"Fellwechsel" + Fellshop im Kreis Düren

Sammeln von erlegtem Raubwild für die neue Fellwechsel Vertriebs GmbH geht weiter:



 
Dortmund, 18. Dezember 2020 (LJV NRW). Die vom Deutschen Jagdverband und dem Landesjagdverband Baden-Württemberg ins Leben gerufene Fellwechsel GmbH hat ihr operatives Geschäft größtenteils an die neu gegründete Fellwechsel Vertrieb GmbH mit Sitz in Schleswig-Holstein übertragen. Dies wurde aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation notwendig. Auslöser sind Umsatzeinbrüche durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 „Ziel ist es, die Krise zu überstehen und dieses international einmalige Projekt zur Nutzung nachhaltiger Ressourcen nicht sterben zu lassen. Wir bedanken uns bei allen, die Sammelstellen betreiben, die uns finanziell unterstützen und die uns trotz aller Schwierigkeiten treu geblieben sind“, so Fellwechsel-Geschäftsführer Andreas Leppmann.
Einige Landesjagdverbände, so auch der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen, haben sich bereiterklärt, die Logistik zwischen Sammelstellen und Fellwechsel Vertrieb GmbH sicherzustellen. Für NRW wird diese Aufgabe ab sofort von der Fellwechsel Vertrieb GmbH direkt übernommen. Alle Änderungen zur neuen Saison und die jeweiligen Ansprechpartner sind in einer NRW-Sammelstelleninfo den Sammelstellen direkt mitgeteilt worden.

 


„Fellwechsel“ jetzt auch wieder in der Kreisjägerschaft Düren

 

Praktische Hinweise zum Fellshop

 

Zeitraum und Wildarten:

Es ist weiterhin möglich, Ihr erlegtes Raubwild zur weiteren Verwertung, an uns abzugeben. Das gilt für Dachs, Fuchs, Waschbär, Marderhund, Stein- und Baumarder, Iltis, Mink und Bisam sofern sie im Zeitraum zwischen 15. November und 15. Februar erlegt wurden und ohne Verzögerungen markiert und in dafür vorgesehene Klarsichtplastikbeutel eingefroren werden. Leider können wir derzeit keine Nutria annehmen. Bei der aus Südamerika stammenden Nutria liegt die optimale Fellreife nicht im Zeitraum des für die nördliche Hemisphäre üblichen Winters. Daher war der größte Teil der in der Vergangenheit an uns gelieferten Nutria nicht verwertbar. Wir arbeiten an einem Konzept für die Zukunft zur Verwertung der Nutria. Doch das können wir erst ausgestalten, wenn alles andere reibungslos läuft und sich die Fellwechselidee auf Dauer als nachhaltig erweist.

Gutschrift:

Als Jägerin oder Jäger möchten Sie selbstverständlich eine Aufwandsentschädigung für das sorgfältige Kennzeichnen der Tierkörper, das Verpacken, das Einfrieren und den Transport. Das ursprüngliche Konzept sah eine finanzielle Belohnung vor. Doch diese Vorgehensweise erwies sich in der Praxis als unrentabel und unpraktikabel. Beispielsweise waren die Kosten für Überweisung und Verwaltung höher als der zu überweisende Betrag.

Zukünftige Entlohnung:

Ohne Ihren Namen und ohne Ihre Adresse kommen wir auch in Zukunft nicht aus. Zum einen benötigen wir diese Daten für das Veterinäramt, wie im Rahmen des bisherigen Konzepts von Fellwechsel auch. Zudem sind Ihre Kontaktdaten wichtig für unser zukünftiges Belohnungssystem, ebenso für die lückenlose Nachverfolgung der Bälge, was unser Markenzeichen bleiben wird.

Wir werden ein Prämienprogramm etablieren, dass einen besseren Ansporn für Lieferungen bieten soll als bisher. Es wird eine Rangliste geben von an uns gelieferte Mengen und Qualitäten. Entsprechend dieser Rangliste vergeben wir wertvolle Preise, Als Prämien angedacht sind beispielsweise Jagdreisen, Gutscheine bei Jagdausstattern, Sachpreise aus dem Fellwechselsortiment. Um Lieferanten einzelner Tiere oder geringerer Mengen nicht zu benachteiligen, wird es zusätzlich eine Verlosung von wertvollen Preisen geben. Für Ideen oder Wünsche Ihrerseits hierzu sind wir dankbar. Bitte kontaktieren Sie uns.

Wir garantieren Ihnen, dass wir jedes Tier, das Sie an uns lieferten, wertschätzen – genauso wie Ihre Bereitschaft, das Projekt Fellwechsel mitzutragen. Jeden Balg werden wir optimal bearbeiten und verwerten.

Leider ist der Fellmarkt international gegenwärtig in einer der heftigsten Krise seiner Geschichte. Natürlich hoffen wir auf bessere Zeiten. Doch die Hoffnung allein bezahlt nichts. Das Abbalgen ist eine anspruchsvolle Arbeit, für die nicht jeder geeignet ist. Die Felle müssen entfettet und getrocknet werden, bevor sie in die Zurichtung gehen. Für die Lagerung braucht man geeignete Räume mit entsprechender Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Transporte sind ebenso wenig umsonst wie die genannten Arbeitsschritte und Lagerungsstätten.

Kennzeichnung:

Für die Kennzeichnung und Erfassung wurden bisher Herkunftsnachweise von Ihnen ausgefüllt. Diese wurden von außen am Plastiksack in einem kleinen Gefrierbeutel angebracht. Leider haben nicht alle die Vorgaben eingehalten –  Formulare gingen deshalb verloren, waren nicht mehr lesbar oder waren falsch ausgefüllt.

Wir vereinfachen den Vorgang ab jetzt: Sie füllen wie bisher den Herkunftsnachweis oder den Auftrag zur Balgbearbeitung aus, die Dokumente werden aber in der Sammelstelle in einem Ordner oder in einer Dokumententasche archiviert. Dadurch dienen die Zettel gleichzeitig als Transportdokument bei der Abholung.

Dazu muss allerdings das eingefrorene Tier Ihrem Papier zugeordnet werden können. Hierfür verwenden wir eine individuelle Kennzeichnung/ Marke. Diese Kennzeichnung/ Marke bringen Sie bitte selbst am Tier an, wenn Sie das Tier in der Sammelstelle abliefern. Die Nummer der Marke vermerken Sie auf dem Papierbogen zusammen mit Ihrem Namen und der Adresse.

Es gibt zwei Varianten von Papiervordrucken. Der eine ist die Auftragsarbeit zum Abbalgen und Gerben Ihres Tieres mit anschließender Rücklieferung an Sie. Dieser Vordruck ist auf grünem Papier. Die dazu gehörige Marke ist ebenfalls grün.

Der andere Vordruck auf gelben Papier ist der Herkunftsnachweis für die Erfassung von Tierkörpern zur Verwertung durch uns und für die Teilnahme an der Prämienausschüttung.

Beim Ausfüllen eines grünen Vordruckes kennzeichnen Sie das entsprechende Tier mit einer grünen Marke. Auf dieser Marke steht eine individuelle Nummer, die Sie in den grünen Vordruck eintragen.

Die Marke besteht aus einem briefmarkengroßen Schild und einem versiegelnden Verschlussband, in der Funktion ähnlich eines Kabelbinders. Dieses Verschlussband ziehen Sie bitte durch den Nasenknorpel (beide Nasenlöcher) des Tieres und verschließen dieses. Die Nummer wird dann auf dem Auftragsformular vermerkt und abgeheftet.

Sollte es ausnahmsweise nicht möglich sein das Verschlussband durch die Nase ziehen zu können, weil das Tier schon gefroren ist, dann ist das Verschlussband lang genug um es um den Hals des Tieres zu schließen. Dann kommt der Tierkörper in eine der ebenfalls in den Sammelstellen ausliegenden Plastiktüten. Diese Plastiktüten sind durchsichtig und stabil. So kann man von außen erkennen, welche Tierart eingefroren wurde und welche Farbe die Marke hat. So können wir Auftragsarbeiten bevorzugt bearbeiten und Sie erhalten dadurch ihr Fell schneller.

Beim Ausfüllen eines gelben Vordrucks gehen Sie im Prinzip genauso vor. Das entsprechende Tier für die Verwertung durch Fellwechsel Vertrieb GmbH wird dann durch eine gelbe Marke gekennzeichnet. Die stabilen, durchsichtigen Plastiktüten sind groß genug für einen Dachs, Fuchs oder Waschbären. Marder oder Iltisse können gerne zu dritt in eine Tüte. Die Tüten bitte sicher verschließen. Hierfür eignen sich Kabelbinder, die wir ebenfalls an die Sammelstellen liefern.

Verpackungsmaterial:

Aktuell haben wir für alle Sammelstellen in der kommenden Saison genügend Tüten, grüne und gelbe Marken, entsprechende Vordrucke und Kabelbinder auf Lager in Löptin. Die Herausforderung: Aus Datenschutzgründen haben wir derzeit keine Adressen der Sammelstellen.

Sammelpunkt im Kreis Düren in Jülich-Daubenrath, Kasterstraße 2

 

Ansprechpartner der Sammelstelle unter Tel. +491795069920

 

Alle  Informationen für Jäger gibt es auf der Fellwechselseite: www.fellwechsel.org