Bericht über den Hundetag am 29.03.13



Kreis Warendorf/Ahlen. Jagdhornklänge schallten am Karfreitag über die Grünfläche unweit der Sendenhorster Straße in Ahlen. Die Kreisjägerschaft Warendorf hatte die angehenden Jungjäger zum Hundetag eingeladen, damit sie  die verschiedenen Jagdhunderassen einmal zum Anfassen nah erleben können. Benno Schulze Eckel und Michaela Scholle hatten zu diesem Zweck ihr Revier zur Verfügung gestellt.

Zu einem dieser Aktionstage gehörte jetzt auch die Präsentation der Jagdhunderassen, die Ausbilderin Helga Winkelströter übernahm. Den Anfang machten die rauh, glatt- und die langhaarigen Vorstehhunde. Diese Hunderassen zeigen dem Jäger durch das Verharren mit vorgestrecktem Kopf und angewinkeltem Vorderlauf an, dass sie Wild aufgespürt haben. Mit dem Deutsch Stichelhaar präsentierte Martin Sievers die älteste und mittlerweile seltenste Variante der deutschen Vorstehhunde. Zu sehen waren aber auch Griffons mit der markanten Augenlocke und der populäre Deutsch Drahthaar.
 
Die kurzhaarigen Vorstehhunde wurden durch den Deutsch Kurzhaar, den Weimaraner und den ungarischen Magyar Viszla repräsentiert. Hundeführer Josef Niemann zeigte, wie sein Kurzhaar im flinken Galopp eine Freifläche absucht und auch auf große Entfernung aufs Pfeifenkommando gehorcht. „Das ist schon beeindruckend zu sehen“, sagte einer der Lehrgangsteilnehmer.

Mit ihrem zwölf Wochen alten kleinen braun-weißen Münsterländer Welpen hatte Gabi Mackenberg einen der jüngsten langhaarigen Vorstehhunde an der Leine. Dazu kamen die großen schwarz-weißen Rassevertreter der Großen Münsterländer sowie der Deutsch Langhaar in den Farbvarianten Braun und Hellschimmel, der klassische alte Försterhund schlechthin.

Als Apportierspezialisten zeigten sich die Labradore. Daniela Köchling führte mit ihrem Rüden vor, wie scheinbar spielerisch er mit Handzeichen und Pfiffen bei der Dummyarbeit zu steuern ist. Einer der seltenen Vertreter der Stöberhundrassen war an diesem Tag der Welsh Springer Spaniel.

Dass Sicherheit bei der Hundearbeit ein wichtiger Aspekt ist, zeigte Jagdterrierführerin Jutta Friggemann. Sie informierte über die Verwendung von Schutzwesten etwa bei der Drückjagd auf Wildschweine.
„Solche Aktionstage sind für die Ausbildung ungeheuer wichtig. Was man praktisch erlebt hat, prägt sich anders ein“, sagte Sievers. Und trotz der eisigen Temperaturen nutzten die Jungjäger die Gelegenheit, sich im Anschluss an die Vorführungen im Gespräch mit den Hundehaltern weiter zu informieren.