Hinweise zur Jagdausübung mit halbautomatischen Waffen

Liebe Jägerinnen und Jäger des Kreises Kleve,

 

bitte beachten Sie den nachfolgenden Hinweis, der vom Umweltministerium NRW an die Unteren Jagdbehörden und Kreisjägerschaften weitergeleitet wurde:

 


 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

 

gem. § 19 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe c) Bundesjagdgesetz ist es verboten, auf Wild mit halbautomatischen oder automatischen Waffen, die mehr als zwei Patronen in das Magazin aufnehmen können, zu schießen.

 

Das BVerwG lässt mit Urteil vom 07.03.2016 - entgegen der bisherigen Verwaltungspraxis in Nordrhein-Westfalen - bereits dann halbautomatische Jagdlangwaffen unter dieses Verbot fallen, wenn diese ein Magazin aufnehmen können, das mehr als zwei Patronen fassen kann. Somit begründe bereits die potentielle Eignung der Waffe, ein größeres Magazin aufnehmen zu können, das Verbot die Waffe zur Jagd zu verwenden. Es gibt derzeit noch keine abschließende rechtliche Klärung der Auswirkungen dieses Urteils und auch keine einheitliche Vorgehensweise der Bundesländer. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft strebt eine Änderung des Bundesjagdgesetzes an, siehe BMEL-Pressemitteilung Nr. 52 vom 15.04.2016.

 

Betroffen von diesem Urteil sind nicht:

- Halbautomatische Pistolen

- Halbautomatische Selbstladebüchsen mit fest eingebautem Magazin mit maximalen Fassungsvermögen von zwei Patronen

- Halbautomatische Selbstladeflinten mit feststehendem Röhrenmagazin mit maximalen Fassungsvermögen von zwei Patronen

 

Das Bundesministerium des Innern wie auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft raten bis zur abschließenden Klärung der Auswirkungen des BVerwG-Urteils von einer Verwendung der betroffenen Waffen ab. Dieser Empfehlung schließt sich das MKULNV an.“

 


 

Mit besten Grüßen und Waidmannsheil!