten.

Das Wildvogel-Monitoring in NRW wird vom Landesumweltamt LANUV in enger Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern der Kreise organisiert. Diese informieren mit den unteren Jagdbehörden die Revierinhaber. Regionale Schwerpunkte sind die Kreise Kleve, Wesel und Paderborn und ihr Umfeld – also die Schwerpunkte der heimischen Wasservogelvorkommen.

 

Die Einsendung von Probenmaterial erfolgt stets über die zuständigen Veterinär- an die Untersuchungsämter. Dazu gehört ein entsprechender Begleitbogen. Der Jagdausübungsberechtigte liefert also Proben und Fallwild stets bei einem Veterinäramt ab. Die Probengewinnung umfasst verschiedene Maßnahmen:

 

  1. Greifvögel-Totfunde sollten Jäger auch ohne Aufforderung bei den zuständigen Veterinärämtern abgeben.
  2. Beprobt wird wasserwild unter Beachtung der jeweiligen jagdzeiten.
  3. In Risikogebieten (dazu meldet sich Ihr Veterinäramt) werden bei Jagden Proben genommen. Tierärzte oder besonders geschulte Personen organisieren die Probennahme als Tupfern der Tiere (Kombi-Tupfer Rachen/Kloake), Material dazu stellen die Veterinärämter bereit.
  4. Als robuste Feldmethode können Jäger alternativ Köpfe als Probenmaterial beim Veterinäramt angeben. Wichtig dabei: jeder Kopf in eine eigene Plastiktüte/-gefäß. Auch dazu erfolgt die Anforderung durch das Vetrinäramt.
  5. Fallwild wird ohne eigene Aufforderung dem Veterinäramt übergeben.
  6. In Risikogebiten sammeln die Veterinärämter zusätzlich frische Kotproben in der Regel vor Dienstbeginn.

 

Wichtig ist, dass eigene Proben immer nur das Veterinäramt nimmt – nur Fallwild und Greifvögel kann man auch ohne Anforderung abgeben.

 

FJW/LANUV

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