Bericht zur JHV 2022 der KJS

Unsere Mitgliederversammlung fand am 21.05.2022 in der Bürgerhalle in Mechernich Kommern statt. Musikalisch begleitet wurde diese durch Jagdhornbläser der Corps Mechernich-Zülpich, Bad Münstereifel und Schleiden unter Leitung von Andreas Blomenkamp.

Der Vorsitzende Bodo Weranek begrüßte 96 Mitglieder und Ehrengäste, u.a. Bürgermeister der Stadt Mechernich, Dr. Hans-Peter Schick, Landrat Markus Ramers, MdB Detlef Seif, MdL Dr. Ralf Nolten und unseren Ehrenvorsitzenden Rudi Mießeler.

Vom Präsidium des LJV war Präsidentin Nicole Heitzig anwesend, die mit besonders viel Applaus beehrt wurde, und Beisitzer Dr. Heiner Breickmann, Vertreter der KJS RegBez Köln.

Von den benachbarten KJS wurden begrüßt Herr Franz-Josef Kipshagen (Rhein-Erft), Herr Richard Hansen (KJS Düren) und von der KJS Aachen Frau Columbine Stuhlmann.

 

Nach der Begrüßung durch den 1.Vorsitzenden Bodo Weranek wurde eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder abgehalten. Die KJS wird ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Präsidentin bedankte sich für die Einladung und freute sich über die „volle Hütte“. In ihren Grußworten warnte Frau Heitzig u.a. davor, Maßnahmen zur Verhinderung eines ASP-Ausbruchs zurückzufahren. Die Thematik ASP sei bei weitem noch nicht durchgestanden Die Aufbrüche und Zerwirkabfälle des Schwarzwildes müssen ordnungsgemäß entsorgt werden, auch mit Unterstützung des Kreises durch Bereitstellung von zentralen Sammelpunkten. Im Kreis Soest wird dies erfolgreich praktiziert. NRW ist über die Wildtierseuchenvorsorge­gesellschaft gut vorbereitet, falls die Krise ausbrechen sollte.

Auf das Thema Wolf wollte sie nicht näher eingehen, da diesbezüglich Herr Dr. Jäcker und Herr Klar berichten.

Zur Thematik Wiederbewaldung: Förster und Wiederbewalder sollten unterstützt werden. Anzustreben sei ein zusammenarbeiten, Hand in Hand mit den Waldbauern, z.B. Anlage von Wildäsungsflächen etc. Allerdings sind wir Jäger keine Schädlingsbekämpfer!

Die neue Hundeverordnung verbietet, Stachelhalsbänder oder andere für die Hunde schmerzhafte Mittel anzuwenden. Der Jagdgebrauchshundeverband sei dabei, die Regelung entsprechend auszuarbeiten.

Mit einem Danke und Waidmannsheil an die Jagdhornbläser und alle Anwesenden beendete sie bei viel Applaus ihren Bericht aus dem LJV-Präsidium.

Seine Grußworte richtete der Bürgermeister der Stadt Mechernich, Dr. Hans-Peter Schick, an die Jäger und lobte die guten Dienste bei der ASP-Seuchenprävention. MdB Detlef Seif betonte, dass das Thema Wolf sehr interessant sei und Konfliktpotential bietet.

Landrat Markus Ramers begrüßte alle Anwesenden und verwies auf die Herkunft der Jagd, welche aus den Ursprüngen der Menschheit kommt. Aus der Nahrungssuche und Ernährung. Auch heute sei die Jagd nach wie vor unverzichtbar. Herr Landrat wünscht eine gute Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde und mit dem Veterinäramt und verwies auf die Bedrohung eines ASP-Ausbruchs.

Er freute sich, dass die Jägerschaft vielgliedriger geworden sei. Der Anteil der weiblichen und jüngeren Jäger sei angestiegen.

Dr. Walter Jäcker und Gregor Klar vom LJV NRW berichteten über den Wolf in NRW und trugen ausführlich über die Erkennungsmerkmale, Verhaltensweisen, Monitoring, Verbreitungsgebiete des Wolfes vor. Ferner referierten sie über den Schutzstatus und die Problematik bei der gesetzlich konformen Vorgehensweise bei verletzten Wölfen (z.B. bei einem Verkehrsunfall) und die Auswirkungen bei Wolfspräsenz im Revier.

Nachdem sich Herr Lothar Willems, Polizist und Jäger, vorgestellt hatte, berichtete er über die Häufigkeit von Straftatenanzeigen im Kreis Euskirchen und gab praxisnahe Verhaltensratschläge für Jäger bei Polizeikontrollen.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Bodo Weranek, erwähnte in seinem Jahresbericht, dass der für das Vereinsgebäude „Haus Waidblick“ gestellte Antrag für die Nutzungsänderung positiv abgeschlossen ist. Die Zulassung zur Durchführung von Fangjagd-Lehrgängen wurde vom Ministerium der KJS erteilt. Für 2022 ist der erste Lehrgang geplant.

Geschäftsführerin Angela Schmitz bedankte sich für die rege Beteiligung bei der diesjährigen JHV und berichtete über die am 26.03.2022 durchgeführte Abnahme des Bläserhutabzeichens im „Haus Waidblick“.

Die KJS hat in einer ersten Gemeinschaftsaktion mit NABU-Euskirchen auf einer ca. 4 ha großen Fläche im Revier „Wollenberg-Zingscheid“ einen Knotengeflechtzaun entfernt. Die Fläche sei nun wieder für das Wild zugänglich. Allen Helfern, die vor Ort waren, wurde nochmals für ihren Einsatz gedankt.

Der Fa. Frankonia und der Fa. Dörr wurden Dankesschreiben für die großzügigen Sachspenden für Flutopfer übermittelt.

Der Kassenbericht wurde vom Schatzmeister Johannes Klefisch vorgetragen. Nach dem Bericht der Kassenprüfer, vertreten durch Dirk Hoffmann, wurde der Jahresabschluss genehmigt und der Vorstand entlastet.

Der Vorsitzende beglückwünschte Otto Hütte aus Zülpich. Er ist seit 50 Jahren Jagdausübungsberechtigter im Revier Lüssem.

Mit dem Schlusswort des 1. Vorsitzenden endete die diesjährige Mitgliederversammlung der KJS Euskirchen.