Hubertusmessen im Ennepe-Ruhr-Kreis

Wie die Martinszüge, so gehören auch die stimmungsvollen Hubertusmessen zum Jahreskalender im November. Sie reihen sich ein in die stillen Feiertage im November und läuten die dunkle Jahreszeit ein. Im Spätherbst, mitten in der Drückjagdsaison, geben Sie uns Jägern und allen Gläubigen die Möglichkeit, sich auf die Vergänglichkeit des Lebens und die Dankbarkeit für die Natur und das älteste Handwerk der Menschheitsgeschichte zu besinnen. 

 

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Freiluftmesse in Wetter-Wengern

Auch im Ennepe-Ruhr-Kreis haben zwei Hegeringe mit Hubertusmessen den Hubertustag am 09.11. nachträglich begangen. In Wetter-Wengern fand bereits zum fünften Mal in Folge eine Freiluftmesse mit Pfarrer Reinhard Edeler statt. Gemeinsam mit dem Lions-Club Witten-Mark hat die Jägerschaft Witten mit der rollenden Waldschule und dem Bläserkorps der Jägerschaft Witten verstärkt durch Bläser aus Wuppertal, Falknern und Hundeleuten wieder einen stimmungsvollen Nachmittag und Abend an der Wengerner Mühle organisiert. 

 

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In Haßlinghausen fand erstmals in Kooperation des Hegerings Haßlinghausen mit den DPSG Pfadfindern St. Josef und dem Bläserkorps Buschmannshof aus Hattingen eine Hubertusmesse in der Kirche St. Josef Haßlinghausen statt. Begleitet durch Falkner, Hundeleute und eine Fahnenabordnung der Akademischen Jagdverbindung Hubertia Ruhr zu Bochum fand anschließend vor der Kirche eine Tiersegnung durch Pfarrer Holger Schmitz statt. 


Hubertusmesse in der Kirche St. Josef Haßlinghausen

Jeweils mehr als 200 Gläubige und Besucher sorgten für eine lebendige Traditionspflege im Ennepe-Ruhr-Kreis. 

 

Hintergrund: 
Am Hubertustag, dem 03. November gedenken wir Jäger unseres Schutzheiligen Sankt Hubertus, der als Begründer der nachhaltigen und waidgerechten Jagd angesehen wird, an dem sich alle Jägerinnen und Jäger ein Beispiel nehmen sollen. Der Heilige Hubertus, Bischof von Maastricht und Lüttich gilt als Schutzheiliger der Jäger, Hunde, Schützen, Büchsenmacher, Natur und Umwelt und lebte als Pfalzgraf von Burgund von 655-727 nach n. Chr.

 

Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein zügelloser Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Weder christliche Feiertage noch ethische Grundsätze hinderten den Jäger, seiner Leidenschaft hemmungslos nachzugehen. Nachdem seine Frau gestorben war, ging er als Einsiedler in die Wälder der Ardennen, um dort über seine Trauer hinwegzukommen und ernährte sich ausschließlich durch die Jagd. 

 

Eine Begegnung mit einem Hirsch, der ein leuchtendes Kreuz zwischen seinen Geweihstangen trug, bekehrte ihn und ließ ihn erkennen, dass die Jagd nicht allein dem Selbstzweck dient, sondern ein Dienst an der Natur mit weitreichender Verantwortung ist. Diese „Achtung vor dem Geschöpf“ ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Hubertus wurde später Bischof von Maastricht und Lüttich und wurde 743 heilig gesprochen.