Bezirksmeisterschaft 2019 aus Jungjägersicht

Die Jagdprüfung ist geschafft, der Stress halbwegs verdaut und vielleicht auch schon die erste Jagdgelegenheit in Sicht.

Man möchte so schnell wie möglich raus, das Erlernte live erfahren und seine Fähigkeiten ausbauen. Der Reiz, die neu hinzugewonnen Möglichkeiten zu nutzen, lässt einen von Wochenende zu Wochenende hangeln, um dann wieder seinem Hobby nachgehen zu können.

Man blättert in diesem Zuge auch mal die Seite der KJS durch, fahndet dort nach interessanten Angeboten für Jungjäger und liest eher beiläufig die Rubrik Schiesstermine.

Landes-,Bezirks- und Kreismeisterschaft, Keilercup. Worte, die Eindruck machen.

Wir haben dieses Jahr erstmals den Jungjägercup. Daher langsam anfangen, das Andere ist was für die alten Hasen, die Könner, die Cracks.

Wir starten erstmal in unseren Reihen und müssen uns dadurch zunächst mal für die höheren Ligen qualifizieren…Weit gefehlt.

Als der Anruf mit der Frage kam, ob ich Lust hätte, die Bezirksmeisterschaft mit zu schießen, war ich erstaunt. Kurzer Gedanke ein paar Wochen zurück, hatte ich da nicht gerade erst mit großer Nervosität und mehr oder weniger Mühe die Schießprüfung bestanden und jetzt direkt im Anschluss eine Meisterschaft?

Na ja, die Zweifel währten nicht lang, schließlich macht schießen Spaß und außer dem letzten Platz droht einem kein weiteres Übel, von daher „Jo, bin dabei“.

 

Die nächsten Zweifel bei der Frage nach den Disziplinen:

5 Schuss 100m Rehbock stehend angestrichen

5 Schuss 100m Überläufer stehend freihändig

5 Schuss 100m sitzender Fuchs liegend freihändig

5 Schuss 50m laufender Keiler stehend freihändig

15 Tauben Trap

15 Tauben Skeet

Heimatgefühle kamen da nur beim Keiler und beim Trap auf, das kennt man aber der Rest?

Also Youtube und erstmal gucken, wie das geht.

.22 Hornet ist das kleinste zugelassene Kaliber, gut dass der beste Kumpel eine passende Matchbüchse hat. Leihschein, mitnehmen, fertig.

 

Ab nach Datteln zum einschießen und „trainieren“. Leider nur einmal, mehr Zeit war nicht.

Veranstaltungsort der Bezirksmeisterschaft ist Öchtrinhausen bei Lippstadt, knapp eine Stunde Fahrt. Schöne Anlage, nette Menschen, alles gut organisiert.

 

Unsere Startzeit war neun Uhr direkt. Unsere? Ja, wir waren in der Lage als Mannschaft aufzutreten, weil sich mit David und Stefan zwei weitere Hoffnungsträger aus meinem Lehrgang der Herausforderung stellten. Mit Thomas war dann die Anforderung an die Mannschaftsgröße erfüllt und Björn T. stieß als weitere Verstärkung dazu.

Man ist also nicht allein, selbst wenn man persönlich nicht gut drauf ist, kann das Mannschaftsergebnis was rausreißen, das beruhigt!


Zunächst mal anmelden, Rückennummer und Schießkarte erhalten und dann geht´s los.
Büchse kam zuerst, man schießt seine Disziplinen normal durch, Trefferaufnahme macht die Aufsicht und trägt das Ergebnis in die Schießkarte ein.
Weiter geht´s zum Taubenstand. Erst Trap, dann Skeet. Mit freundlicher Unterstützung und vielen Tipps seitens des mitwirkenden Personals auf dem Stand. Echt mega, weil total hilfreich und eine enorme Steigerung des Spaßfaktors!

Gegen Mittag waren wir durch, Cola und Mantateller gab es im benachbarten Gasthaus.

Das war es schon? Völlig entspannt die ganze Nummer! Nicht ein dummer Kommentar, was die natürlich nicht berauschenden Ergebnisse anbelangt, wobei stop:

Stefan hat in der Einzelwertung wahrhaftig Bronze geschossen, Glückwunsch dazu!

Also kann man auch als „Frischling“ was reißen!

 

Meine endgültige Platzierung weiß ich noch nicht, als wir fuhren war das Gesamtergebnis noch nicht ausgewertet. Bei erreichten 147 von insgesamt 350 möglichen Punkten ist aber noch dezent Luft nach oben.

Schäme ich mich nicht für, hat riesen Spaß gemacht und die Schießkarte dient als Vergleich für nächstes Jahr.

Zu den Kosten: Zwei Pakete Trap- und zwei Pakete Skeetmunition zusätzlich 20 Schuss Kugel sind selbst für das lehrgangsgebeutelte Konto noch zu verkraften!

Die Anmeldungen Kreismeisterschaft (gleiche Disziplinen) sind schon raus!

Von daher, aufstehen, Staub abklopfen, weitermachen und besser werden.

Oder einfach im Training bleiben, denn das gibt Sicherheit und Vertrauen im Umgang mit der Waffe.

 

Björn Naujok