Seuchenprävention – Hunde an der Leine führen!

30. November 2016, Dortmund (LJV) Aktuell ist die Geflügelpest weiter auf dem Vormarsch, der Virus H5N8 ist für Menschen und andere Tiere wie Hunde nicht ansteckend. Dennoch sind einige wichtige Punkte zu beachten. Hunde sollten von den betreffenden Wildarten ferngehalten und an der Leine geführt werden, dies betrifft mittlerweile mehr als 22 Risikogebiete in NRW.
Genauer Informationen zu den Risikogebieten finden Sie unter unten genannten Link auf der Seite des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW.

Doch was ist zu tun, wenn man selbst oder der Hund doch mit verendetem Federwild in Kontakt kommt?

Frau führt Hunde aus Foto von Heinz Dieter Fuhr

Foto von Heinz Dieter Fuhr

Sollten Sie oder Ihr Hund einen verendeten Wildvogel finden, ist dies umgehend der zuständigen Veterinärbehörde zu melden. Der direkte Kontakt zum Geflügel ist zu vermeiden, Handschuhe und Plastiktüte verwenden, in Kontakt gekommene Kleidung sollte bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Wenn der eigene Hund mit verendeten Vögeln in Kontakt gekommen ist, sollte dieser kurzgehalten werden und bis zur Klärung nicht frei herumlaufen, um eine Verbreitung der Vogelgrippe zu vermeiden.
In Gebieten in denen die Jagd auf Federwild noch ausgeübt wird, führen die Behörden ein Monitoring durch. Da es sich bei dem Virus um eine meldepflichtige Krankheit handelt, ist jeder tote Vogel der Behörde zu melden und zu übergeben. Zusätzlich werden im Bereich des aktiven Monitorings Stichproben bei erlegtem Wild genommen. Dies geschieht in Absprache zwischen Veterinäramt und Jagdausübungsberechtigtem.

Aber nicht nur Jäger und Hundehalter sind betroffen, auch Katzen sind im Einflussbereich zu halten. Das bedeutet Konkret, dass diese idealerweise im Haus oder der Wohnung zu halten sind. Sollte Ihre Katze Ihnen einen verendeten Vogel bringen, ist auch dieser den zuständigen Veterinärbehörden zu melden und zu übergeben. Diese Vorkehrungen vermindern die Gefahr einer Verbreitung der Geflügelpest.

Neben der Vogelgrippe ist zuletzt auch die Aujeszkyschen Krankheit wieder vermehrt ins Gespräch gekommen. So gab es unlängst einen Nachweis in Hessen. Um eine für den Hund tödliche Ansteckung zu verhindern, sollte der direkte Kontakt mit Schwarzwild vermieden werden. Für Jäger gilt, Hunde sollten weder am Aufbruchplatz noch an der Strecke Kontakt zu erlegtem Wild haben.

Fakten zum Thema Geflügelpest:
- in Risikogebieten Hunde an der Leine führen
- Katzen im Haus halten
- tot aufgefundene Wildvögel dem Veterinäramt melden
- in Kontakt gekommene Kleidung bei 60° Celsius waschen
- das Virus ist nicht auf Hunde, Katzen oder Menschen übertragbar, aber   diese können es weiter verbreiten
- Hund nach Kontakt mit verendetem Wild bis zur Klärung an der Leine     führen

Fakten zum Thema Aujeszkyschen Krankheit:
- oft auch Pseudowut genannt
- ist für Hunde immer tödlich
- Symptome nach ca. 4 Tagen ähnlich der Tollwut
- Übertragung durch: Schleimhaut- und Speichelkontakt, Sauenbisse,       Aufnahme von rohem Schweinefleisch
- hoch infektiöse Wildteile: die Mund- und Nasenschleimhäute samt  Gaumenmandeln (Speichel) und das Gescheide (Aufbruch)
- nicht auf den Menschen übertragbar


Aktuelle Infos zu Risikogebieten für die Geflügelpest:

https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/verbraucher/pdf/Aktuelle_Lage_Vogelgrippe.pdf