Kreisjägerschaft Essen auf Einladung des WDR bei | Hier und heute | 29.11.2017

Am 12. Oktober 2017 begann in der Kreisjägerschaft Essen ein zweiter Bläserlehrgang mit 27 Teilnehmern zur Erlernung des Jagdhornblasens. Sowohl die WAZ, als auch der WDR Essen berichteten hierüber. Darauf hin fragte uns die Redaktion des WDR Köln, ob wir nicht in einer Sendung von "Hier und heute" erklären könnten, warum im Zeitalter von Handy und Internet überhaupt noch Jagdhörner notwendig seien. Dieser Einladung folgten sieben Bläserinnen und Bläser des Jagdhornbläserkorps "Leo Fehrenberg" der Kreisjägerschaft Essen gerne. 

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Jagdhorn als Musikinstrument

Gesprächspartner der WDR Sendung

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Frank Düppenbecker

Frank Düppenbecker stammt zwar aus einem Jägerhaus, aber ihn interessierte vor allem die Musik. Schon im Alter von sechs Jahren lernte er das Jagdhorn zu blasen und spielte im Korps der Kettwiger Jaghornbläser mit. Nach seinem Musikstudium mit dem Abschluss als "Master of Music" spielt er in verschiedenen Orchestern und gibt Solokonzerte. Auch sitzt er bei Wettbewerben häufig in der Jury. Er ist musikalischer Leiter des Jagdhornbläserkorps der Kreisjägerschaft Essen, in dem über 20 Bläserinnen und Bläser aktiv mitwirken.
​Frank ist für die Ausbildung im Bläserlehrgang verantwortlich und erklärt der Moderatorin, Eva Assmann, in der Sendung "Hier und heute" wie man einem Jagdhorn erste Töne entlockt und wie man dabei richtig atmet.

 

 

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Jürgen Heck lebte als Kind am Teutoburger Wald. Er liebt Tiere, doch er ist überzeugt: Ohne die Jagd kann das Verhältnis zwischen Schaden und Nutzen für Wald und Flur nicht ausgewogen sein. Bereits seit über 50 Jahren engagiert er sich daher als Jäger in der Kreisjägerschaft Essen. Mehr als 30 Jahre leitete er das Jagdhornbläserkorps "Leo Fehrenberg" und bildete den Nachwuchs aus. 
Große Drückjagden, an denen oft mehr als 100 Jäger und Treiber mit ihren Hunden teilnehmen, werden auch heute noch mit Jagdhörnern geleitet.

Dafür gibt es sogenannte Jagdleitsignale mit denen das Zusammenwirken über große Entfernungen gelenkt werden kann. Das gilt besonders auch dann, wenn in entlegenen Gegenden kein Handyempfang gegeben ist.

Der Bestand des Schwarzwildes kann ohne Jagd nicht auf gleichem Niveau gehalten werden.

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Im Frühjahr setzt die Bache 4 - 8 Frischlinge

Unsere Kulturlandschaft ist ein idealer Lebensraum, der auch großen Wildtieren insbesondere Wildschweinen die Möglichkeit gibt, sich wie in einem Schlaraffenland optimal zu vermehren. Die natürliche Auslese durch die früher vorhandenen tierischen Feinde wie Bär, Wolf oder Luchs aber auch die Dezimierung des Nachwuchses durch die in den letzten Jahrhunderten viel härteren Winter ist durch den Klimawandel fast entfallen. Geblieben ist jedoch die hohe Vermehrungsrate mit der eine Wildart auf die oben genannten Risiken reagiert.

Angestrebt wird eine Wilddichte des Schwarzwildes von nicht mehr als 2 Wildschweinen auf 100 ha. So leben zum Beispiel in einem mittelgroßen Jagdrevier von 500 ha 10 Wildschweine. Davon könnten 5 Stück Bachen sein, von denen je 4 -  8 Junge geboren werden. Das sind also etwa 30 Frischlinge.  Allein dadurch vervierfacht sich der Bestand auf 40 Wildschweine in nur einem Jahr,

Aber auch die üppige Ernährung durch die veränderte Bewirtschaftungsform mit einer enormen Expansion im Energiepflanzenanbau trägt ihr Übriges zur Ausbreitrung der Bestände bei. So kommt es dazu, dass sogar im Frühjahr geborene Frischlinge  bereits im Geburtsjahr selbst Junge bekommen. Das gab es früher in dem Ausmaß nicht.
Zudem gab es früher nur etwa alle 4 Jahre sogenannte "Mastjahre", in denen Buchen, Eichen etc. besonders viele Früchte abwerfen und so die Nahrungsquelle für die kargen Wintermonate bilden und dem Nachwuchs das Überleben sichern. Heute, in der Zeit des Klimawandels, gibt es fast nur noch Mastjahre mit der Folge der rasanten Vermehrung des Schwarzwildes.

 

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Wildschwein-Bache mit Frischling

Das Wildschwein gilt als eines der intelligentesten wild lebenden Tiere Mitteleuropas. Das Schwarzwild ist ein "Allesfresser". Es besitzt eine Gallenblase und gehört nicht zu den Wiederkäuern. Das Höchstalter liegt bei 10 - 15 Jahren. Das Gewicht erwachsener Stücke schwankt je nach Region 

  • ​weiblich   65 -  90 kg
  • männlich 85 - 150 kg.

Weibliche Wildschweine, Bachen, tragen ihre Jungen 3 Monate, 3 Wochen, 3 Tage und bauen zur Geburt ein Nest aus Reisig, das man Wurfkessel nennt.

Zur Eindämmung der Schweinepest, eine tödlich verlaufende Virauserkrankung, die die bäuerlichen Hausschweinbestände bedroht, ist eine intensive Bejagung erforderlich.

Jahresstrecke In Deutschland:

2014/15      520.623 Stück

2015/16      610.631 Stück, also 90.000 Stück mehr als im Vorjahr!

 


Zum Film der WDR  Sendung am
  29. November 2017 im
​  WDR Köln:
​ 
Klicken sie einfach das Bild an

Ein Jäger (von hinten) mit Rucksack und Gewehr geht mit Hund durch den Wald.

 





 

 

 

 

 


Hier folgt eine kleine Bildergalerie aus der Kreisjägerschaft Essen und deren Öffentlichkeitsarbeit 

Die Kreisjägerschaft Essen hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, über die Natur und deren Schutz aufzuklären. Das versuchen die Jäger über Ausstellungen und Führungen, zu denen sie Schulklassen und Kindergartengruppen einladen und durch das „Haus des Waldes“ führen – ihr Vereinshaus im Essener Grugapark. Die „Rollende Waldschule“ bringt zudem die Natur direkt zu den Kindern.

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