Leistungen der Jäger für den Tierschutz anerkannt, dennoch Klage abgewiesen

17. Dezember 2015, Gelsenkirchen (LJV NRW). Der Landesjagdverband NRW (LJV) ist über das heutige Urteil des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen, mit dem seine Klage auf Anerkennung als Tierschutzverein abgewiesen wurde, mehr als enttäuscht, zumal das Gericht die Leistungen eines jeden einzelnen Jägers und auch des Landesjagdverbandes für den Tierschutz ausdrücklich hervorgehoben und gelobt hat. 

 

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Ebenso hat das Gericht hervorgehoben, dass Jagd und Tierschutz überhaupt keinen Widerspruch darstellen, sondern auch die Jagd angewandter Tierschutz ist.

 

Dass das Gericht dennoch aus rein satzungsformellen Gründen die Klage abgewiesen hat, ist für den LJV nicht nachvollziehbar. In seiner mündlichen Urteilsbegründung wies das Gericht darauf hin, dass es mit seiner Entscheidung juristisches Neuland beschritten habe und dabei im Wesentlichen Wertungsfragen zu beantworten gehabt habe. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache lies das Verwaltungsgericht deshalb ausdrücklich die Berufung zum Oberverwaltungsgericht zu. Der LJV wird zunächst die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und dann entscheiden, ob er in Berufung gehen wird.

 

17. Dezember 2015