Aujeszkysche Krankheit

Aujeszkysche Krankheit (AK) verläuft stets tödlich für den Jagdhund

 

 

Aujetzki

Hunde sollten nicht in direkten Kontakt mit Sauen kommen.  

Im Rahmen des ASP-Monitorings ist kürzlich in der Städteregion Aachen zwei Fälle der AK nachgewiesen worden. Nachweise über Antikörper lassen aber nur Schluss auf eine Infizierung zu. Vor allem starker Stress beim Schwarzwild führt dazu, dass die Virenträger auch infektiös werden.

Bei der Viruserkrankung reicht der Kontakt mit Speichel oder Blut zur Ansteckung aus. Für unsere vierbeinigen Jagdhelfer bedeutet der Virus immer einen qualvollen Tod.  Die Symptome sind anfänglich eher harmlos. Ablehnen von Futteraufnahme, Juckreiz an Ohren und Nase, Erbrechen, Fieber sowie Lähmungserscheinungen können Symptome einer Infektion sein.  Die Inkubationszeit liegt in einer Spanne von zwei bis neun Tagen.

Gegen eine Infektion gibt es noch keinen verlässlichen Schutz. Auch einen wirksamen Impfschutz gibt es noch nicht.

Folgende Dinge sollten beachtet werden, damit das Ansteckungsrisiko für unsere Jagdhunde reduziert wird:

  • Kein ungekochtes Schweinefleisch verfüttern. Bei 80 Grad stirbt der Virus erst bei acht Minuten
  • Unnötigen Kontakt zu Schwarzwild vermeiden, Hunde sollten bei der Nachsuche und am Streckenplatz am Riemen geführt werden
  • Aufbruch nicht an Kirrungen oder im Revier ausbringen. Der AK Virus kann bis zu vier Monaten überleben.
  • Achten Sie darauf, dass der Hund keine pirschzeichen aufnimmt. Besonders Lungenstücke sind sehr infektiös.
  • Vermeiden Sie, dass ihr Hund gestreckte Tiere beutelt

Die goldene Regel lautet: Vermeiden Sie den direkten Kontakt Ihres Jagdhundes mit Schwarzwild. Gänzlich lässt sich der Kontakt bei der Jagdausübung zwischen Hund und Sau natürlich nicht vermeiden. Versuchen Sie wenigstens, diesen auf das Nötigste zu beschränken, wo es möglich ist. Das Risiko kann aber durch die genannten Maßnahmen deutlich verringert werden.

Bei dem Verdacht der Infektion ist das Veterinäramt zu informieren.