Pressebericht zur VJP 2014

Kreis Warendorf/Sassenberg (dor). Der wichtigste Partner des Jägers ist sein Jagdhund. Er spürt nicht nur das Wild auf, er verfolgt die Fährte und führt den Jäger zum Wild. Dass auf ihn Verlass ist, muss der Hund, bevor er auf die Jagd geht, in zahlreichen Prüfungen unter Beweis stellen. Am Samstag fand in Sassenberg der erste Leistungswettbewerb, die Verbandsjugendprüfung für die einjährigen Hunde, statt.
 

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Am Ende der Verbandsjugendprüfung für die einjährigen Jagdhunde standen die Sieger fest. Im Bild: der Drittplatzierte Christian Vincke, der Obmann für Hundewesen Willy Geismann, der Sieger Marcus Franke, der Zweitplatzierte Norbert Rüter sowie Gerd Suermann vom Vorstand der Kreisjägerschaft.

Während der Deutsche Drahthaar „Quatro vom Isendorf“ seine Beute bei Börding auf der Terrasse bewacht – hierbei handelt es sich um ein bronzenes Wildschwein für den ersten Platz, lässt sich sein Besitzer, Marcus Franke aus Everswinkel von seinen Wettbewerbskollegen, von Willi Geismann, dem Obmann für Hundewesen in der Kreisjägerschaft, und von Gerd Suermann vom Vorstand der Kreisjägerschaft zu seinem tollen Hund und seiner hervorragenden Arbeit mit dem Hund beglückwünschen. Der Clou daran: Vor genau zehn Jahren hatte der Vater des 16-jährigen Jungjägers aus Everswinkel ebenfalls mit einem Deutsch Drahthaar die Prüfung mit exakt der gleichen Punktzahl, nämlich 74, als Sieger beendet. Das müsse dem Vater doch eine Runde für alle wert sein, befand der Nachwuchsjäger sehr zur Freude der Anwesenden, die bei der Siegerehrung am Samstagnachmittag noch zugegen waren.

Ein Jungjäger, ein Hund, ein Team. Mit hervorragenden 74 Punkten hat der Deutsch Drahthaar des Everswinkelers Marcus Franke die Verbandsjugendprüfung der Kreisjägerschaft am Samstag als Bester abgeschnitten.

 

Schon um 7.30 Uhr am frühen Morgen hatten sich neunzehn Jäger aus dem gesamten Kreisgebiet mit ihren Hunden bei Börding eingefunden. Nach der Gruppenaufteilung und der Begrüßung durch die Jagdhornbläser fuhren die Teilnehmer und die 21 Richter sofort in die einzelnen Reviere. Hier musste der Hund dann bei der „Spurarbeit“ zeigen, dass er den Hasen findet, auch wenn er ihn nicht sieht. Bei dem Bereich „Nase“ wurde bewertet, wie der Hund sein Riechorgan einsetzt, wie er sich in den Wind stellt, um das Wild zu wittern. Bei der „Suche“ muss er Begeisterung zeigen und weiträumig suchen, ohne jedoch den Kontakt zu seinem Führer zu verlieren. Letzteres ist beim Prüfungsteil „Führigkeit“ genau das, worauf es ankommt. „Hier wird genau geschaut, wie der Hund mit seinem Herrchen Kontakt hält, ob er ihn anschaut, auf ihn wartet etc.“, erklärt Geismann, selbst erfolgreicher Hundeführer. Beim „Vorstehen“ muss der Hund, wenn er Wild in die Nase bekommt, nicht etwa blind los- und hinterher laufen, sondern stehen bleiben und seinem Herrchen die Witterung anzeigen. Und das hat der Hund von Marcus Franke mit 74 Punkten bravourös erledigt. Aber auch „Toska III von Böckenhagen“ unter der Führung des Warendorfers Norbert Rüter erzielte hervorragende 72 Punkte. Und der Drittplatzierte, „Figo II vom Birkengrund“ des Alverskircheners Christian Vincke folgte mit ebenfalls beachtlichen 71 Punkten.

 

So eine Prüfung kann ganz schön anstrengend, aber auch lohnenswert sein. Das jedenfalls findet der Deutsch Drahthaar „Quatro vom Isendorf“. Der Jagdhund von Marcus Franke hat die Verbandsjugendprüfung der Kreisjägerschaft Warendorf als Bester abgeschnitten und dafür ein Wildschwein in Bronze gewonnen.

 

Dass die drei erstplatzierten Hunde allesamt Deutsch-Drahthaar sind, bedeute nicht, dass diese Rasse nun besonders gut für die Jagd geeignet sei, erläutert Willi Geismann. „Diese Reihe ist reiner Zufall“, lacht er. Von 19 Hunden haben am Ende 18 die Prüfung bestanden. Einem Vierbeiner fehlte die richtige Einstellung. Aber auch das könne mal vorkommen. „Auch Hunde haben manchmal einen schlechten Tag“, ermutigte Geismann den Hundebesitzer nicht etwa aufzugeben, sondern weiter mit dem Hund zu arbeiten. Diese Bitte richtete er im Übrigen auch an alle anderen Teilnehmer. „Macht weiter mit den Hunden“, so sein dringlicher Appell. Geismanns Dank galt an diesem Tag nicht nur dem Hause Börding, sondern auch den Richtern und seiner Frau Annemarie, die ihn bei seiner Arbeit stets unterstützt. Gerd Suermann überbrachte seinerseits die Glückwünsche der Kreisjägerschaft. Für die bevorstehende Bockjagd wünschte er allen zudem  „Waidmannsheil“.