NSG Loher Tal (Kredenbach)

Im Loher Tal findet man die letzten natürlichen Erlen-Bruchwälder des nördlichen Siegerlandes.

 

 

Erlen-Bruchwald

Erlen-Bruchwald

Durch den feuchten Untergrund entstehen Polster aus Torfmoosen, sogenannte "Schlenken". Die Feuchtgebiete sind Lebensraum zahlreicher Amphibien, wie verschiedene Froscharten. Auch die ungiftige Ringelnatter hat hier ihren Lebensraum. Im durch das Tal fließenden Bach leben die Larven des größten heimischen Schwanzlurches, des Feuersalamanders.

 

Im Loher Weiher wurden verschiedene Fischarten wie Wildkarpfen und der Bitterling ausgesetzt. Die vielen hier lebenden Klein- und Jungfische locken den Eisvogel an, der an den Teichen des Loher Tals noch regelmäßig beobachtet werden kann.

 

Verschiedene Spechtarten sind hier heimisch: der Schwarzspecht und der Mittelspecht zimmern in den alten Buchen des Hochwaldes ihre Bruthöhlen.

Für Waldfledermäuse wie den Kleinen Abendsegler und das Braune Langohr wurden Kunsthöhlen angebracht.

 

Orchideen, wie das Breitblättrige Knabenkraut und das Gefleckte Knabenkraut, gedeihen auf den feuchten Wiesen.

Die für das nördliche Siegerland typische Pflanze, Wiesenschaumkresse (Hallers Schaumkresse), auch Erzblume genannt, zeigt die schwermetallhaltigen Böden an. Alle stehen auf der Roten Liste der schützenswerten Pflanzen Nordrhein-Westfalens.

Das Loher Tal steht seit 1990 unter Naturschutz.

 

Weiteres im Naturschutz Fachinformationssystem NRW.

Fotos: U. Hinz