Jagd ist Naturschutz

Naturschutz ist eine gesellschaftliche Herausforderung und Aufgabe, die alle Maßnahmen umfasst, um einerseits wildlebende Tier und Pflanzen zu erhalten und andererseits dazu dient die Landschaft in ihrer Natürlichkeit und Strukturiertheit zu erhalten.


In dichtbesiedelten Großstädten wie Herne ist deshalb bei begrenzten Möglichkeiten im Rahmen des naturschutzfachlichen Flächenmanagement die Umsetzung von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt von besonderer Relevanz (siehe Maßnahmen im Naturschutz).


Eine intakte und artenreiche Natur ist deshalb das Ziel der Naturschutzarbeit.

Praktizierter Naturschutz von Jagd und Veltins

Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung verlängert Kooperation mit Brauerei
Die Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung Nordrhein-Westfalen und die Brauerei C. & A. Veltins haben ihre seit 1990 bestehende Kooperationsvereinbarung erneut um weitere fünf Jahre bis 2015 vertraglich verlängert. Veltins unterstützt die Stiftung des Landesjagdverbandes mit jährlich 26.000 Euro. Sie dient dem Schutz und der Hege der freilebenden Tierwelt und der Sicherung ihrer Lebensgrundlagen unter Wahrung der Landeskultur. Außerdem kümmert sich die Wildtier- und Biotopschutzstiftung NRW um die Bildung und Erziehung durch Wissensvermittlung insbesondere im Natur- und Landschaftsschutz und durch die Unterstützung des „Lernorts Natur“.


Jägerpräsident Jochen Borchert würdigte als Vorsitzender der Stiftung das Engagement von Veltins als „praktizierten Naturschutz“. Auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten seien engagierte Unternehmer bereit, Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt zu übernehmen. Die Leistungen und Erfolge der Jagd im Umweltschutz und in der Umweltbildung seien möglich, weil sich neben Veltins viele Mitglieder des Landesjagdverbandes ehrenamtlich und unterstützend den Projekten der Stiftung zur Verfügung gestellt haben – „und zwar mit geschicktem und dauerhaftem Einsatz, mit viel Freude und Begeisterungsfähigkeit und nicht zuletzt auch mit weiteren finanziellen Mitteln“, sagte Borchert bei der Verlängerung der Vereinbarung am Dienstag (2. Februar) auf der Messe Jagd & Hund in Dortmund.


Niemand wende freiwillig und aus eigenen Mitteln mehr für den Naturschutz auf als die Jäger. Viele Jäger bemühen sich seit Jahren erfolgreich darum, die Natur einer breiten Öffentlichkeit und vor allem auch der Jugend näher zu bringen. Die Aktion „Lernort Natur“ soll vor allem Kinder und Jugendliche dazu einladen, sich mit den heimischen Tieren und deren Lebensräumen zu beschäftigen. Die Jäger öffnen dazu ihre Reviere und bieten in der Natur die Möglichkeit, Reiz und Zauber der Heimat zu entdecken und das Verantwortungsgefühl für Tiere und Pflanzen zu steigern.


Gerade in NRW kann man die Natur aber nicht überall in ihrer Vielfalt entdecken. Vor allem in den großstädtischen Ballungsräumen mangelt es an Möglichkeiten. Deshalb haben der Landesjagdverband und seine 52 Kreisjägerschaften die „rollenden Waldschulen“ geschaffen, um Schulen im naturkundlichen Unterricht zu unterstützen. Außerdem gibt es Material, das im Unterricht verschiedener Altersstufen eingesetzt werden kann.


Mehr als 40 Fahrzeuge stehen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung, um die Natur in die Schule zu bringen. Eine ganze Sammlung von Präparaten heimischer Wildarten macht das Begreifen der Natur ganz einfach. Mehr als 1.000 Jägerinnen und Jäger haben sich in Sachen Naturerlebnis pädagogisch schulen lassen, um Kindern und Jugendlichen nachhaltige Naturerlebnisse zu vermitteln. Seit 1990 sind mehr als eine Million Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen in der rollenden Waldschule gewesen.


Das Engagement dient nicht nur dem jagdbaren Wild, sondern kommt allen wildlebenden Tieren und ihren Lebensräumen zugute. Die Verantwortung und der öffentliche Auftrag beim Naturschutz und bei der Umweltbildung sind 2009 beim Gesetz zur Abschaffung der Jagdsteuer in Nordrhein-Westfalen vom Landesgesetzgeber noch einmal unterstrichen und in Vereinbarungen dokumentiert worden.

Jägerschaft fördert Biotopverbesserung an der Gesamtschule Mont-Cenis mit Mitteln des Landesjagdverbandes NRW

Nach gut zweijähriger Vorbereitung wurde vor wenigen Tagen das neue, große Insektenhotel sowie eine Steinschüttung zur Verbesserung des Lebensraums für Reptilien offiziell der Gesamtschule Mont-Cenis übergeben, was Schülerinnen, Schüler, Lehrer, die Mitarbeiter der WfB und die Herner Jägerschaft freut.

 

“Vor allem die Kooperation mit der WfB (Werkstatt für Behinderte), dem NABU, Jägern und Schule war eine hervorragende Leistung.” Sagt Evelyn Piasecki, Obfrau der Kreisjägerschaft für Naturschutz und Lernort Natur, die in Begleitung von Bernhard Bruns (Vorsitzender der KJS) und Georg Tölle (Leiter des Hegerings Herne) kam, um diese gelungene Biotopmaßnahme nach Abschluss der Baumaßnahmen in die Obhut der Schule zu übergeben. “Es ist bekannt, dass die Kreisjägerschaft seit vielen Jahren viele Projekte an Herner Schulen über Mittel des Landesjagdverbandes NRW unterstützen kann und dies immer wieder gerne tut, wenn es um Naturschutzprojekte, wie Biotopverbesserungen u. a. geht. Das entlastet z. B. die Schulen sehr, da sie die Kosten für derartige Projekte nur zu einem Drittel selbst tragen, zwei Drittel der Kosten werden durch die Jäger bzw. durch den LJV NRW erstattet.

In diesem Fall baute Die WfB, unter der Leitung von Knut Hammer (Tischlermeister der WfB) baute in enger Abstimmung mit NABU und den Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen einer AG im Biologieunterricht bei ihrer Lehrerin Maria Schwakenberg mit Feuereifer das Projekt zur Verbesserung des Biotops im Bereich des Schulgartens mit entwickelten. “Das war eine tolle Sache, dass wir hier dieses besonders große Insektenhotel bauen konnten und unsere Mitarbeiter Björn Brauer, Günther Ciesla und André Hesser sind zu Recht besonders stolz auf ihre geleistete Arbeit.” Ergänzt Knut Hammer mit einem strahlendem Lächeln.

“Nun wird es spannend, welche Insekten und Reptilien die Schülerinnen und Schüler demnächst zusätzlich entdecken werden, so Joachim Lilei, Didaktischer Leiter der Gesamtschule.


Auf dem Foto von li.: nach re.: Björn Brauer (WfB), Knut Hamer (Tischlermeister WfB), Günther Ciesla und André Hesser (WfB) Schüler der Gesamtschule Mont-Cenis, sowie Evelyn Piasecki (Obfrau der KJS für Naturschutz und Lernort Natur) Georg Tölle (Leiter Hegering Herne), KJS-Vorsitzender Bernhard Bruns, Joachim Lilei (Didaktischer Leiter der Gesamtschule) sowie Maria Schwakenberg (Biologie und AG-Leitung)

Schule der Zukunft 2015

Schulministerin Sylvia Löhrmann zeichnet 13 Schulen aus Bochum und Herne als „Schule der Zukunft“aus.

 

Die Realschule an der Burg hat sich von 2012 bis 2015 erfolgreich an der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ beteiligt. Das erste Projekt „Planung eines Schulteiches“ wurde 2012 von der Obfrau für Naturschutz, Evelyn Piasecki, Kreisgruppe Emschergau, zusammen mit der Lehrerschaft abgestimmt.

 

Besonders Wert wurde auf die ökologischen Komponenten wie z.B.  Zonierung des Gewässerkörpers sowie der  geeigneten Pflanzenauswahl gelegt. Gefördert wurde die Maßnahme vom Landesjagdverband NRW.

 

Im Rahmen des Schulfestes wurde die Maßnahme unter Mitwirkung des Kreisvorstandes, Herrn Bernd Bruns sowie den Vorständen der Hegeringe Wanne-Eickel, Herrn Dr. W.-R. Scholz und Herne, Herrn G. Tölle, der Presse vorgestellt.

 

Ziel der Kampagne ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Alltag von Schulen, Kindertagesstätten und ihren außerschulischen Partnern zu tragen.  Damit können sich die Schulen künftig in der Öffentlichkeit als Schule der Zukunft“ und die Mitglieder des Netzwerkes als „Netzwerk der Zukunft“ präsentieren. 

 

Am 25. Februar  2015 wurde  die Realschule an der Burg für ihr Engagement als „Schule der Zukunft“ von der Schulministerin Sylvia Löhrmann ausgezeichnet. Zur Auszeichnungsfeier in Bochum war die  Kreisgruppe Emschergau  als Gründungsmitglied  des Projekts „Schulgarten“ eingeladen und wurde vertreten von der Obfrau für Naturschutz Evelyn Piasecki und dem Obmann für den Lernort Natur Malte Lütjens.

Baumschnitt 2014

Jäger, Biologische Station und Stadt Herne setzen ihr erstes gemeinsames Projekt um

 

Vor wenigen Tagen war es soweit. Die Bäume der Streuobstwiese “Hunbergstraße” in Herne erhielten einen fach- und sachgerechten “Erziehungsschnitt”, wie es in der Fachsprache heißt, damit die Obstbäume angeregt werden, wieder reichlich zu blühen und auch entsprechend üppig Früchte tragen können.

 

n den frühen Morgenstunden trafen sich Evelyn Piasecki (Obfrau der Kreisjäger für Naturschutz und Lernort Natur), Stefan Welzel, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Biologischen Station, Martin Pawlicki (Fachbereich Stadtgrün, zuständig für die Landschaftspflege im Offenland-Bereich und Wald), sowie Wilhelm Tölle, stellvertretender Vorsitzender der KJS und Klaus Schmidt Eigentümer des Fachbetriebes “Garten & Gehölzservice” ( mit seinen Mitarbeitern, um den Zustand der Bäume erneut in Augenschein zu nehmen und dann fachgerecht zu beschneiden. Die Jäger beauftragten den Fachbetrieb von Klaus Schmidt mit der Pflege der Obstbäume auf der 7.000 Quadratmeter großen Wiese auf der ausschließlich alte Obstbaumsorten zu sehen sind, wie z. B. die Kirsche “Regina”, “die große Prinzessin” oder die Apfelsorten “Jakob Lebel und “Geheimrat Oldenburg”. Diese Baumarten sind widerstandsfähiger und bieten auf den Wiesen einen sehr guten Lebensraum für Wildbienen, aber auch andere Insekten, Amphibien und auch Nahrung für die heimische Vogelwelt.

 

“Aufgrund der knappen finanziellen Ressourcen begrüßen wir die Unterstützung der Herner Jägerschaft, denn es ist wichtig, dass die Bäume fachgerecht beschnitten werden, denn nur bei optimaler Pflege können sich die Bäume optimal entfalten.” So Martin Pawlicki und Stefan Welzel.

 

Die Stadt Herne ist Eigentümerin der Streuobstwiese, doch wie erwähnt, ist es schwierig die regelmäßige fachliche Pflegemaßnahmen durchzuführen. Die Biologische Station führt das Monitoring aus, heißt,  begutachtet die entsprechenden Gebiete, stellt u. a. auch Schäden z. B. an Pflanzen und Bäumen fest und stellt ebenfalls fest, ob und welche Pflegemaßnahmen, wie z. B. auf dieser Streuobstwiese erforderlich sind.

 

Erst im Oktober letzten Jahres fand auf Anregung von Eveyln Piasecki das erste Treffen der Jäger mit der Biologischen Station statt, denn beide Organisationen setzen sich nachhaltig auf verschiedenen Ebenen für Fauna und Flora in unserer Stadt ein und sind im Umweltschutz aktiv. So wurde gerade dieses Projekt angestoßen und weitere Kooperationen sind geplant.