30. Landeswettbewerb im Jagdhornblasen des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen

Veranstaltungsort:
Oberes Schloss Siegen
 

Datum:

Samstag, 18. Juni 2016

von 8 bis ca. 19 Uhr

Sonntag, 19. Juni 2016

von 8 bis ca. 17.30 Uhr

 

Jagdliches Brauchtum ist die Seele der Jagd

30. Mai 2016, LJV-NRW. Am 18. und 19 Juni findet der 30. Landeswettbewerb im Jagdhornblasen am Oberen Schloss in Siegen statt. Die Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein und der Landesjagdverband NRW erwarten an diesem Wochenende rund 2.000 Jagdhornbläser aus etwa 120 Bläsergruppen Nordrhein-Westfalens und Gastgruppen aus anderen Bundesländern.

 

Jagdhornbläser

Jäger und Nichtjäger sind zu der Präsentation jagdlichen Brauchtums auf der Bühne sowie einem Rahmenprogramm eingeladen. Neben der Interpretation der Jagdsignale und der Jagdmusik wollen sich die Jagd und die Jägerschaft der Öffentlichkeit darstellen. Im Anschluss werden an beiden Wettbewerbstagen ein freies Kürblasen sowie ein gemeinsames Abschlussblasen aller Teilnehmer vor der Siegerehrung stattfinden. Die Abschlusskonzerte an den beiden Wettbewerbstagen vor der Kulisse des Siegener Schlosses lassen Gänsehautgefühl erwarten.

 

Neben dem Wettbewerb locken viele weitere Angebote aus den Bereichen Jagd, Outdoor, Zieloptiken, Geländewagen oder Jagdblasinstrumenten. Ein Jägermarkt, Jagdmalerei, Jagdhunde- und Greifvogelschauen runden das attraktive Themenfeld ab und geben Einblicke in alle Bereiche des Jagdwesens. Für das leibliche Wohl ist auf dem Wettbewerbsgelände bestens gesorgt. Bereits für die früh anreisenden Gruppen und Gäste wird auf dem Wettbewerbsgelände ein Frühstück angeboten. Auf dem gesamten Wettbewerbsgelände dürfen Hunde angeleint mitgeführt werden, das Betreten der Rasenflächen im Schlosspark des Oberen Schlosses ist natürlich nicht gestattet. Ziel für die mit Bussen anreisenden Gruppen ist die Siegerlandhalle, von wo aus sie für die Anfahrt zum Schloss eingewiesen werden.

 

Die 1948 gegründet Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein mit ihren 1640 Mitgliedern richtet erstmalig den Landeswettbewerb aus. „Durch jagdpolitische Veränderungen ist es wichtiger denn je, bei diesem Wettbewerb Flagge zu zeigen“, schreibt Christian Baeyens, Obmann für jagdliches Brauchtum der KJS Siegerland-Wittgenstein, in seinem Grußwort zur Veranstaltung: „Das jagdliche Brauchtum ist die Seele der Jagd.“ Der Landesobmann für jagdliches Brauchtum, Josef Füchtenkord, erinnert in seinem Grußwort an den Ursprung des Jagdhornblasens, den Zwang, sich bei der Jagd über große Entfernungen verständigen zu müssen. Füchtenkord: „Zur Jagdausübung gehört untrennbar auch die Jagdkultur, deren wichtiger Bestandteil das Jagdhornblasen ist.

 

Die Hörner waren früher das Handy der Jäger. Sie wurden geblasen, wenn die Schützen ihre Plätze eingenommen hatten und die Hundeführer und Treiber ihre Arbeit beginnen sollten oder wenn das Treiben beendet wurde. Über Berge und Täler gab jeder Jäger mit seinem Horn das Signal weiter, denn für die meisten Jäger gehörte das Horn zur Ausrüstung wie das Gewehr. Später am Lagerfeuer rufen die Bläser zum Mittagstisch und verblasen die Strecke. Jedes Tier hat ein eigenes Signal. Diese Tradition hat bis heute Bestand. Ebenso wie das Halali, bei dem die Jagdgemeinschaft die Tiere würdigt, so wie seit jeher Naturvölker und moderne Jäger an dem erlegten Wild tun.

 

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