Unterstützen Sie die neue „Flächendeckende Einschätzung“ von Wildtierarten in NRW!

2. Januar 2017, Dortmund (LJV) 
Aufruf von LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg an alle Revierinhaberinnen und Revierinhaber von Jagdrevieren in Nordrhein-Westfalen
 

Sehr geehrte Revierinhaberinnen und Revierinhaber,

liebe Jägerinnen und Jäger,

 

die „Flächendeckende Einschätzung“ im Frühjahr in den Jahren 2006, 2009, 2011, 2013 und 2015, an der sich erfreulicherweise sehr viele NRW-Reviere beteiligten, hat zu sehr wichtigen Erkenntnissen über das Vorkommen und die regionale Verbreitung von Wildtierarten geführt. 

WILD Bogen - Bildausschnitt 2017

Im einzelnen erinnere ich an die Besatzentwicklung des Wildkaninchens (einschließlich seiner Krankheiten), das Vorkommen von Grau- und Kanadagans, die Verbreitung der Neozoen Nilgans, Marderhund, Waschbär und Mink sowie von Kolkrabe, Wildkatze, Fischotter, Biber und Nutria.

Die hochinteressanten Ergebnisse haben den Deutschen Jagdverband veranlasst, im Einvernehmen mit den jagdwissenschaftlichen Instituten, die das WILD-Projekt begleiten, im Frühjahr 2017 bundesweit eine erneute „Flächendeckende Einschätzung“ durchzuführen, und zwar als Erhebung zu den Arten, die im rechts vorgestellten Fragebogen genannt sind. Der Fragebogen ist in Bezug auf das Revier allgemein gehalten, so dass die Anonymität absolut gewahrt bleibt.

Obwohl die einzelnen Sachfragen mit der vorhandenen Revierkenntnis einfach beantwortet werden können, liegt die besondere Bedeutung dieser Umfrage in der „Repräsentativität“, d. h. im Idealfall mit der „flächendeckenden“ Beteiligung aller Reviere.

 

Aus diesem Grunde bitte ich also alle Revierinhaberinnen und Revierinhaber im Lande NRW sehr herzlich, dass sie sich an dieser Aktion zur Unterstützung der jagdpolitischen Bemühungen des DJV beteiligen und den Fragebogen möglichst bis Mitte Juni an dieselbe Stelle (Kreisjägerschaft, Hegering) zurückzuleiten, von der Sie ihn erhalten haben.

 

Zur Klarstellung hebe ich hervor, dass durch diese „Einschätzung“ die schon traditionellen WILD-Zählungen in den Referenzrevieren nicht berührt werden, diese also (unabhängig von dieser Erhebung) auch weiter in Bezug auf den Feldhasen und seine Prädatoren (Fuchs, Dachs, Krähe) von entscheidender Bedeutung sind.

Zugleich weise ich daraufhin, dass die ebenfalls schon traditionellen Erhebungen der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung (Bonn) zum Rebhuhn – diese Umfrage wird seit 2016 durch den LJV im Rahmen des WILD-Projektes koordiniert und läuft jeweils über die unteren Jagdbehörden – grundsätzlich nicht berührt werden. Wenn das Rebhuhn in dieser „Flächendeckenden Einschätzung“ trotzdem „abgefragt“ wird, so dient dies dem sehr wichtigen Zweck, auch Erkenntnisse darüber zu bekommen, wie sich das Rebhuhn in den übrigen Gebieten, die in den jährlichen Erhebungen nicht erfasst werden, entwickelt hat.

 

Zusammenfassend halte ich also fest, dass der Deutsche Jagdverband in dieser Sache auf die aktive Unterstützung der Revierinhaberinnen und Revierinhaber dringend angewiesen ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diesem Anliegen entsprechen könnten.

Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus und verbleibe mit allen guten Wünschen für das Neue Jahr.

 

 

Ralph Müller-Schallenberg

Präsident des Landesjagdverbandes NRW

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