Quartalsbrief 1/2022

An die Mitglieder des

Hegerings Angerland                                                                                         23.03.2022

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus persönlichen Gründen erhalten Sie den ersten Quartalsbrief für dieses Jahr, der zugleich den ersten Quartalsbrief in meiner Amtszeit als Hegeringleiter darstellt, etwas verspätet.

Überschattet wurde das erste Quartal aus Jagdlicher Sicht durch den tragischen Vorfall in Rheinland-Pfalz, in der Nähe der Stadt Kusel, bei dem zwei junge Polizisten auf grausame Weise ihr Leben lassen mussten. Bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle am 31.01.2022 wurden in einem Lieferwagen ca. 20 erlegte Stück Damwild von den zwei Beamten aufgefunden. Nachdem die beiden Polizisten den Tatverdächtigen nach dessen Papieren und Jagdschein fragten, eröffnete dieser das Feuer und tötete die beiden Polizisten. Die Ermittlungen in diesem Fall laufen noch an. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen der jungen Beamten.

Für das Bundesland Brandenburg gibt es einen neuen Gesetzentwurf für das Landesjagdgesetz. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz unter der Leitung des Grünen Ministers Axel Vogel, plant eine Abschaffung des bisherigen Reviersystems. Nach dem Gesetzentwurf soll es möglich sein, dass Eigentümer von bereits 10 Hektar (vorher lag die Größe einer Eigenjagd bei 150 Hektar) diese Fläche eigenständig bejagen dürfen, sofern ein Gültiger Jagdschein vorliegt. Der LJV Brandenburg läuft gegen diesen Gesetzesentwurf sturm und versucht mit allen Mitteln dagegen vorzugehen. In meinen Augen bleibt zu hoffen, dass dieser Entwurf so nicht zu einem neuen Gesetz wird und für andere Bundesländer nicht als Vorlage dient. Nicht nur das es für alle Jäger eine erheblich Gefahr birgt auf so kleinen Flächen zu jagen, da eine Absprache mit allen angrenzenden Nachbarn gar nicht möglich wäre. So bringt er vor allem eine noch größere Unruhe für das heimische Wild mit sich.

In unserem Hegering gab es im ersten Quartal zwei Ereignisse. Vom 28.-31.01.2022 fand wieder unser jährlicher Rehwildansitz in den Spee´schen Wäldern statt. Dank der Unterstützung der Spee´schen Forstverwaltung und insbesondere Klaus Weinem konnten bei dem gemeinsamen Ansitz 13 Hegeringmitglieder teilnehmen. Getroffen wurde sich am Freitag, den 28.01.2022 vor dem Schloss Heltorf. Nachdem die Kontrolle der Jagscheine erfolgt ist, wurden die Teilnehmer/Innen über die Freigabe und Sicherheitsvorkehrungen aufgeklärt und anschließend von Klaus Weinem und mir zu ihren Sitzen gebracht und vor Ort noch einmal eingewiesen. Insgesamt konnten an diesem Wochenende zwei Stücke Rehwild erlegt werden. Dies entspricht auch der Strecke des letzten Jahres. Fast alle Teilnehmer/Innen hatten allerdings Anblick und waren froh das Wochenende auf dem Ansitz verbringen zu können.

Vom 18.-20.02.2022 wurde die Gelegenheit auf einen gemeinsamen Fuchsansitz angeboten. Zu diesem Termin meldeten sich 6 unserer Hegeringmitglieder an. Wieder wurde sich am Freitag vor dem Schloss getroffen und die Teilnehmer wurden von Klaus Weinem zu ihren Sitzen begleitet und eingewiesen. Leider war an diesem Wochenende sehr schlechtes Wetter. Sturm und Regen machten die Jagd fast unmöglich und so gab es auch an diesem Wochenende leider keinen Jagderfolg. Ein Altes Jägersprichwort sagt: „Wenn der Wind jagt, sollte der Jäger nicht Jagen“. Und es sollte sich mal wieder bewahrheiten. Das Wetter können wir leider nicht beeinflussen. So hoffen wir, dass es im nächsten Jahr bei dieser Gelegenheit wieder bessere Voraussetzungen geben wird. Auch an dieser Stelle nochmal einen großen Dank an Klaus Weinem und die Spee´sche Forstverwaltung für die Gelegenheit wieder Veranstaltung durchzuführen.  

Kitzrettung: Am 23.02.2022 nahmen unsere Mitglieder und Drohnenpiloten Sebastian Friedichs und Uwe Storch an einer Drohenpilotenversammlung der KJS Düsseldorf Teil. Es wurde für den Rettungseinsatz von Kitzen, in unserem Hegering für die Koordination und zum Einsetzen derartiger Technik eine WhatsApp-Gruppe gegründet. Freiwillige Helfer, die einen Drohneneinsatz unterstützen möchten und in die WhatsApp-Gruppe aufgenommen werden möchten, können sich gerne dazu bei mir per E-Mail oder telefonisch melden.

Am 08.03.2022 habe ich an einer erweiterten Vorstandsitzung der KJS Düsseldorf teilgenommen. Die Kernaussage dieser Veranstaltung ist sicherlich, dass die KJS Düsseldorf für die nächsten 3 Jahre den Vertrag mit der KJS Wesel bezüglich der Nutzung des Schießstandes Vlyunbusch verlängert hat. Es entstehen unseren Mitgliedern also für die nächsten 3 Jahre weiterhin keine zusätzlichen Kosten, wie etwa eine Tagespauschale.

Allen Geburtstagskindern des ersten Vierteljahres wünscht der Vorstand vor allem Gesundheit und allen aktiven Jägerinnen und Jägern einen guten Anblick und viel Waidmannsheil.

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr

Bernd Bolten

(Hegeringleiter)