Kölner Jägerschaft mit neuem Vorsitzenden

Am 26.März fand im Portal Gut Leidenhausen die diesjährige Jahreshauptversammlung der Kölner Jägerschaft  mit Neuwahlen statt.

Nach 12 Jahren als Vorsitzender trat Georg Kurella nicht mehr an, Günter Auel stand als Schatzmeister ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.

Zum Neuen Vorsitzenden wurde Michael Hundt gewählt. Als stellvertetende Vorsitzende wurden Robert Korff und Carsten Fischer wiedergewählt. Zum Schatzmeister wurde Dr Frank Schornstein gewählt.

Mit der Zustimmung aller anwesenden Mitglieder wurde Georg Kurella zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Die neuen Räume des Portals boten einen stilvollen Rahmen und die Mannschaft des IB als Caterer gute Verpflegung. Die Bewährungsprobe als Veranstaltungsstätte für die Jahreshauptversammlung wurde mit Bravour bestanden.

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Sehr geehrte Kölner Jägerinnen und Jäger,
vielen Dank für das Vertrauen, das Sie mir meinem Vorstandsteam mit der Wahl geschenkt haben. Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir ein schweres Erbe antreten. Einige von uns haben ja bereits im letzten Vorstand unter Georg Kurella als Vorsitzendem Vorstandsarbeit geleistet. Daher können wir Ihnen zusichern, dass wir die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre  fortzusetzen versuchen.
Georg Kurella, dem neu ernannten Ehrenvorsitzender der Kölner Jägerschaft, möchte ich nochmals ganz herzlich für die langjährige, engagierte und erfolgreiche Arbeit für die Kölner Jägerschaft danken. Als Vizepräsident des Landesjagdverbandes wird er ja weiterhin  in bewährter Weise die Interessen der Kölner Jäger vertreten und ich bin sehr zuversichtlich, dass er uns auch in Zukunft  mit Rat und Tat unterstützen wird.
Auch Günter Auel möchte ich an dieser Stelle für die gute Arbeit als Schatzmeister danken, Ihm ist es gelungen, das Vermögen der Jägerschaft zu mehren, ohne dass wir unsere Arbeit einschränken mussten. Mit Dr Frank Schornstein als neuem Schatzmeister haben wir den Vorstand schlagkräftig neu aufstellen können.
Dies ist auch nötig, denn auf uns Jägerinnen und Jäger kommen stürmische Zeiten zu. Wenn in den kommenden Wochen und Monaten Jagdrechtliche Gesetze und Regelungen auf unterschiedlichen Ebenen neu gefasst werden, ist es wichtiger denn je, die unerlässliche Aufgabe der Jagd zum Erhalt und zur Gestaltung der Naturlandschaft und Wildtierfauna darzustellen.
Offensiv muss unsere Öffentlichkeitsarbeit fortgeführt und ausgebaut werden. Hier wird zu Beginn unserer Arbeit ein Schwerpunkt liegen. Wir möchten unsere Möglichkeiten zum Veranstalten unterschiedlichster Events (Wahnerheidetag, Ehrenamtstag, Osterfeuer, Wald- oder Hubertusmessen und vielen mehr) auch und stärker als bisher zur Vermittlung unseren Botschaften nutzen. Wir möchten gemeinsam mit unseren Mitstreitern des Lernorts Natur unser Angebot  für Schulen und Veranstaltungen optimieren.
Letztlich dient auch unser Engagement im Heideportal Gut Leidenhausen der besseren Außendarstellung. Der Portalverein bietet optimale Möglichkeiten zur Vernetzung mit den anderen in Leidenhausen engagierten Vereinen und Organisationen. Auch dies hat sich in den vergangenen Jahren bereits bewährt, was nicht heißt, das es auch hier keine weiteren Ausbaumöglichkeiten gibt. In jagdpolitisch stürmischen Zeiten ist das ein ganz wertvoller Beitrag zum Vertreten unserer Interessen.
Für das Heideportal ist das zweite Betriebsjahr ein besonders wichtiges. Jetzt gilt es, die im vergangenen Jahr ausgebauten Räume zu nutzen und auszulasten, um die Investitionen zu rechtfertigen und die Betriebskosten im Rahmen  zu halten. Als größter Mitgliedsverein im Portalverein haben wir hier auch eine besondere Verantwortung. Mit der Jahreshauptversammlung und der Lossprechung im Portal Gut Leidenhausen wollen wir die Möglichkeiten des Portals und des IB als Betreiber der Gastronomie testen.
Im Bereich der Brauchtumspflege und der Ausbildung können wir auf unsere bewährten Bläserchors und die erfolgreiche Jagdschule bauen und auch mit unseren Motorsägenkursen können wir unverändert zahlreichen Mitgliedern und Nichtmitgliedern einen Anknüpfungspunkt zu Kölner Jägerschaft bieten.
Schwieriger gestaltet sich die Sache im Bereich des Schießwesens. Hier hat sich ja bereits in der Vergangenheit gezeigt, wie schwierig hier das Verknüpfen der Erforderlichen „jagdlichen Übung“ und dem wirtschaftlich vertretbaren ist. Bei den von uns angebotenen Schießen war die Beteiligung durch Mitglieder oft deutlich verbesserungsfähig. Wir werden uns bemühen unser Angebot aufrecht zu erhalten und Gero Buchartz wird  allen gern erläutern wie aufwändig dies ist.
Realistisch betrachtet, ist eine Kölner Schießstandlösung nicht mehr realisierbar, entsprechend wichtig, ist der Erhalt und die Ertüchtigung der vorhandenen Schießstätten im kreisgruppenübergreifenden Verbünden. Sollte sich im Rahmen der Novellierung des Landesjagdgesetztes eine Pflicht für Schießnachweise ergeben, könnten sich auch neue Perspektiven ergeben, denn dann wäre der Gesetzgeber in der Plicht eine entsprechende Schießmöglichkeit in vertretbarer Entfernung zu gewährleisten. 
Sie sehen, es wird nicht leichter die Sache der Jagd und die Interessen der Jägerinnen und Jäger in Zukunft zu vertreten. Ich möchte jeden einzelnen von Ihnen einladen, uns bei unserer Arbeit zu unterstützen, sich in den Hegeringen, beim Lernort Natur, der Aus- und Weiterbildung oder bei den Bläsern zu engagieren. Werben sie bei allen noch nicht bei uns organisierten Jägern für eine Mitgliedschaft bei uns, denn nur wenn wir geschlossen auftreten, werden wir es schaffen die Jagd die wir kannten und schätzten, weitgehend zu erhalten.
Waidmannheil
Michael Hundt