Aktionen des Hegerings und der Jagdpächter

- Zu Beginn des Jahres 2018 wurde am Atzebühl, Revier Kredenbach eine Benjes-Hecke angelegt. Hecken bieten vielen Pflanzen und Tieren Lebensraum und sind Deckung und Nahrungsquelle für viele Vogelarten, Amphibien, Reptilien und Insekten.  

 

- Zum Schutz und Erhalt des heimischen Wildapfels wurden 2014 im Revier Mittelhees/Oberhees einige Exemplare gepflanzt. Die Biologische Station Siegen-Wittgenstein hat Pflanzgut und Wildschutz zur Verfügung gestellt. Finanziert wurde dies durch die Wilhelm Münker Stiftung in Hilchenbach. Der Hegering hat die Schösslinge an einem geeigneten Standort in die Erde gebracht. Der Jagdpächter hat für die Neuankömmlinge die Patenschaft übernommen und wird sich zukünftig um ihr Wohlergehen kümmern.

 

- Pflanzung eines mittelgroßen Apfelbaumes ("Schafsnase") am Dr.-Denker-Weg von Jagdpächter Wilfried Berger im April 2011. 

 

- Pflanzung von je 5 Obstbäumen (2 Wildäpfel, 3 Wildkirschen) an 5 Wildäckern im Waldgebiet Kredenbach A am 1. April 2011 durch Müsener Schulkinder.

 

- Grasschnitt in der Wallersbach am 27. August 2009, zusammengetragen, abgefahren und als Viehfutter genutzt.

 

- Pflanzung einer Hecke in der Wallersbach, Waldgebiet Kredenbach A, Abt. 3 als Sichtschutz und zugleich Prossholz für Wild am 24. April 2007.
 

- Pflanzung von 2 Rosskastanien, 3 Esskastanien und 3 Wildäpfeln im Waldgebiet Kredenbach A, Abt. 6 am 12. April 2006.

 

- Mithilfe bei der Gatterkontrolle in Form von Kontrollen, Durchgehen mit Hund und Reparatur der Zäune.

Kunst am Hochsitz

Silke Krah / Frank Münker: „Schöne Aussichten" Kunstprojekt an und auf Hochsitzen an dem Rundwanderweg "Dr.-Denker-Weg", zwischen Unglinghausen und Kredenbach, Unglinghäuser Höhe, vom 26. Februar bis zum 25. März 2012.

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Anlage und Pflege von Wildäsungsflächen

Jeder Bissen der auf Wildäsungsflächen genommen wird, entlastet die umgebenden Kulturen. Durch viele Reviere verlaufen Hochspannungsleitungen, hier bietet sich die Anlage von Wildäsungsflächen geradezu an, denn es geht keine waldbaulich nutzbare Fläche verloren. Jede Fläche kann zur Reviergestaltung genutzt werden und, bei Bedarf, wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden.

Wegen des territorialen Verhaltens des Rehwildes sind viele kleine Flächen, die mosaikartig über das ganze Revier verteilt sind, zweckmäßiger als große Flächen. Durch geschickte Standortwahl kann das Rehwild gemäß seines Äsungsrhythmus auch tagsüber auf die Flächen austreten.


Die Bodenbearbeitung von Wildäckern sollte zweckdienlich und praktikabel sein. Eine maschinengereche Zufahrtmöglichkeit sollte vorhanden sein, da die Wildäsungsflächen immer wieder neu bestellt und gepflegt werden müssen.


Wildäsungsflächen werden mit Rotklee, Raps, Furchenkohl, Waldstaudenroggen, Markstammkohl, Rübsen und Phazelia bestellt. Himbeeren und Roter Holunder rahmen im Sommer die künstlich angelegten Äsungsflächen ein. Diese natürliche Äsung und viele weitere Arten stehen dem Rehwild für einige Jahre zur Verfügung. Aber auch Bienen und viele andere Insekten profitieren von den angelegten Flächen.


(Zusammenfassung aus: Dr. Hartmut Müller: Wildäsungsflächen im Jagdrevier Kredenbach - auch eine Folge von "Kyrill", Vortrag Herbst 2011)