Jahresbericht 2008

Liebe Waidgefährtinnen und Waidgefährten,

 

über was soll eine frisch benannte Obfrau für das Jagdliche Brauchtum berichten? Natürlich über viele Aktivitäten, die die Jagdhornbläserinnen und -bläser im letzten Jahr durchgeführt haben.

 

Angefangen beim Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen am 17./18.05.2008 in Koblenz. Dort erreichte das Jagdhornbläsercorps Wesel/Hamminkeln, unter der Leitung von Hornmeister Claus Domröse eine hervorragende Platzierung. Einen herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an die gesamte Bläserschar.

 

Am Landesbläserwettbewerb im Jagdhornblasen am 01.06.2008 in Detmold haben leider nur drei Corps aus der Kreisjägerschaft teilgenommen, die aber alle eine sehr gute Platzierung erreichten. Es würde mich freuen, wenn ich in meinem nächsten Jahresbericht von weiteren guten Platzierungen berichten kann.

Wir hören auf vielen Veranstaltungen musikalische Darbietungen der Bläser, erwähnen möchte ich die Jahreshauptversammlung der KJS, die Jungjägerlossprechungen und viele Vorträge auf Hegeringebene und im privaten Bereich bei Geburtstagen, aber auch bei traurigen Anlässen.

 

Anläßlich eines Jubiläums wurden am 15.06.2008 in Schermbeck und Umgebung die Hörner blank poliert. Die 2 tägige Feier zum 40jährigen Bestehen der Üfter Jagdhornbläser  begann mit einem Gottesdienst. Das 42 Musiker starke Bläsercorps Üfte ist weit über die Grenzen der Heimat bekannt und so wurden die musikalischen Qualitäten von den Laudatoren bei der nachfolgenden Jubiläumsfeier oft hoch gelobt und unterstrichen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten unterhielten und begeisterten rund 100 Jagdhornbläser aus Üfte, Wesel/Hamminkeln, Kirchhellen und Lembeck die Gäste.

 

An dieser Stelle ein herzliches Dankschön an alle aktiven Bläser, die die Tradition des Jagdhornblasens auch im Rahmen von Feierlichkeiten und Festen unterstützen.

Allen Freunden der Üfter Jagdhornbläser sei an dieser Stelle übermittelt, dass in diesem Jahr die Hubertusmesse in Xanten musikalisch von ihnen mitgestaltet werden soll.

Die diesjährige Hubertusmesse am 09.11.2008 fand wieder regen Anklang bei den Jägerinnen und Jägern sowie der Bevölkerung. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt und alle Kirchenbesucher konnten einer anschaulichen Hubertusmesse von Pfarrer Herbert Werth aus Wesel lauschen.

Mitgestaltet wurde die Messe von den Falknern der Kreisjägerschaft Wesel und dem Jagdhornbläsercorps Wesel/ Hamminkeln unter der Leitung von Herrn Michael Engel und Herrn Claus Domröse. Die Hubertusmesse 2008 wird vielen Besuchern als aktive lebendige Tradition noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Zur Prüfung zur Erlangung des Bläserhutabzeichens haben sich in diesem Jahr leider nur 5 Prüflinge angemeldet. Sie fand am  03.12.2008 in Neukirchen-Vluyn statt.

Die fünf Prüflinge waren im Jagdhornblasen gut geschult und stellten sich den Prüfern G. Biermann (KJS Bocholt), K. Hanauska und M. Bethge (KJS Wesel). 

Die geforderten Signale  wurden  souverän vorgetragen, so daß  Frau M. Vinkenflügel und die Herren H. Boland, H. Friem, M. Graaf und R. Klinzmann das Bläserhutabzeichen verliehen bekamen.

 

 

Nach 13 Jahren die Herr Klaus Hanauska das Amt des Obmannes für das Jagdliche Brauchtum der Kreisjägerschaft Wesel e.V. mit Leben und Lieben ausgefüllt hat, geht  er nun in die aktive  „Mehr-Freizeit-Phase.“Hermann Gottschalk, Vorsitzender der KJS Wesel,  hat in der Verabschiedung von Klaus Hanauska im Rahmen des Schüsseltreibens nach der Hubertusmesse in Xanten dieses so treffend umschrieben.

 

Klaus Hanauska erwarb 1972 den Jagdschein. Die Prüfung im Jagdhornblasen schloss sich dann am 17.10.1977 an. Seit 1974 bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 2003 war er Mitglied, des auch in diesem Jahr gegründeten Jagdhornbläsercorps des ehemaligen Hegering Drevenack-Damm und seit der kommunalen Neuordnung des Hegering Hünxe. Im Jahre 1976 übernahm er die musikalische Leitung des Corps und hatte diese bis Ende 2003 inne. Neben dieser Aufgabe war er auch gleichzeitig im Hegering Hünxe  Obmann für das Jagdliche Brauchtum. Seiner Passion für das Jagdhornblasen folgend, war er darüber hinaus  seit Gründung  bis zur Auflösung des Bläserkorps „Horrido“ der Kreisjägerschaft  Wesel im Jahre 2007 auch  dort aktiver Jagdhornbläser und stellvertretender Corpsleiter.  Als stellvertretendes Mitglied gehörte Waidgefährte Hanauska seit Oktober 2001 dem Prüfungsausschuss bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Wesel an.

 

An dieser Stelle möchte ich Dir  lieber Klaus – ganz persönlich -  für die Unterstützung, die Du mir in der vergangenen Zeit zu Teil hast werden lassen, recht herzlich danken.

 

Als Klaus mit seinem Anliegen – das Amt der Obfrau für das Jagdliche Brauchtum zu übernehmen- zu mir kam, war ich doch einigermaßen überrascht. Zu Bedenken gab ich sofort, dass es doch bestimmt andere Jägerinnen und Jäger der Kreisjägerschaft Wesel gibt, die schon wesentlich länger im Kreise der Jägerschaft aktiv sind als ich. Dies ließ er aber nicht gelten. Nach reiflicher Überlegung habe ich dann, nach der eventuellen Benennung durch den Vorstand, meine Zustimmung signalisiert. Der Vorstand hat dem Vorschlag entsprochen und so trete ich nun in die bewährten Fußstapfen unseres Jagdkollegen Klaus Hanauska.

 

Zu meiner Person; Ich führe eine betagte Kleine Münsterländerdame, die mich auch dazu veranlasst hat die Jägerprüfung 1999 abzulegen. Nach Prüfungsrecht des JGHV darf man einen Jagdhund nur zur Prüfung vorstellen, wenn man einen Jagdschein hat, da  bei der Prüfung geschossen werden muss. Also habe ich mich ein bisschen angestrengt und bin zur Prüfung angetreten. Es hat geklappt.

2001 habe ich mit dem Jagdhornblasen begonnen und 2002 das Bläserhutabzeichen verliehen bekommen. Auf Hegeringebene bin ich bereits seit 2005 Obfrau für das Jagdliche Brauchtum des Hegering Dinslaken.

 

Ich bin 42 Jahre alt und von Beruf Diplom-Ingenieurin für Milch- und Molkereiwirtschaft und leite in einem Käsewerk die Abteilung Qualitätssicherung.

In meiner  freien Zeit bin ich oft mit meinem Hund im Revier unterwegs oder gehe Jagdhornblasen.

Ich habe das Glück in vielen verschiedenen Revieren jagen gehen zu dürfen, dabei wird das „Brauchtum“ sehr unterschiedlich gehandhabt.

Von “gar nicht“ bis zur „vollen Begleitung“ während des gesamten Jagdtages. Die letzte Variante ist die schönste und erfreulichste Erfahrung die ich gemacht habe.

Ich wünsche mir, dass die Bläserschar weiter anwächst und die Jägerinnen und Jäger die Tradition des Jagdhornblasens – des untereinander Verständigen und nicht nur die obligatorische Begrüßung und das Halali am Ende - mit in ihren Jagdalltag einfließen lassen. Ich werde daran auch weiterhin arbeiten!

 

Allen Bläserinnen, Bläsern, Jägerinnen und Jägern wünsche ich für das neue Jagdjahr viel Freude mit dem Wissen und Können, welches Sie sich angeeignet haben. Waidmannsheil!

 

Anne Hansen

Kreisobfrau für das Jagdliche Brauchtum


Alternatives Foto: Üfte 40 Jahre: