Die Afrikanische Schweinepest in Belgien

Ausbruch der ASP in Belgien - Was ist jetzt zu tun?

Vor einigen Tagen ist die afrikanische Schweinepest zum ersten Mal in einem westeuropäischen Land, in Belgien nahe Etalle in der Provinz Luxembourg, nachgewiesen worden. Die Nähe zu Deutschland stellt uns vor besondere, erhöhte Herausforderungen. Spätestens jetzt ist es dringend geboten, die Maßnahmen, die der Landesjagdverband schon seit Monaten fordert und zu denen auch Pläne vorgelegt wurden (u.a. Task-Force Papier), auch in die Tat umgesetzt werden.

Bache_in_Suhle

Zahlreiche Artikel sind in den vergangenen Monaten in den Publikationen der Landwirtschafts- und Jagdverbände veröffentlicht worden, die über das Wesen, die Erscheinungsformen und Verbreitung der ASP aufgeklärt und die entsprechenden Leserkreise sensibilisiert haben. Auch die Presse hat sich dem Thema angenommen, was die allgemeine Bedeutung der Problematik unterstreicht. Allgemein sind sich die Experten einig, daß der wirtschaftliche Schaden, den ein Ausbruch in Deutschland in der Folge mit sich bringen würde, enorm sein wird.

Der LJV hat daher schon vor Monaten über seine Verbandsgliederungen dazu aufgerufen, in den Kreisen Arbeitsgruppen und Runde Tische zu gründen, in denen die verschiedenen beteiligten Gruppen wie Veterinäramt, Untere Jagdbehörde, Polizei, Jäger, Landwirte usw. zusammenkommen um das gemeinsame Vorgehen zu besprechen. ( Task Force Papier )

Auf Initiative der Kreisjägerschaft ist ein solcher Runder Tisch hier im Kreis bereits eingerichtet worden. Nach dem Ausbruch in Belgien wird ein nächstes Treffen in den kommenden Tagen stattfinden.

 

Insbesondere Jäger und Landwirte sind gefordert, sich bereits jetzt im Vorfeld auf einen möglichen Ausbruch vorzubereiten.

 

Für die Jäger bedeutet das:

  - besondere Wachsamkeit in den Gebieten mit Schwarzwildvorkommen

  - Aufsuchen von verendetem SW

  - Nicht den oder die Kadaver berühren, sondern LIEGEN LASSEN und   die Behörden, namentlich das Veterinäramt in Heinsberg  benachrichtigen. Wichtig ist, die Hygiene einzuhalten! z.B. sollten Stiefel, die in der Umgebuung eines Fundes getragen wurden, nach dem Verlassen des Waldes mit geeigneten Mitteln desinfiziert werden. (Zu einer grümdlichen Desinfektion ist nicht jedes Mittel geeignet !)

  - Den Fund im TFK (Tier fund kataster) eingeben und so die Koordinaten festhalten. Das TFK muß man sich vorher herunterladen auf sein Handy, dann muß man sich registrieren lassen und kann dann damit arbeiten.

  - Jäger sollten Aufbrüche nicht im Wald entsorgen !

 

Für Landwirte bedeutet das:

  - vorhandene Hygiene Maßnahmen auf Effektivität kotrollieren und eventuell verbessern

  - gemeinsam mit Jägern die Bejagungsmöglichkeiten verbessern und ausbauen.

  - bei der kommenden Aussaat bereits jetzt an Bejagungsschneisen denken und solche entsprechend anlegen und mit speziellen Mischungen einsäen.

 

Zudem sollten Jäger JETZT schon mit den Landwirten in ihren Revieren Kontakt aufnehmen, um landwirtschafltiche Hilfsmaßnahmen, wie z.B. Transpotmittel zu besprechen, die eine gezielter Bejagung von SW verbessern könnten.

Nur wenn ALLE beteiligten Gruppen zusammenarbeiten kann wirkungsvolle Vorbeuge geleistet werden !