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Tier- und Naturschutzideologen verhindern Biodiversität

12. Mai 2014

Wer das Katzenproblem ignoriert, riskiert Kompetenz- und Glaubwürdigkeitsverlust

siehe auch Landesjagdverband

12. Mai 2014, Dortmund (LJV). Naturliebhaber und praktizierende Naturschützer wissen es schon längst, Tier- und Naturschutzideologen hingegen haben es bisher ignoriert beziehungsweise bewusst verschwiegen: Unsere Natur hat ein ungelöstes Katzenproblem. Das bekräftigt die Universität für Bodenkunde Wien, Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung, durch ein aktuelles Gutachten mit dem Titel „Einfluss von Hauskatzen auf die heimische Fauna und mögliche Managementmaßnahmen“. „Das Gutachten ist ein wichtiger Beitrag zu der von uns angestoßenen aktuellen Debatte“, erklärt Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen (LJV). „Dabei waren die Ergebnisse auch aus anderen Studien und Feldbeobachtungen schon lange bekannt. Dass diese Zusammenhänge noch in der vergangenen Woche von einem ranghohen Verbandsvertreter des Naturschutzes dementiert wurden, wirft ein schlechtes Licht auf dessen Organisation. Wer´s nicht besser weiß, hat ein Kompetenzproblem. Und wer nichts unternimmt, obwohl er´s besser weiß, hat ein Glaubwürdigkeitsproblem.“ Ausweislich des Gutachtens, das auch im Internet unter http://www.dib.boku.ac.at/iwj/aktuelles-news/publikationen/ eingesehen werden kann, gibt es viele Hinweise darauf, dass Katzen unter bestimmten Bedingungen zumindest lokal zum Rückgang oder sogar Aussterben einer Art führen können. Gleichzeitig bietet das Gutachten Lösungsansätze, wie sie auch vom LJV vorgeschlagen werden. Kastrationspflicht, Registrierungs- und Chippflicht sowie die Einführung einer Katzensteuer sind einige davon. Der Landesjagdverband fordert von Politik und Gesellschaft mit Blick auf den Erhalt der Biodiversität mehr Schutz der Natur vor wildernden Katzen. Ralph Müller-Schallenberg: „Wir rufen alle Beteiligten dringend zu Gesprächen auf. Wer jetzt immer noch nicht mitzieht, handelt verantwortungslos!“ Verantwortungsvollen Haltern rät der Verband, schon auf freiwilliger Basis ihre Katzen kastrieren zu lassen. Freigänger sollten zudem wenigstens ein Glöckchen tragen.

Dortmund, den 12. Mai 2014

Anlage: Gutachten „Einfluss von Hauskatzen auf die heimische Fauna und mögliche Managementmaßnahmen“ Bilder zum Thema finden Sie auch hier: Landesjagdverband

Pressekontakt: Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen e.V. Andreas Schneider Gabelsbergerstraße 2 44141 Dortmund Tel.: 0231/2868-810 Fax: 0231/2868-888 E-Mail: aschneider@ljv-nrw.de

Herunterladen: gutachtenkatze.pdf