Nachruf auf Alfred Schubert

Die Kreisjägerschaft Oberhausen und insbesondere unsere Jagdhornbläsergruppe trauern um Alfred Schubert, der kurz vor seinem 90. Geburtstag verstorben ist. Wir verlieren mit Alfred Schubert nicht nur einen geschätzten Jagdkameraden sondern auch einen überragenden Musiker und liebenswerten Menschen. Seine Bescheidenheit und Freundlichkeit zeichneten ihn besonders aus. Sein musikalisches Talent und Gespür waren überragend. Für viele angehende Jagdhornbläser war er Lehrmeister und väterlicher Freund. Es begann im Spätherbst des Jahres 1951. Alfred bekam vom Sterkrader Kaufmann Fritz Paashaus ein Jagdhorn geschenkt, und man traf sich mit dem Forstmann Waldfried Rath, einem Könner auf dem „Fürst-Pless-Horn“, mit einigen weiteren frisch gebackenen Jungjägern. An den heutigen Eckwicklungsstand der Jagdhornbläserei dachte damals noch niemand. Es entwickelte sich eine für damalige Verhältnisse beachtliche Gruppe. Das sprach sich herum, und die Qualität des Jagdhornblasens entwickelte sich. Man war nicht schüchtern und beschloss 1957 zum ersten Bläserwettstreit nach Köln zu fahren. Die Sensation war dann im Jahre 1958 als die Bläsergruppe auf Bundesebene in Kranichstein Sieger wurde. Eine Gruppe aus der Industriestadt Oberhausen – ein Schrei ging durch die noch junge Republik. Diesen schönen  Erfolg konnte man ein Jahr später wiederholen. Im Jahre 1974 übernahm dann Alfred Schubert die musikalische Leitung. Seit dem Jahre 1974 wurden dann in Oberhausen 2-3 Hubertusmessen jährlich in verschiedenen Kirchen aufgeführt. Für das unermüdliche Proben zeichnete Alfred verantwortlich. Aber nicht nur den erfahrenen Bläsern war er ein brillanter Lehrer, sondern auch jedem unmusikalischem Anfänger brachte er die ersten Töne bei.   Seine Geduld und Hingabe kamen aus seinem innersten Charakter, es war seine Passion.  Gerne vertrat er auch bei den Proben den heutigen musikalischen Leiter Fridolin Speer.

Mit der Komposition der Teckelfanfare für Jagdhornbläser hat sich Alfred Schubert weltweit ein unauslöschliches Denkmal für sich und für seine Bläsergruppe Oberhausen gesetzt.  

Für Alfred Schubert spielten die Natur mit dem jagdlichen Brauchtum, seine Musik und seine Familie die überragende Rolle verbunden mit seiner undendliche Geduld und seiner Liebenswürdigkeit anderen Menschen gegenüber.

Er hinterlässt eine Lücke in den Reihen der Oberhausener Jagdhornbläser, die nicht geschlossen werden kann.    

 

Johannes Heiermann, im April 2015