Stimmungsvolle Hubertusmesse in St. Aegidius

Ein herbstlich geschmückter Altarraum, in der Mitte vor dem Altar ein prächtiges Hirschgeweih. Schon die Ausschmückung des Kirchenraums wies die Kirchenbesucher auf eine besondere Messfeier hin.

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Stimmungsvolle Hubertusmesse in St. Aegidius
 

Ein herbstlich geschmückter Altarraum, in der Mitte vor dem Altar ein prächtiges Hirschgeweih. Schon die Ausschmückung des Kirchenraums wies die Kirchenbesucher auf eine besondere Messfeier hin.  Eingeladen hatte der Hegering Reckenberg-Wiedenbrück und der Einladung folgten viele Hegeringmitglieder mit ihren Angehörigen und Jäger/innen, aber auch viele Gläubige, die mit der Jagd direkt nichts zu tun haben. Alle genießen einfach die stimmungsvolle Atmosphäre, die der Jagdhörnerklang im Kirchenraum von St. Aegidius durch seine tolle Raumakustik vermittelt. Es wurde ein besonderer Gottesdienst. Gefeiert zur Erinnerung an den heiligen Hubertus von Lüttich, dem Schutzpatron der Jäger. Dem, der Sage nach, an einem Karfreitag auf der Jagd ein prächtiger weißer Hirsch mit einem Kreuz zwischen den Sprossen des Geweihs erschien und er bekehrt wurde. Nach der Erscheinung wandelte sich Hubertus vom „wilden Heiden“ zum christlich-gemäßigten Jäger. Er wurde Priester, später Bischof von Maastricht und Lüttich. Jägern gilt die Hirschlegende seither als Vorbild der Mäßigung und Ansporn zur waidgerechten Jagd gemäß der waidmännischen Losung: „Den Schöpfer im Geschöpfe ehren“.

Die Jagdhornbläser des Bläserkorps „Hubertus Wiedenbrück“ unter der Leitung von Hubertus Lüning umrahmten musikalisch den Gottesdienst, Pastor Olaf Loer leitete die geistliche Stunde. Mit dem Introitus, der Eingangshymne, und der Begrüßung eröffneten die Jagdhornbläser den Gottesdienst. Die Stücke passten perfekt zur melancholischen Herbststimmung und vermittelten den Gottesdienstteilnehmern Werte wie Dank, Demut und Respekt vor Gottes Schöpfung. Ulrich Bultmann, Hegeringleiter des Hegering Reckenberg-Wiedenbrück, bat in den Fürbitten um Anerkennung und Respekt für die Aufgabe der Jäger, die den heimischen Wildbestand nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaften und so den Artenreichtum sichern. Aufgeführt wurden neben konzertanter Jagdmusik Stücke aus der Jägermesse für Fürst-Pless- und Parforcehörner von Hermann Neuhaus wie dem Introitus, dem Gloria, der Jubelhymne und dem Sanctus, der Lobeshymne. Mit den Jagdhornsignalen „Großes Halali“, „Jagd vorbei - Halali“ und „Auf Wiedersehen“ beendete das mit 24 Bläsern/innen angetretene Korps einen stimmungsvollen Gottesdienst.