Fellverwertung

 

Ausgangssituation:
Zur Steigerung der Akzeptanz der Jagd bei der nicht-jagenden Bevölkerung werden durch den DJV unterschiedliche Ansatzpunkte verfolgt. Ein Thema ist die Verwertung von Wildbälgen. Hierzu gehört die Möglichkeit, die Felle dieser Tiere weiter zu verarbeiten bzw. zu nutzen und nicht nur als Luder zu verwenden oder zu entsorgen. Das will der Vorstand der  Kreisjägerschaft Rhein-Erft e. V. unterstützen.
 

Konzept:
Über den DJV ist eine Fellwechsel GmbH gegründet worden, die ihren Sitz in Rastatt im Bundesland Baden-Württemberg hat. Dort sind zentral alle notwendigen Einrichtungen geschaffen, Raubzeug und invasive Arten im Kern zu verarbeiten und die Felle dann zu vermarkten.

 

Organisatorische Umsetzung:
Damit dies bundesweit möglich ist, soll in allen Bundesländern  gesammelt werden. Wegen der Entfernungen der einzelnen Reviere sollen durch die Kreisjägerschaften Sammelstellen in Form von Tiefkühltruhen angelegt werden.  Das Sammeln in diesen Truhen obliegt jeder Kreisjägerschaft.  

Der Ablauf ergibt sich wie folgt:
Jeder Jäger gibt sein Stück in einer Plastiktüte an einer Sammelstelle  in seiner Nähe ab und stellt dort einen Herkunftsnachweis aus. Wenn eine Truhe der Sammelstelle gefüllt ist, wird die Fellwechsel  GmbH informiert und die eingefrorenen Stücke dann  komplett abgeholt.

Neben dem Rotfuchs werden auch Waschbären, Marderhund, Dachs, Stein- und Baummarder, Mink, Iltis, Nutria und Bisam angenommen.  Am besten geeignet sind Bälge von Tieren aus Fangjagden, da diese nur  einen kleinen Einschuß haben. Auch der Schrotschuss verursacht nur kleine Löcher, die bei der Verarbeitung keine Rolle spielen. Tiere, die mit einer kleinen Kugel erlegt werden, sind ebenso gut zu verwerten wie Tiere, die mit größeren Kalibern erlegt wurden, solange nicht der Nacken- und Rückenpelz zerstört ist. Die Qualität dieser Fellpartien ist entscheidend für den Wert des Balges und für die Verarbeitung. Die Tiere sind einzeln zu verpacken (möglichst kompakt / gerollt). Verhitzte oder verluderte Tiere sind generell unbrauchbar.

Der Herkunftsnachweis (für den Transporteur und den annehmenden Betrieb) soll in einer kleinen durchsichtigen Tüte außen angebracht werden. Am besten sind beide Tüten zusammen mit einem Kabelbinder zu verschließen. Klebeband ist ungeeignet.

Wenn ein Jäger sein Stück als gegerbtes Fell zurückhaben möchte, so kann er das beim Abgeben mit dem Herkunftsnachweis mit vermerken. Die Konditionen für eine Rücknahme sind z. Zt. noch nicht bekannt.

Im ersten Jahr sollen alle Präparate der Fellwechsel GmbH kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Ab dem 2. Jahr ist ein Entgelt an den Jager für jedes abgegebene Stück vorgesehen. Die Einzelheiten dazu sind noch nicht festgelegt.
 

Jahreszeitliche Einschränkungen:
Zur Verwertung sind Winterfelle am besten geeignet.  Daher wird die Sammelaktion jahreszeitlich beschränkt auf die Zeit ab Mitte November bis Mitte Februar. Die Termine werden jedeSaison veröffentlicht.