Keine vorschnelle Schuldzuweisung

Jäger verurteilen illegalen Wolfsabschuss

 

(Berlin/ Dresden, 2. April 2014). Laut Pressemitteilung wurde am Freitag, den 28.03.2014, bei Weißkeißel im Landkreis Görlitz ein Wolf tot aufgefunden. Geäußert wird der Verdacht, dass das Tier einem illegalen Abschuss zum Opfer fiel. Der Landesjagdverband Sachsen e.V. (LJVSN) und der Deutsche Jagdverband (DJV) distanzieren sich klar von dieser Tat.

Knut Falkenberg, Präsident des LJVSN und DJV-Präsidiumsmitglied, ist verärgert: „Es ist völlig egal, von wem eine solche Tat begangen wurde. Es ist eine Straftat und einem vernünftigen Interessensausgleich zwischen den Akteuren im ländlichen Raum in den Wolfsgebieten abträglich. Bisher ist nicht klar, wer der vermeintliche Schütze ist.“ Falkenberg warnt jedoch vor einer vorschnellen Verurteilung „der Jäger“. Die Ergebnisse der Untersuchungen sowie die Ermittlungen der Polizei müssten abgewartet werden.

 

Der LJVSN ist anerkannter Naturschutzverband. Tagtäglich leisten seine Mitglieder umfangreiche ehrenamtliche Naturschutzarbeit in vielen Projekten. Die Jägerschaft im Freistaat Sachsen wirkt seit Jahren am Monitoring auch bei besonders streng geschützten Arten, wie Wolf, Luchs und Wildkatze sehr erfolgreich mit. Sie sind die einzigen Jäger in Deutschland, die durch die Novellierung des Sächsischen Jagdgesetzes dazu verpflichtet werden. Der LJVSN hat bereits (in Zusammenarbeit mit der TU Dresden) 40 Jäger zu Wildtierbeauftragten geschult. Sie sind Ansprechpartner für die Aufnahme von Hinweisen, wie Rissen und Kotproben (Losung). Die Schulungen werden so gut angenommen, dass dieses Jahr im April ein weiterer zweitägiger Lehrgang angeboten wird. Falkenberg betont: „Unsere Jäger sind flächendeckend in ganz Sachsen aktiv. Ihre sachkundige, ehrenamtliche Arbeit spart einerseits dem Steuerzahler viel Geld, andererseits ist ihr Wissen unerlässlich für ein flächendeckendes Monitoring.“

 

Der LJVSN und die Jäger werden weiterhin ihren Beitrag zur Versachlichung der Wolfsdiskussion leisten und sich aktiv in Diskussion und Monitoring einbringen.

 

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