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Aufruf an alle Inhaber von Jagdrevieren in Nordrhein-Westfalen!
Unterstützen Sie die neue "Flächendeckende Einschätzung" von Wildtierarten in NRW
Sehr geehrte Revierinhaber,
liebe Jägerinnen und Jäger,
die erste "Flächendeckende Einschätzung" im Frühjahr 2006, an der sich fast 50 % aller NRW-Revierinhaber beteiligt haben, hat zu sehr wichtigen Erkenntnissen über das Vorkommen und die regionale Verbreitung von Wildtierarten geführt. Im einzelnen erinnere ich an die Besatzentwicklung des Wildkaninchens (einschließlich seiner Krankheiten), das Vorkommen von Graugans und Kanadagans, die Verbreitung der "Neozoen" Nilgans, Marderhund, Waschbär und Mink, sowie von Kolkrabe, Wildkatze, Fischotter, Biber und Nutria.
Diese hochinteressanten Ergebnisse haben den Deutschen Jagdschutz-Verband veranlaßt, im Einvernehmen mit den jagdwissenschaftlichen Instituten, die das WILD-Projekt begleiten, im Frühjahr 2009 bundesweit eine erneute "Flächendeckende Einschätzung" durchzuführen, und zwar als Erhebung zu den Arten, die in dem hier vorgestellten Fragebogen genannt sind. Der Fragebogen ist in Bezug auf das Revier allgemein gehalten, so daß die Anonymität absolut gewahrt bleibt. Obwohl die einzelnen Sachfragen mit der vorhandenen Revierkenntnis einfach beantwortet werden können, liegt die besondere Bedeutung dieser Umfrage in der "Repräsentativität", d.h. im Idealfall mit der "flächendeckenden" Beteiligung aller Reviere. Aus diesem Grunde bitte ich also alle Revierinhaber im Lande NRW sehr herzlich, daß Sie sich an dieser Aktion zur Unterstützung der jagdpolitischen Bemühungen des Deutschen Jagdschutz-Verbandes beteiligen und den Fragebogen möglichst bis Mitte Juni an dieselbe Stelle (Kreisjägerschaft, Hegering) zurückzuleiten, von der Sie ihn erhalten haben.
Zur Klarstellung hebe ich hervor, daß durch diese "Einschätzung" die schon traditionellen WILD-Zählungen in den Referenzrevieren nicht berührt werden, die also - unabhängig von dieser Erhebung - auch weiterhin in Bezug auf den Feldhasen und seine Prädatoren (Fuchs, Dachs, Krähe) von entscheidender Bedeutung sind. Diese Arten werden in der Flächendeckenden Einschätzung nicht erfaßt.
Zugleich weise ich darauf hin, daß die ebenfalls schon traditionellen Erhebungen der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung (Bonn) zum Rebhuhn - diese Umfrage läuft jeweils über die Unteren Jagdbehörden - grundsätzlich nicht berührt werden. Wenn das Rebhuhn in dieser Flächendeckenden Einschätzung trotzdem "abgefragt" wird, so dient dies dem sehr wichtigen Zweck, auch Erkenntnisse darüber zu bekommen, wie sich das Rebhuhn in den übrigen Gebieten, die von der FJW nicht erfaßt werden, entwickelt hat.
Zusammenfassend stelle ich also fest, daß der Deutsche Jagdschutz-Verband in dieser Sache auf die aktive Unterstützung der Revierinhaber dringend angewiesen ist, und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diesem Anliegen entsprechen könnten. Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im voraus, und ich verbleibe für heute mit allen guten Wünschen für das neue Jahr und
mit Waidmannsheil
als Ihr
Jochen Borchert MdB
(DJV- und LJV-Präsident)
Erfassungsbogen "Flächendeckende Einschätzung"
Weitere Informationen unter
www.jagdnetz.de
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