Auch mehrere Schalldämpfer möglich

Mit Erlass vom 26.10.2017 erkannte der NRW-Innenminister ein Bedürfnis für die Verwendung von Schalldämpfern durch Jäger bei der Verwendung von Langwaffen mit schalenwildtauglichen Kalibern grundsätzlich an.

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Landesjagdverband NRW setzt sich für besseren Arbeitsschutz bei der Jagd ein.

15. Dezember  2017, Dortmund (LJV). Da mit diesem Erlass der Bedarf bei Jägern in der Regel nur für einen Schalldämpfer anerkannt wurde, hat sich der LJV NRW umgehend beim Innenministerium dafür eingesetzt, auch den Erwerb mehrerer Schalldämpfer für Jäger grundsätzlich zu ermöglichen.

 

Mit ergänzendem Erlass vom 17.11.2017 hat das Innenministerium nun noch einmal klar gestellt, dass die Nutzung verschiedener Waffen mit unterschiedlichen Kalibern und Einsatzgebieten als Begründung für das Erfordernis weiterer Schalldämpfer grundsätzlich ausreicht.

 

Diese Begründung sollte der Jäger schriftlich gegenüber seiner Waffenbehörde darlegen. Im Übrigen hat das Ministerium auch klarstellend darauf hingewiesen, dass ein Schalldämpfer ggf. auch für Waffen in verschiedenen schalenwildtauglichen Kalibern genutzt werden kann.

 

Ein herzliches Dankeschön an Innenminister Reul für diese Klarstellung im Sinne des Gesundheitsschutzes für Jäger und Jagdhunde!

 

Gleichzeitig wurde aber auch nochmals darauf hingewiesen, dass es vor dem Erwerb und Besitz von Schalldämpfern durch Jäger eines Voreintrags in die WBK bedarf, da Schalldämpfer waffenrechtlich nicht unter das „Jägerprivileg“ für den Erwerb von Langwaffen ohne Bedürfnisnachweis fallen.