Jagdseminar und Mitbringparty - NACHLESE

Da haben wir aber noch mal Glück gehabt: nämlich mit dem Wetter.
Obwohl die Himmelsgötter eigentlich flüssige Sonne vorgeplant hatten, blieb's bei unserem kleinen Jagdseminar mit anschließender Mitbringparty hübsch trocken.
Ein sehr willkommener Kontrast zu den Vorträgen unsere beiden Dozenten Walter Schlöter und Jörg Harnisch, die aus den doch recht komplexen Themen Krähen- und Taubenbejagung einen ganz und gar nicht trockenen Ausflug in die Welt der Praxis machten: Mit viel Material zum Anschauen und Anfassen, massenweise unterschiedlichen Lockkrähen und -tauben, Krähenmagnet/-karussell, Tarnzelt und vielen Kleinigkeiten, die bei der Jagd aber einen gewaltigen Unterschied ausmachen.


Krähenexperte Walter Schlöter

Die beiden Dozenten beließen es nicht bei reiner Theorie, sondern gaben lebendige Einblicke in das, worauf es in der Praxis wirklich ankommt – von der richtigen Kleidung (es muss nicht immer teuer sein), dem vorschriftskonformen Einsatz von Hilfsmitteln (mechanisch, nicht elektrisch) und geeigneter Munition über unsinniges und sinnvolles Zubehör sowie jagdliche Praxis bis hin zu wertvollen Tipps zur Wahrnehmung von Jagdgelegenheiten.

Alles da, alles drin; und das sehr real.
Gerade bei der Krähen- und Taubenbejagung gibt es viele goldene Regeln und schier endloses Fehlerpotenzial.


Jörg Harnisch, Herr der Tauben

Walter Schlöter und Jörg Harnisch sorgten unterhaltsam und praxisnah für einen guten Start in diese schwierige, aber faszinierende Variante der Jagd, die obendrein noch äußerst sinnvoll für Mensch und Natur ist.
Bei dieser Gelegenheit gab auch Christian Roszyk sein Debüt – unser neuer Obmann für junge Jäger, der sich gleich auf Anhieb prächtig mit dem zweiten KJS-Vorsitzenden, Winfried Michels, verstand. Drücken wir den beiden die Daumen, dass es Ihnen gelingt, unserer KJS wieder ein bisschen mehr Leben einzuhauchen; und unterstützen wir sie ruhig ein bisschen dabei.


Winfried Michels und Christian Roszyk

Im Anschluss tappten wir im Hellen, als der Grill angeworfen wurde und ein gewisser Büchsenmacher aus Moers/Duisburg-Rheinhausen durch schamlosen Einsatz von Grillfackeln für reichlich Bodennebel und guten Geschmack sorgte.
Viel Gelächter und auch ernstere Themen, Jagdgeschichten, zahllose Tipps und Tricks rund um die Jagd, die nötige Hardware und aus dem Alltag machten die Runde, wenn nicht zwischendurch gefräßige Stille herrschte. Natürlich durften auch die neuesten Gerüchte und Sensatiönchen nicht fehlen.


Schon erstaunlich, was es so alles gibt......

Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Absackerkaffee in der Kemenate der Fliehburg, bevor es wieder auf den Heimweg ging.
Fast 10 Stunden ging's, die Zeit verging unglaublich schnell, ohne dass auch nur ein Fitzelchen Langeweile aufgekommen wäre.
Und wieder einmal hatten sich das relativ frühe Aufstehen und der Weg zur Fliehburg gelohnt.

Noch ein paar kühle Zahlen zum guten Schluss: An Spenden für die Jägerhunde kamen 210 Euro zusammen: Der Erlös durch acht Teilnehmer, zusätzlich 80 Euro von den Waidgenossen J. R. und V. S. sowie ein weiterer Zehner aus geheimer Quelle.

Danke!