NSG Grubengelände Littfeld

Das Grubengelände Littfeld umfasst die ehemaligen Erzgruben Heinrichssegen, Hohenstein, Altenberg, Silberart, Viktoria und Anna.

 

Teichrosenweiher

Weiher auf dem Grubengelände

Vor allem die Blei- und Zinkförderung in der Grube Viktoria hat unter anderen auch zur Ablagerung schwermetallhaltiger Halden geführt. Selbst nach Schließung der Grube Viktoria wurde hier noch Material aus dem gesamten Siegerland durch Erzflotation aufbereitet, wodurch metallhaltige Schlämme noch weiter verbreitet wurden. Das Grubengelände Littfeld ist aber nicht nur bergbau- oder heimatkundlich interessant.

 

Besondere Tier- und Pflanzenvorkommen haben es zu einem Gebiet mit europaweiter Schutzwürdigkeit gemacht. Aufgrund des mindestens 1000 Jahre andauernden, nahezu ununterbrochenen Bergbaus hat sich hier eine Vielzahl unterschiedlichster, aber eng verzahnter Lebensräume gebildet.

 

Dabei stellen die auf den nach wie vor metallhaltigen Böden siedelnden Schwermetallrasen sogar die herausragende Besonderheit des Gebietes von europäischer Bedeutung dar.

Es finden sich so genannte schwermetallanzeigende Pflanzen wie Hallers Grasnelke, Hallers Schaumkresse und das Taubenkropf-Leimkraut, die in Nordrhein-Westfalen zum Teil nur hier wachsen.

 

Weiterhin verbreitet sind Orchideenbestände, wie zum Beispiel Breitblättrige und Braunrote Sumpfwurz oder Geflecktes Knabenkraut. Neben den meist vegetationsarmen und trockenen Halden finden sich natürlich auch Teiche, Gräben, Bäche und sogar moorige Zonen.

 

Die Gewässer sind Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren. Alleine 13 Amphibien- und Reptilienarten sind im Grubengelände anzutreffen, d.h. nahezu alle im Kreisgebiet heimischen Arten.

 

Weiteres im Naturschutz Fachinformationssystem NRW.

Fotos: U. Hinz