Marder oder ein Eichhörnchen?

Artikel der Westfalenpost vom 22.04.2016

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Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft unterwegs mit Peter Vogel

Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe am 01.04.2016 in Remblinghausen

Die Jägerinnen und Jäger der Kreisjägerschaft Hochsauerland trafen sich am Freitag, dem 01.04.2016zur jährlichen Hauptversammlung. Die Versammlung wurde musikalisch begleitet vom Bläsercorps Remblinghausen.

Als Ehrengäste sprachen der stellvertretende Landrat Ferdi Lenze und der Bürgermeister Christoph Weber Grußworte. Das gute Miteinander von Jägern, Land- und Waldbauern sowie Grundbesitzern im Kreisgebiet und dem ländlichen Raum wurde besonders betont.

Geehrt für ihren Einsatz in der Verbandsarbeit wurden Wilfried Mesters, Franz-Josef Wüllner und Andreas Stratmann (unteres Foto) vom 1. Vorsitzenden Christoph Bernholz und seinem Stellvertreter Dr. Michael Dietrich.

Höhepunkt der Tagesordnung war der Vortrag des Forstdirektors Ulrich Maushake, dem Leiter des Bundesforstamtes Grafenwöhr, der den weiten Weg ins Sauerland nicht gescheut hat um die auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr mit beeindruckenden Ergebnissen durchgeführten Rotwildbewirtschaftungsstrategien vorzustellen. Der kurzweilige Vortrag „Der gelenkte Hirsch“ zeigte neue Wege und Strategien der Rotwildbewirtschaftung auf, die geeignet sind, Verbiss- und Schälschäden durch das heimische Rotwild deutlich zu reduzieren, ohne dabei den Focus auf einen erhöhten Abschuss oder gar verlängerte Jagdzeiten zu legen. Vielmehr, so Maushake, führe die Einrichtung und strikte Einhaltung von großen Wildruhezonen, das Unterlassen von Abschüssen des Rotwilds auf den Wiesen und Äsungsflächen außerhalb des Waldes, die Vermeidung von Kleinstrudeln, die nur noch aus Alttier, Schmaltier, Kalb oder vier bis fünf Stücken bestehen und das Unterlassen der Bejagung von Rotwild vor der Brunft mit der damit verbundenen Unruhe für das Rudel, dazu, dass die Tiere deutlich weniger Schäden in den Wäldern anrichten. In den Wildruhezonen müsse strikt dafür Sorge getragen werden, dass es dort weder durch Jagd, noch durch andere Naturnutzer zu Störungen des Wildes kommt. Hierfür sind in den Rotwildbezirken Reviere von ausreichender Größe notwendig, die die Einrichtung entsprechender Ruhezonen zulassen. Weiterhin betonte er die Wichtigkeit der Winterfütterung mit Heu oder Grassilage bis zum Beginn der Vegetationsperiode. Schäden durch Rotwild dadurch vermeiden zu wollen, dass man durch erhöhte Abschüsse immer kleinere Rudel schaffe und den Tieren im Sommer die Kälber wegschieße, halte er für tierschutzwidrig. Das Rotwild brauche eine große Rudelstruktur, um seine soziale und stressfreie Lebensweise führen zu können. Nur mit diesen Strategien könne es gelingen, Rotwild und Wald in Einklang zu bringen und dieses faszinierende Wild auch wieder für alle Naturliebhaber sichtbar zu machen. Denn wenn es Sicherheit in seinem Lebensraum erfährt, zieht es auch tagsüber auf die Wiesen und richtet im Wald deutlich weniger Schäden an.

Die Rückkehr des Wolfes

Zur Rückkehr des Wolfes nach Deutschland
Positionspapier des Deutschen Jagdverbandes e.V. (DJV)
Der Wolf war früher in ganz Europa verbreitet. Nachdem er vom 18. bis zum 20. Jahrhundert in West- und Mitteleuropa aufgrund vieler Konflikte mit dem Menschen in vielen Gebieten durch Verfolgung ausgerottet oder auf wenige, isolierte Vorkommen zurück gedrängt wurde, gab es im Jahr 2000 wieder einen Reproduktionsnachweis von Wölfen in Deutschland (Muskauer Heide, Sachsen). Seitdem erschließen sich die Wölfe mit zunehmender Geschwindigkeit neue Lebensräume und haben sich in den Bundesländern Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt fest etabliert.

Nach letztem offiziellen Stand des Bundesamtes für Naturschutz lebten im Herbst 2014 in Deutschland mindestens 31 Wolfsrudel, 4 Paare und 5 territoriale Einzel-tiere sowie eine unbekannte Anzahl nicht territorialer Einzelwölfe. Für das Monitoring-Jahr 2013/2014 konnten über 100 Wolfswelpen in Deutschland bestätigt werden. Die Dynamik von Populationswachstum und -ausbreitung hat dabei in den ersten 15 Jahren auch sehr optimistische Erwartungen deutlich übertroffen. Aus den belegten Ergebnissen des Monitorings in Deutschland lässt sich kontinuierlich ein Zuwachs von über 30 Prozent pro Jahr ablesen. Die Wiederausbreitung ist nicht zuletzt ein Resultat der von den Jägern mitgetragenen Schutzbemühungen auf nationaler und internationaler Ebene. So galt der Wolf in der Bundesrepublik Deutschland seit 1987 als streng geschützte Art, während er im gleichen Jahr auf dem Gebiet der DDR auf jagdgesetzlicher Grundlage zum Abschuss freigegeben wurde. Mit der Wiedervereinigung wurde der Schutzstatus auf ganz Deutschland ausgeweitet und 1992 wurden Wölfe EU-weit unter den Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) gestellt (Deutschland: Anhang II und IV).

Positionspapier des DJV -der ganze Text

ökologisches Jagdgesetz

Die wichtigsten Änderungen des neue Jagdgesetzes lt. RWJ 06/15

Herunterladen: ökologisches jagdgesetz