Bericht über die Hegeringversammlung 2012

Hegeringversammlung 2012 - Bericht / Pressemitteilung
Der Hegering Gronau hatte seine Mitglieder am Dienstag zur Hegeringversammlung in den Kastanienhof nach Epe eingeladen. Zum Auftakt begrüßte das Bläserkorps’ des Hegerings die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste mit musikalischen Klängen. Im voll besetzten Saal eröffnete Hegeringleiter Robert Freimuth die Jahreshauptversammlung der Gronauer Jägerinnen und Jäger. Unter ihnen den Kreisjagdberater Rudolf Enning-Harmann, die Jubilare und den Musikalischen Leiter des Bläserkorps’ mit seinen Bläserinnen und Bläsern. Besonders begrüßte der Hegeringleiter seinen Vorgänger im Amt und früheren 1. Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Borken, Stefan van Delden sowie den Vorsitzenden der Hegeringgemeinschaft Nord (Altkreis Ahaus), Herrn Lefert. 

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Nach dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder gab Kreisjagdberater Enning-Harmann seinen Bericht über die Bewertung der vorgezeigten Rehbockgehörne ab. Dazu führte er aus, dass von den 52 freigegebenen Böcken 48 erlegt wurden (91%). Insgesamt wurden 53 Gehörne angeliefert, wovon fünf Stück (10%) Fallwild waren (Straßenverkehr). Neun der stärksten Gehörne wogen über 210 Gramm. Das beste vorgezeigte Gehörn hatte ein Gewicht von 321 Gramm; dieser 5–6-jährige Rehbock wurde im Revier Buterland von Manfred Töllner erlegt und mit der Goldmedaille prämiert. Mit der Silbermedaille wurde das Rehgehörn eines vierjährigen Bockes aus dem Revier Füchte bedacht; dieses 293–Gramm–Gehörn wurde vom Erleger Anton Oing vorgezeigt. Die Bronzemedaille wurde für das Gehörn eines auf sieben bis acht Jahre geschätzten Rehbockes aus dem Revier Wieferthook mit einem Gewicht von 289 Gramm vergeben; der Erleger war Karlheinz Homann.
Anschließend gab der Hegeringleiter zunächst einen Überblick über die Inhalte der Vorstandssitzungen und erläuterte die behandelten Themen. In seiner Ansprache griff Robert Freimuth die Pläne der rot-grünen Landesregierung zur Änderung des Landesjagdgesetzes Nordrhein-Westfalen auf und warnte vor einer Politik, die der grüne Umweltminister im Düsseldorfer Landtag, Remmel, gegen Jäger, Land- und Forstwirte, Jagd- und Grundeigentümer, Angler und Fischer betreiben wolle. „Der ländliche Raum, seine Repräsentanten und Verbände warnen bereits vor einer Jagdpolitik gegen die Jagd“, so Freimuth, und weiter: „Sie wäre nicht nur verhängnisvoll, sondern auf Dauer zum Scheitern verurteilt, wie jede Politik, die Gesetze gegen die Betroffenen durchzusetzen versucht.“ Den Anwesenden versicherte Freimuth in seinen weiteren Ausführungen zum Thema, dass sich der Landesjagdverband (LJV) NRW mit 10 weiteren Verbänden energisch dagegen wehren wird. Niemand sollte ohne Not den gesellschaftlichen Konsens auf dem Gebiet des Jagdrechts mutwillig aufs Spiel setzen, davor warnt der LJV eindringlich.                                                              
Im Anschluss berichteten die Obleute Hugo Kortbus und Willi Sommerfeld aus dem Hunde- und Schiesswesen und gaben einen Überblick über die Ereignisse aus diesen Bereichen. Für die großzügigen Spenden, die an diesem Abend für die Bläserkasse gesammelt wurden, bedankte sich der 1. Vorsitzende des Bläserkorps’, Karlheinz Busen, bei allen Versammlungsteilnehmern. Das Jagdhorn-Bläserkorps seinerseits bedankte sich abschließend mit klassischen und historischen Hornklängen.
Nach dem Kassenbericht, vorgetragen vom Schatzmeister, Matthias Hoffjann, und dem Bericht der Kassenprüfer wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Als neuer Kassenprüfer wurde Winfried van Almsick auf zwei Jahre gewählt.
Beim Tagesordnungspunkt Ehrung von Mitgliedern, dem eigentlichen Höhepunkt des Abends angelangt, wies Hegeringleiter Freimuth die Versammlung darauf hin, dass die 12 Jubilare in insgesamt 485 Jahren Mitgliedschaft dem HR die Treue gehalten haben. „Von heute an um 485 Jahre zurückgerechnet hieße, dass die erste HR-Mitgliedschaft im Jahre 1527, also zu Zeiten Michelangelos und Martin Luthers entstanden wäre – rein rechnerisch natürlich,“ betonte er. „Es soll ja auch nur die Dimension aufzeigen, was 485 Jahre bedeuten.“ Für seine 25-jährige Mitgliedschaft wurde Hugo Kortbus, Hundeobmann des Hegerings, geehrt. Weitere Jubilare wurden für ihre 40-jährigen Mitgliedschaften geehrt: Josef Blömer, Hermann- Josef Dankbar, Franz Isfort, Gerhard Preister, Wilfried Rensing, Gerhard Schücking, Alfred Schwartbeck, und Paul Soebbeke. Erich Schulze Wilmert und Günther Sontow erhielten Urkunden und Ehrennadeln für ihre 50-jährige Mitgliedschaft. Leider konnten nicht alle Jubilare an der Versammlung teilnehmen, so dass die Urkunden nachgereicht werden. Auch Mitglieder, die über die bloße Mitgliedschaft hinaus und zum Teil mehr als zwei Jahrzehnte als Funktionsträger Verantwortung im Hegering tragen, wurden geehrt. Hegeringleiter Robert Freimuth zeichnete sie mit Urkunden und Verdienstnadeln des LJV in Bronze und Silber aus: Karlheinz Busen erhielt die Verdienstnadel in Silber für seine über 20-jährige Vorstandsarbeit als 1.Vorsitzender des Jagdhorn-Bläserkorps’. Für ihre insgesamt 12-jährige Arbeit im Vorstand, davon ist sie seit 5 Jahren stellvertretende Hegeringleiterin, erhielt Janina Zierer die Verdienstnadel in Bronze nebst Urkunde. Ebenfalls mit Bronzenadel und Urkunde wurde Matthias Hoffjann für seine achtjährige Tätigkeit als Schatzmeister geehrt.