Herzlich willkommen...

auf der Internetseite www.kjs-olpe.de der Kreisjägerschaft "Kurköln" Olpe. Wenn Sie Fragen zu Jagd und Naturschutz haben, sich für Jagdhunde und deren Ausbildung interessieren, die Jägerprüfung anstreben oder in anderen Bereichen kompetente Ansprechpartner suchen: Klicken Sie einen der Punkte in der linken Leiste an, und Sie werden sofort die Anschrift der für Sie richtigen Fachfrau/des passenden Fachmanns finden.

Anschrift der Geschäftsstelle der Kreisjägerschaft "Kurköln" Olpe:

KJS "Kurköln" Olpe
Bruchstr. 8
57462 Olpe

 

Email: info@kjs-olpe.de


Tel.:      02763 / 81574
Tel.:      02761 / 929703
Fax:      02761 / 929704
Handy:  0160 / 8021154

Jungjäger 2016

Die Kreisjägerschaft Olpe gratuliert den Jungjägern 2015/2016 zur bestandenen Jägerprüfung.  


Jungjäger 2015/2016

Kreisjägerschaft "Kurköln" Olpe

Gesamtfläche der Jagdbezirke im Kreis Olpe 63.404 ha
Mitgliederbestand: ca. 1500 Jägerinnen und Jäger

Historisches:
Im Jahre 1946 ging aus dem damaligen Kreisjagdverein die Kreisjägerschaft hervor, deren Mitglieder sich vorrangig mit Wilderern, überhöhten Schwarzwildbeständen und Wildseuchen auseinderzusetzen hatten. In einer Zeit größter wirtschaftlicher Probleme wurde die Sorge um den Erhalt eines artenreichen Wildbestandes nicht vergessen, wie in der Chronik zum 50-jährigen Bestehen der KJS nachzulesen ist. Warum heißt es aber "Kurköln" Olpe? Die Bezeichnung Kurköln weist darauf hin, dass bis zum Jahre 1803 das Herzogtum Westfalen dem Bischof von Köln und damit dem Kurfürstentum Köln unterstand. Zum protestantischen, dem Fürstentum Nassau-Siegen angegliederten Siegerland wurde der überwiegend katholische Kreis Olpe durch das "Kölsche Heck", einen Höhenzug zwischen den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein, abgegrenzt. Von Geblüt Westfalen, mit dem Herzen Sauerländer, werden die Bewohner des Kreises Olpe von "Ur-Siegerländern" heute noch vielfach als "Kölsche" bezeichnet.

 

Rollende Waldschule:

Als eine der wichtigsten Aufgaben sieht die Kreisjägerschaft es an, junge Menschen für die Natur zu begeistern. Der Rollenden Waldschule fällt eine Schüsselrolle zu. Mit dieser Einrichtung wollen Jägerinnen und Jäger nicht demagogisch auf andere, vor allem jüngere Menschen einwirken. Vielmehr sollen die Betrachter die Vielfalt unserer heimischen Natur erfahren, deren Schutz sich alle Jäger verpflichtet fühlen. Kinder dürfen Tiere anfassen. Sie "begreifen" dabei im intensivsten Sinne des Wortes etwas, für das sie einmal Verantwortung übernehmen sollen. Sie erkennen, altersgemäß dargeboten, ökologische Zusammenhänge und lernen dabei, dass man nur das schützen wird, was man auch kennt. In Zusammenarbeit mit dem Kolpingferienwerk und der Rollenden Walschule finden zweimal jährlich in Olpe Waldwochen statt, denen etliche Kinder entgegenfiebern. Die Zahl von 11841 erreichten Besuchern im Jahr 2006, überwiegend Kinder, spricht eine deutliche Sprache und muss nicht gesondert kommentiert werden.

Naturschutz:

Naturschutzmaßnahmen sind für das Selbstverständnis von Jägern unverzichtbar Jährlich werden in Kooperation mit Grundstückseigentümern, finanziert aus Mitteln der Jägerschaft, ökologische Projekte in Angriff genommen: die Anlage von Feuchtbiotopen, Anpflanzungen von Streuobstwiesen, Aufwertung von Windwurfflächen durch gezielte Bestockung mit Gehölzen, Anbringen von Fledermausnistkästen, Bestellung von Wildäckern mit artenreichen Pflanzengesellschaften, die Schmetterlingen und Bienen als Nahrungsquelle dienen. Jahr für Jahr bilden sich Jäger im Artenschutzzentrum Rheinberg fort, um Maßnahmen durchführen zu können, die auch den Tierarten zugute kommen, die nicht bejagt werden.
Auf Anregung der Unteren Landschaftsbehörde mit Billigung der Naturschutzverbände hat die Kreisjägerschaft für die einzelnen Hegeringe Beauftragte benannt, die sich um aufgefundene kranke oder verletzte Greifvögel, auch um die streng geschützten Eulen kümmern und die Tiere Greifvogelstationen zur medizinischen Betreuung übergeben. Aktuelles dazu siehe "News".
Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Drolshagen führen seit Jahren vor der ersten Mahd im Mai Kitzrettungsaktionen durch und haben durch ihr Engagement schon eine Vielzahl von Kitzen vor dem grausamen Tod durch den Kreiselmäher bewahrt.

Brauchtum:

Jagdliches Brauchtum wird im Kreis Olpe groß geschrieben Jedem Hegering ist ein Bläsercorps angeschlossen, das mit seinen auf dem Fürst-Pless-Horn vorgetragenen Melodien den Respekt der Jäger vor der Natur bekundet und bei Gesellschaftsjagden durch Jagdsignale einen reibungslosen, sicheren Ablauf gewährleistet. Etliche Bläsercorps feiern runde Geburtstage, in diesem Jahr wird die Bläsergruppe des Hegerings Bilstein 40 und die aus Olpe 50 Jahre alt,ein Zeichen dafür, wie fest auch das musikalische Brauchtum in den Köpfen und den Herzen von Jägerinnen und Jägern als Ausdruck von Naturverbundenheit und Traditionsbewusstsein verwurzelt ist. Hervorzuheben ist auch das erfolgreiche Abschneiden des Bläsercorps des HR Wenden beim Landeswettbewerb im Jagdhornblasen auf Schloss Moyland bei Kleve.

Sorgen:

Eine nicht unerhebliche Rolle beim Rückgang seltener Tierarten spielen die ausufernden Bestände von Rabenkrähen und Elstern, denen mit den erlaubten Jagd- und Fangmethoden nicht beizukommen ist. Wer die großen Schwärme der schwarzen Gesellen auf Weiden beobachtet, wenn jeder Quadratmeter nach Beute inspiziert wird, der wundert sich nicht über einen dramatischen Artenrückgang, vor allem bei Reptilien und Bodenbrütern, beklagen sich nicht nur Jäger. Seien Sie ehrlich! Wann haben Sie sich zum letzen Mal am Jubilieren einer Feldlerche oder am herrlich anzusehenden Balzflug eines Baumpiepers erfreuen dürfen?

Verhütung von Wildunfällen:

Wildunfälle ziehen für die betroffenen Verkehrsteilnehmer große Unannehmlichkeiten nach sich. Diese fangen bei der auszustellenden Wildunfallbescheinigung an und hören in der Werkstatt auf. Meist sind es Zusammenstöße mit Autos, die dem Wild unsägliche Qualen zufügen. Der Jäger ist dann gefordert, mit geeigneten Hunden geflüchtetes Wild aufzuspüren und seine Leiden zu beenden. In einer von Jagdpächtern initiierten Maßnahme im Kreis Olpe sind in betroffenen Revieren an besonders gefährdeten Straßenabschnitten Reflektoren angebracht worden, die Wildtiere bei der Annäherung von Kraftfahrzeugen vom Überqueren der Straße abhalten sollen. Die ersten Rückmeldungen sind durchaus positiv. Schutz vor Wildunfällen ist auch Schutz von Menschen – oft sogar von Menschenleben.

Fuchswochen:

Die Kreisjägerschaft ist in sog. Hegeringe unterteilt. Diese führen alljährlich, meist bei Vollmond im Winter, Fuchswochen durch, bei denen hochpassionierte, kälteresistente Jäger und Jägerinnen – deren Zahl im Kreis Olpe erfreulicherweise immer weiter steigt – Reineke Fuchs an den Kragen wollen – meist mit großem Erfolg. In unserer Landschaft, in denen das Raubwild kaum natürliche Feinde hat, nimmt die Zahl von Mardern, Dachsen, Waschbären, besonders aber von Füchsen stark zu. Dem wollen die Jäger entgegenwirken – zum Schutz von Niederwild und vielen Boden brütenden Vogelarten, die in ihrer Existenz gefährdet sind und sich auf der Roten Liste bedrohter Tierarten wiederfinden. Einige Hegeringe haben in Zusammenarbeit mit der Unteren Jagdbehörde Marderbeauftragte eingesetzt, die die Bevölkerung bei zu Schaden gehenden Mardern in Wohngebieten beraten und unterstützen.

Wild:

Neben Hase, Fuchs und Co sind Rehe die am häufigsten zu beobachtenden Wildtiere. In unserer Kulturlandschaft gehört Rehwild zum Kulturgut. Förster Stefan Hren, Jungjägerausbilder, räumt mit Vorurteilen auf: "Rehe sind keine "großen braunen Knospenfresser", die den Wald vernichten und wie Ungeziefer bekämpft werden müssen". Im extrem langen Winter 2005/2006 haben besonders die Rehe unter Nahrungsmangel und dem gesetzlichen Fütterungsverbot gelitten. "Auch wenn die Jägerschaft grundsätzlich einer natürlichen Auslese gegenüber nicht negativ eingestellt ist, kann sie einem generellen Verbot der Fütterung bei extremen Wetterlagen nicht zustimmen", führt Stefan Hren weiter aus. Qualvoll verhungerte Rehe zollten dem Winter Tribut, viele geschwächte Stücke mussten Jäger von ihren Leiden erlösen – Bilder, die die Waidmänner weder mit ihrem gesetzlich verankerten Auftrag zur Hege noch mit dem Tierschutzgedanken vereinbaren können.
Auch uriges Schwarzwild zieht im Kreis Olpe seine Fährte. Damwild wird Kreis übergreifend vom Damwildring "Kölsches Heck" in Kooperation zwischen dem Siegerland und dem Kreis Olpe betreut. Darüber hinaus ist an der Grenze des Kreises Olpe zum Ebbegebirge sowie im Rothaargebirge, dem Bereich Rüspe um Oberhundem, neben Muffelwild der König des Waldes heimisch – der Rothirsch, um den sich die Legende vom Hl. Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger, rankt. Nicht nur zur Jagdkultur gehört die Verehrung des Hl. Hubertus, dem Kirchen geweiht sind, dessen Bild die Fahnen vieler Schützenvereine ziert und an dessen Wirken ein Bildstock nahe dem Skigebiet Fahlenscheid erinnert.

Vorkommende Wildarten:

  • Rotwild
  • Damwild
  • Muffelwild
  • Schwarzwild
  • Rehwild
  • Feldhasen
  • Kaninchen
  • Dachse
  • Füchse
  • Steinmarder
  • Baummarder*
  • Iltisse
  • Hermeline
  • Mauswiesel*
  • Waschbären
  • Wildkatzen*
  • Ringeltauben
  • Türkentauben
  • Graugänse
  • Nilgänse
  • Kandagänse 
  • Stockenten
  • Waldschnepfen
  • Kolkraben*
  • Aaskrähen
  • Elstern
  • Eichelhäher*
  • alle Greifvogelarten*

* ganzjährige Schonzeit