Wildbret-Vermarktung

Wildbretvermarktung - Nicht nur was für Jäger

Warum ist Putenbrust bei unseren Hausfrauen so begehrt und unser feines Wildfleisch so verschmäht? Woran liegt es, dass sich einige Jäger mit der Vermarktung des Wildes etwas schwer tun? Zum Teil wird Wild (zum Beispiel Wildschwein) in manchen Gegenden, in denen die Schwarzwildbestände explosionsartig gewachsen sind, sogar zu Dumping-Preisen verschleudert. Das hat unser Wild – dieses hochwertige Produkt aus der Natur – nicht verdient.
Beobachten Sie einmal die Hausfrauen im Supermarkt, zu welchen Produkten sie greifen. Immer häufiger werden verpackte Fleischwaren oder eingeschweißte, servierfertig gewürzte Sonntagsbraten gekauft. Die Verpackung dieser Produkte ist meistens ansprechend, der Inhalt mit Gewicht, Haltbarkeitsdatum genau beschriftet und teilweise sogar mit Rezeptvorschlägen versehen.
Viele stellen sich die Herstellung eines Wildgerichtes sehr schwierig vor und wissen oft auch nicht, woher sie Wildbret beziehen können. Also wenn schon Wild, dann doch ganz einfach „argentinische Filets vom Pampahasen“ oder Hirsch- oder Wildschweingulasch, wer weiß woher. An diese Produkte trauen sich die Käufer im Supermarkt gerade noch ran. Aber dieses Fleisch hält einem Vergleich mit dem Wild aus heimischen Revieren in keiner Weise stand.
Die meisten Jäger freuen sich, wenn sie das Wild gleich in der Decke verkaufen können. Die Einnahmen daraus sind nicht sehr hoch, wenn man bedenkt, wie kostenintensiv die Revierhege und -pflege ist. Mit guter Vermarktung des Wildbrets lassen sich die Einnahmen für die Jagdkasse verbessern und der Jäger kann somit mehr in Natur und Wildhege und -pflege investieren.


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