Frischlinge bejagen...

Die Schwazwildpopulation senken - das muß das Ziel sein, angesicht einer drohenden Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland.

Morgenstimmung_Hochsitz

...zu jeder Tageszeit !

Seit gut zwei Jahren herrscht in Estland/Lettland/Litauen die Afrikanische Schweinepest (ASP), eingeschleppt auf dem Landweg aus Afrika, vorbei am Schwarzen Meer über die Urkaine und Weißrußland bis ins Baltikum. Vor wenigen Wochen ist im Osten Tschechiens ein Fall von ASP aufgetreten und wurde seitens der Behörden SOFORT mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln sehr aufwendig bekämpft. Aktuell scheint die Seuche dort eingedämmt zu sein.

Vor diesem Hintergrund haben die deutschen Bundesländer reagiert und Arbeitsgruppen bei den Landwirtschaftsministerien eingerichtet, um Strategien gegen eine Einschleppung und im Falle eines Ausbruchs, Bekämpfungs- maßnahmen zu entwickeln.

Problematisch ist die ASP aufgrund der Widerstandsfähigkeit des ASP Virus, welches in der Vergangenheit hauptsächlich in Afrika vorkam und dort auch nur in bestimmten Regionen mit Warzenschwein Beständen. Ausgehend von infizierten Lederzecken stecken sich die Warzenschweine an und das Virus breitet sich dann über Kadaver aus. Durch die Erfahrungen mit der Seuche aus den letzten Jahren im Balitkum, konnten mittelrweile wichtige neue Erkenntnisse hinsichtlich Biologie und Übertragung des Virus getroffen werden, die auch für die hiesigen präventiven Bekämpfungsstrategien von Bedeutung sind.

Das derzeit wichtigste Ziel ist die Verringerung des Schwarzwildbestandes mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Hier sind die Jäger ganz besonders gefragt und aufgefordert, die anstehenden Drückjagden und die Jagden an Maisschlägen zu nutzen, um vor allem Frischlinge zu bejagen. In der letzten (August) und der aktuellen Ausgabe des RWJ haben Dr. M. Petrak von der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung beim LANUV/NRW und Wildmeister Peter Market, die wesentlichen Grundsätze einer erfolgreichen Bejagung von Schwarzwild in unseren heimischen Revieren ausführlich beschrieben. Die Artikel sind hier im Download nachzulesen. Ebenso können Sie zu dem Thema unter Download 3 einen Artikel von Linda Dombrovska, einer ehemaligen Mitarbeiterin des Lettischen Agrarministeriums lesen, erschienen in der Zeitschrift JÄGER. ( Download 1 ; Download 2 ; Download 3)