29.07.21 Erneut Wolf in Kölner Stadtgebiet bestätigt

Seit Mitte Juni hält sich ein junger männlicher Wolf im Königsforst auf. Es gibt mehrere Nachweise von Bergisch Gladbacher und Kölner Gebiet. Zuletzt ein Nachweis am 27.07. von einer Fofofalle in Köln.

Durch Analyse von Kotproben konnte der Wolf als Nachkomme des Leuscheider Rudels zugeordnet werden. Also definitiv ein anderer Wolf als der Mitte Mai im linksrheinischen Stadtgebiet nachgewiesene Wolf, der in Merkenich einige Schafe gerissen hat und auf dem Betriebsgelände der Rheinenergie in Ehrenfeld gefilmt wurde. Dieser Wolf stammte aus der Alpinen Population.

Die vermehrt auftretenden Wölfe waren unter anderem auch Thema beim von der Bundestagsabgeordneten Gisela Manderla (CDU) organisierten „Bauernfrühstück“ am 26.Juli auf dem Dresenhof in Köln Weiler. Gemeinsam mit der NRW Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und den Ratsmitgliedern Thomas Welter und Martin Erkelenz (Beide CDU) und Vertreten der Landwirtschaft aus dem Kölner Norden wurde neben anderen Sorgen der Landwirte auch über den Wolf geredet. Vom Vorsitzenden der Kölner Jägerschaft e. V. Michael Hundt wurde gefordert, die Zuordnung des Wolfes in Anhang 4 der FFH- Richtlinie zu überdenken. Bei einer sich derart vital vermehrenden Population und eine Nachgewiesenen Mischung von mindesten drei Europäischen Wolfspopulationen (baltische/mitteleuropäisch-polnische/alpine) kann nicht mehr von einer akut vom Aussterben bedrohten Art gesprochen werden. Damit müsse vielmehr von einem guten Erhaltungszustand der Art ausgegangen werden und langfristig auch eine Regulierung der Population ermöglicht werden.

Dem Gastgeber, unserem Mitglied Georg Kellerwessel und seinem Team, sei herzlich für die Einladung und Ausrichtung gedankt.


v.l. Michael Hundt, Manfred Hecker, Gisela Manderla MDB, Umweltministerin Ursula Heinen Esser