Sichere Durchführung einer Drück- oder Waldjagd

Es muss eine Menge organisiert werden, um einen sicheren und reibungslosen Ablauf zu erreichen.
stand

 

Ob die Jagd erfolgreich wird, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt. Wetter, Windrichtung, diverse kleinere Störungen vor der Jagd, lautes Angehen der Treiber und Durchgehschützen, alles hat Einfluss auf das Wild und sein Verhalten.

Bei der Auswahl der Stände fängt aber alles an:
- Wo sind die Fried- und wo die Fluchtwechsel?
- Habe ich genügend Drückjagdböcke oder leichte Leitern?
- Sind diese Ansitzeinrichtungen in einem einwandfreien Zustand?
- Ist überall sicherer Kugelfang vorhanden?
- Gibt es Gefährdungen gegenüberliegender Stände?
- Muss ich Sicherheitsbereiche einrichten?
- Wie kennzeichne ich Sicherheitsbereiche?
- Wie ist das Schussfeld - breit, schmal, lang, kurz - und wen stelle ich dort an?
- Stören Äste oder hohes Kraut das Schussfeld, kann es Abpraller geben?
- Muss ich die Wege zu den Ständen markieren damit sich niemand verläuft?
- Auf welche Stände setze ich Hundeführer um vom Stand zu schnallen ?
- Hänge ich eine Woche vor der Jagd Warn- bzw. Hinweisschilder auf?
- Errichte ich in Abstimmung mit dem Förster eine Sperrung des Waldes?
- Informiere ich ca. eine Woche vor der Jagd die örtliche Polizeidienststelle?
- Habe ich genügend Verkehrsschilder zur Absicherung der öffentlichen Straßen?
- Habe ich Reservewarnwesten falls jemand seine Weste vergessen hat?
- Wer ist ausgebildet und bekommt Erste-Hilfe-Material?
- Schließe ich eine Hundeunfallversicherung für die jagenden Hunde ab?
- Lade ich meine Schützen zum Training ins Schießkino ein?


Sie sehen, es ist schon eine Menge vor einer Jagd zu erledigen damit alles reibungslos läuft. Zur Vereinfachung haben sich auch Standkarten bewährt welche man nur einmal erstellen muss. Auf einem DIN A5 Blatt, welches Mittig gefaltet wird, bringt man auf der einen Seite einen Kartenausschnit mit den Sicherheitsbereich sowie den Wildwechseln und auf der anderen Seite Verhaltenshinweise, Telefonnummern und die Standardfreigaben an. Nun laminiert man das gefaltetet Blatt in einer DIN A6 Hülle. Somit erhält man im Postkartenformat eine gute und einfache Information für die Schützen. Dadurch spart man Morgens bei der Begrüßung Zeit. Auch der Ansteller hat es leichter und der Schütze kann sich umfassend vor Ort über Sicherheitsbelange und Freigaben informieren. Ebenso bewährt haben sich kleine Standkarten, auf denen der Schütze seine Beobachtungen und seine abgegebenen Schüsse eintragen kann. Nach der Jagd ausgewertet, geben sie so manchen guten Hinweis auf einen guten Bock oder auch für die Planung der nächsten Drückjagd.


Erste-Hilfe bei der Jagdausübung: 
Der Jagdpächter oder der benannte Jagdleiter haben auch für die Organisation der Ersten Hilfe bei der Jagdausübung zu sorgen, z.B. bei einer Drück- oder Treibjagd. Wer ist ausgebildet, wer führt Verbandmaterial mit sich?  Es reicht nicht der allgemeine Hinweise: "Verbandzeug befindet sich üblicherweise in den Fahrzeugen". Besser ist es, in jeder Treibergruppe führt eine kundige Person Verbandmaterial mit. Diese Personen sollten mittels Mobiltelefon erreichbar und die Nummern bereits allen bei der Jagdeinladung mitgeteilt worden sein. Nur so kann in einem Ernstfall dem Jagdpächter oder dem Jagdleiter niemand "Tun durch Unterlassen" vorwerfen. Hier zum Nachlesen die Unfallverhütungsvorschrift "Erste-Hilfe"



Download einiger Dokumente:
Drückjagdregeln
Wildunfallbescheinigung
Standnotizen

Herunterladen: Sicherheit.pdf