Hundetag 2020


Wie auch in den letzten Jahren versammelten sich auch am 6. September 2020 wieder einige Hundeführer auf dem Hof Linnemann, um an dem diesjährigen Hundetag teilzunehmen. Insgesamt acht Führer mit neun Hunden, darunter auch zwei Welpen, freuten sich auf einen arbeits- und erlebnisreichen Tag, an dem nicht nur die Arbeit der vierläufigen Jagdhelfer, sondern auch die Geselligkeit im Vordergrund standen.
 

Sieger

Bernhard mit  der Deutsch Drahthaar Hündin Anneke vom Lichten Eichenwald

Zunächst ging es nach einer kurzen Autopanne ins Feld, um folgende Arbeitsfächer genauer unter die Lupe zu nehmen:
Suche
Federwildschleppe
Haarwildschleppe
Freie Verlorensuche eines Stückes Federwild
Hierbei konnte man wunderbar die alten Veteranen, sowie die jungen Hunde, welche gerade mitten in der Ausbildung stecken, bewerten. Auch die Welpen wurden durch ihre Führer an die ersten Suchen herangeführt und arbeiteten die extra kurzen Schleppen mit großem Interesse.

Als die kühle Morgenluft der Sonne wich und wir uns bei einer kleinen Brotzeit gestärkt hatten, fuhren wir ans Wasser, um dort das Fach:
Verlorensuche einer Ente in deckungsreichem Gewässer
zu prüfen. Die Bedingungen wiesen sich allerdings als erschwert heraus, da am Ufer des Lippearms nicht nur wild gecampt wurde, sondern auch eine herrenlose Katze angebunden war. Dank eines Teilnehmers des Hundetages, welcher gleichzeitig auch zu den Beständern dieser wunderschönen Jagd gehört, wurde kurzerhand die Polizei zur Hilfe gerufen, um der Katze weiteres Leiden zu ersparen. Die schnell eintreffende Polizistin löste die Problematik beherzt und souverän, so dass wir mit der Wasserarbeit fortfahren konnten.
Die beiden Welpen durften natürlich an diesem sonnigen Tag auch ihre Erfahrungen spielerisch mit der Reizangel am und im Wasser machen.

 

Zum Ende blieben uns noch die Waldfächer, bei denen sich erfahrungsgemäß, die Spreu vom Weizen trennt, denn bis dahin war die Punkteverteilung überwiegend recht ausgeglichen.
Folgende Fächer wurden im Wald bewertet:
Waschbärschleppe
Fuchs/ Marder über Hindernis
Gehen frei bei Fuß
Die Waschbärschleppe arbeiteten alle Hunde souverän. Am ausgelegten Stück Raubwild angekommen zeigte sich allerdings die ein oder andere Schwäche, welche einer kurzen Ermahnung bedurfte, damit der Führer auch in Besitz des Stückes gelangen konnte.
Ein ähnliches Bild zeichnete sich beim Fach „Fuchs/ Marder über Hindernis“ ab. Hierbei sei erwähnt, dass die deutsche Jagdterrierhündin Andra vom Quarzstein natürlich nicht den Fuchs, sondern einen Marder aportierte, damit sie nicht aufgrund der körperlichen Unterschiede zu den Vorstehhunden benachteiligt wurde. Ebenso bei der Waschbärschleppe wurde in diesem Fall ein Jungwaschbär als Schleppwild verwendet.
Das „Gehen frei bei Fuß“ erwies sich bei allen Gespannen nicht als größere Herausforderung.

Damit war die Pflicht nun erledigt und man widmete sich der Kür, die sich als gemütlicher Ausklang bei Grillgut, Kaltgetränk und netten Gesprächen darstellte. Weiterhin wurde natürlich auch der diesjährige Sieger gekürt, der nun für ein Jahr den Wanderpokal sein Eigen nennen darf.
 

Apport

Anton der Weimaraner Rüde

Terrier und Weimaraner nach den Waldfächern

Hier die Platzierung der ersten drei Gespanne:
1.Bernhard Kötter mit seiner Drahthaarhündin Anneke vom lichten Eichenwald / Rufname: Anni (60 von 60 Punkten)
2.Marcus Linnemann mit DJT Andra vom Quarzstein (59 von 60 Punkten)
3.Marcus Linnemann mit Drahrhaarhündin Sonja vom Fuchsberg/ Rufname: Sina (58 von 60 Punkten)


Im Anschluss wurden unter allen Führern unabhängig von der Platzierung die Preise verlost.

Zum Abschluss bleibt mir nur der Dank an die Beständer, in dessen Revieren wir zu Gast sein durften und die auch Jagdeinladungen als Preise zur Verfügung gestellt haben, den beiden Verbandsrichtern für das objektive Richten, dem Jagdhaus „Welken und Simon“ für die gespendeten Sachpreise und der Familie Linnemann, bei der wir immer einen Anlaufpunkt für diese Aktion finden.
Für den Hegering
Sebastian Bohnenschäfer
Hundeobmann