50 Jahre Jagdgebrauchshundverein "Selfkant” e.V

Im Juni 2004 feierte der JGV "Selfkant” e.V. sein 50 jähriges Vereinsjubiläum.

Die Feier fand auf Haus Hohenbusch bei Erkelenz statt und war für Jagdgebrauchshundfreunde, der Jägerschaft und am Jagdhundewesen Interessierte wohl eine informative Veranstaltung.

Zur Jagd den brauchbaren Hund. Dies ist der Leitspruch des Jagdgebrauchshundverbandes, der Dachorganisation aller in der BRD tätigen Zucht- und Prüfungsvereine.

Der JGV "Selfkant" e.V. entstand 1954 aus der Kreisgruppe Geilenkirchen-Heinsberg im Landesjagdverband NRW. Die Namensgebung hat einen historischen Bezug:

Beherzte "Rüdemänner"” trafen sich damals in der Kreisbahngaststätte in Gangelt, um eben diese Vereinigung aus der Taufe zu heben. Initiator dieser Gruppe war Dr. Walter Mülhausen, damals als Arzt am Krankenhaus in Gangelt tätig. Verbandsrichter zur Organisation und Ausrichtung von Prüfungen gab es im jungen Verein noch nicht, jedoch war man sehr bemüht, diese heranzubilden. So mussten erfahrene vereinsfremde Richter über weite Entfernungen eingeladen werden um von deren Wissen zu profitieren, was manchmal zu mehrtägigen Aufenthalten führten konnte. Im Laufe der Jahre wuchsen jedoch die vereinseigenen Kenntnisse und es konnten 23 Richteranwärter zu Verbandsrichtern ausgebildet und vom Verband anerkannt werden. In all den Jahren richtete der JGV "Selfkant" e.V. 43 Verbandsjugend - und Herbstzuchtprüfungen sowie 25 Verbandsgebrauchsprüfungen aus. Im Auftrag der Kreisjägerschaft Heinsberg e.V., mit der der JGV Selfkant über die vielen Jahre eine sehr gute und enge Zusammenarbeit pflegt, wurden zudem 36 Brauchbarkeitsprüfungen veranstaltet. Dadurch konnte den geprüften Hunden die vom Gesetz vorgeschriebene jagdliche Brauchbarkeit attestiert werden. Insgesamt prüfte der JGV "Selfkant" e.V. mehr als 1600 Jagdhunde. Seit 1981 führt der Verein alljährlich Hundeführerlehrgänge mit großem Erfolg durch. Als grenznaher Prüfungsverein besteht auch reger Zulauf zu den Prüfungen durch belgische und niederländische Jagdhundeführer. Um die Vereinsmitglieder bei der Ausbildung ihrer Hunde zu unterstützen, erwarb der Verein 1986 ein eigenes Übungs- und Prüfungsgewässer. Ein Teil des erworbenen Feuchtbiotops wird für den Natur- und Artenschutz zur Verfügung gestellt. All diese Aktivitäten wurden und werden von ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern organisiert und durchgeführt, bei denen sich der Vorstand bei dieser Gelegenheit recht herzlich bedanken möchte. Insbesondere gilt auch den Revierinhabern ein besonderer Dank, ohne deren Bereitstellung der Reviere überhaupt keine Prüfungen möglich wären.       
Hündeführerlehrgang 2010.

Hermann-Josef Backhaus bei der Einweisung.