Entstehungsgeschichte unseres Hegering

Im Jahre 1969 fand für den Kreis Soest und Teile des Kreises Beckum die vorgezogene Kreisreform statt. Diese konnte auch für die jagdlichen Organisationen beider Kreise nicht ohne Auswirkungen bleiben. Schon lange standen dieserhalb der Vorsitzende der Kreisgruppe Beckum, Herr Hubert Wichmann, und der Vorsitzende der Kreisgruppe Soest, Herr Elmar Graf von Plettenberg, in enger Verbindung.

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Die Gemeinden Herzfeld und Lippborg wurden aus dem Kreis Beckum aus- und in den Kreis Soest eingegliedert. Bisher gehörten die Jäger und die Jagdbezirke von Herzfeld zum Hegering Wadersloh, während Lippborg zum Hegering Beckum gehörte. Da beide Orte im Süden von der Lippe begrenzt werden, erschien es unsinnig, sie dem südlich der Lippe gelegenen Hegering Oestinghausen anzugliedern, da es sich südlich wie nördlich der Lippe jeweils um eigenständige Wildeinstandsgebiete handelte. Auch die Gemarkungsgrößen und die Vielzahl der Reviere sprachen gegen eine Angliederung an einen bestehenden Hegering.
So bestand zwischen den beiden Kreisvorsitzenden schon bald Einigkeit dahingehend, dass hier ein eigener Hegering - der sich bei der Gründungsversammlung den Namen "Hegering Herzfeld-Lippborg" gab - zu gründen sei. Zu diesem Hegering gehören heute 24 Jagdbezirke (davon 15 Eigenjagdbezirke) mit einer Gesamtfläche von mehr als 7.600 ha.

Erster Leiter dieses Hegering wurde Theodor Dünninghaus aus Herzfeld. Seine menschliche und verbindliche Art trug wesentlich zum gesellschaftlichen und jagdlichen Zusammenwachsen dieses neuen Hegering bei.
Wesentliche Unterstützung beim Aufbau des neuen Hegeringes fand der Hegeringleiter Dünninghaus nicht nur beim Vorsitzenden der Kreisgruppe Soest, sondern insbesondere auch beim Vorsitzenden der Kreisgruppe Beckum, dem nach 35-jähriger Tätigkeit als Kreisjägermeister seine Hegeringe und Waidgenossen schwer abgingen. Es gab keine Veranstaltung im Hegering Herzfeld-Lippborg, an der er nicht teilnahm.

Die klare und saubere jagdliche und jagdpolitische Einstellung des Hegeringleiters Dünninghaus bewirkte, dass er sehr bald nicht nur Gehör, sondern auch Aufmerksamkeit und Achtung im erweiterten Vorstand der Kreisgruppe - heute Kreisjägerschaft - Soest gewann. Sehr schnell gelang es Herrn Dünninghaus, eine große Zahl von Mitgliedern seines Hegeringes zur Teilnahme an den Veranstaltungen der Kreisjägerschaft zu gewinnen. So gelang die Integration des neuen Hegeringes in die Kreisjägerschaft Soest schnell und ohne Schwierigkeiten.

Die jagdliche Situation des Hegeringes Herzfeld-Lippborg ist geprägt durch die relativ hohe Zahl von Eigenjagdbezirken von im Durchschnitt mittlerer Größe und in der Regel recht großer Gemeinschafts-Jagdbezirke. Der Waldanteil in den Jagdbezirken ist für die hiesige Gegend relativ groß. Es handelt sich im Allgemeinen um recht gute Niederwildreviere mit hohem Rehwildanteil.

Nach dem allzufrühen Tode des Hegeringleiter Dünninghaus wählten die Mitglieder des Hegeringes Herrn Ewald Möllenhoff aus Herzfeld zu dessen Nachfolger. Im Wesentlichen setzte dieser die Arbeit seines Vorgängers fort. Herr Möllenhoff hielt immer engen Kontakt zur örtlichen Presse, aber auch über die Schulen zur Jugend, um die Anliegen des Wildes, der Umwelt und das Handeln der Jägerschaft auch der Allgemeinheit zum Verständnis zu bringen. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass die Kreisjägerschaft Soest mit der "Rollenden Waldschule" in der Vergangenheit so große Erfolge erzielen konnte. Im März 2001 wurde Ewald Möllenhoff zum Ehrenvorsitzenden des Hegering Herzfeld-Lippborg ernannt. Zum neuen Hegeringleiter wählte die Versammlung Wilhelm Strunk aus Herzfeld, der bis 2017 die Geschicke des Hegering Herzfeld-Lippborg leitete. Seit März 2017 steht Stefan Schreiber dem Hegering als Hegeringleiter vor.