Fette Beute !

Wurstseminar auf dem Heißener Hof

 

„Um die Wurscht“ ging es beim Seminar, dass Metzgermeister Johann Steineshoff für die Essener Jägerinnen durchführte.

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Anfang Februar trafen sich (für einen Sonntag) in aller Frühe um 8.00 Uhr 17 Jägerinnen und ein Jäger in Mülheim. In seiner Wurstküche hatte Johann Steineshoff schon alles für die Herstellung von Brat-, Mett- und Leberwurst, Salami und Schinken vorbereitet.

 

So ging es schnell an die Arbeit. Wildschwein und Rotwild lagen bereit. Die grobe Arbeit erledigte der Fleischwolf, das Durchmischen von Fleisch und Gewürzen ging per Hand. Besonderes Feingefühl war beim Befüllen der Därme gefragt. Gar nicht so einfach! Manch ein Darm platzte auf und seine Füllung wanderte wieder zurück in die Füllmaschine. Dabei lernten die Jägerinnen auch, dass Därme in „Kaliber“ gemessen werden, und dass das Kaliber „28/30 Schwein“ ideal für die Mettwurst ist. Weitere Geheimnisse verriet Johann Steineshoff: Senf verfeinert den Geschmack der Mettwurst, ein Löffel Honig passt in die Leberwurst und Schinken verliert durch das Räuchern rund 30 Prozent seines Ursprungsgewichtes.

 

Alle Wurstsorten, die beim Profi hergestellt wurden, können auch in der heimischen Küche mit wenig technischem Aufwand (Fleischwolf genügt) realisiert werden. Die Leberwurst wird in Gläser gefüllt, die Bratwurst in Därme. Lediglich für Mettwurst, Salami und Schinken braucht man für das „Finish“ einen Räucherschrank und genügend Zeit.

 

Zum Mittagessen gab es wunderbare Kostproben aus der Landfleischerei und danach ein gut gefülltes Wurstpaket u. a. mit der am Vormittag hergestellten Bratwurst und Leberwurst. Anleitung und Rezepte waren sehr praxisnah, außerdem gab es jede Menge Tipps von Johann Steineshoff. So wird die eine oder andere Jägerin sicherlich in der kommenden Jagdsaison noch einmal auf das Thema „Wurst“ zurückkommen.