Landesnaturschutzgesetz - Vermeinden von Mähtot - Verbot Mähen von außen nach innen

Nach dem nun verabschiedeten Landesnaturschutzgesetz ist klar geregelt, wann der Landwirt von innen nach außen mähen MUSS. (größer 1 ha).

 

Dies stellt nun eine Ordnungswidrigkeit da, die Geld kostet.

 

Normalerweise bekommt die Landwirtschaft dies über die Kammer mittgeteilt. Sollte ein Landwirt nicht danach handeln, sollten die Jäger auf die aktuelle Gesetzeslage hinweisen.

 

Darauf weist das

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW - 40190 Düsseldorf des Landes Nordrhein-Westfalen  mit Schreiben vom 10. Mai 2017

 

An die Kreise und kreisfreien Städte - Untere Jagdbehörden - 

 

hin:

 

 

Durch die Mahd von außen nach innen sind Säugetiere, wie Rehkitze und Junghasen, aber auch Bodenbrüter besonders gefährdet.  

 

Gemäß § 4 Absatz 1 Nummer 5 Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG NRW) ist bei der landwirtschaftlichen Nutzung verboten, bei der Mahd auf Grünlandflächen ab 1 Hektar von außen nach innen zu mähen, davon unberührt bleibt stark hängiges Gelände. Die Regelung hat zum Ziel, die bei der Grünlandmahd auftretenden, mahdbedingten Tierverluste wirkungsvoll zu verringern. Durch das weithin geläufige Mähen von außen nach innen ergeben sich erhebliche Verluste an Tieren. Im Verlauf des Mähvorgangs sammeln sich weniger mobile Bodenbrüter und Säugetiere nach und nach in dem immer kleiner werdenden ungemähten Bereich und fallen dort  schlussendlich dem Mähwerk zum Opfer. Diese Tierverluste sind vermeidbar, indem die Flächen umgekehrt von innen nach außen oder von einer Seite aus gemäht werden und die Tiere so an die Wiesenränder gelangen und sich in ungenutzte Randstreifen flüchten können. Da in stark hängigem Gelände (mind. 8 %) aufgrund der mit dem Schleppereinsatz verbundenen Kippgefahr grundsätzlich nur von außen nach innen gemäht werden kann, gilt für solches Gelände das Verbot nicht. 

 

Gemäß § 77 Absatz 1 Nummer 1 LNatSchG NRW handelt ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die in § 4 Absatz 1 Nummer 1 bis 5 LNatSchG NRW aufgeführten Verbote verstößt. Zuständige Behörde ist die untere Naturschutzbehörde. Daneben besteht grds. eine tierschutzrechtliche und ethische Verpflichtung, eine Verringerung von Mähtodverlusten durch unterschiedliche Maßnahmen zu erreichen. Voraussetzung ist die Sensibilisierung von Landwirten, Jägern und Dienstleistungsunternehmen. Hauptgefährdungszeitraum ist die Zeit von Mai bis Juli. 

 

Aufgrund des bereits begonnenen Gefährdungszeitraums wird empfohlen, o. g. Regelung – als ein Baustein zur Vermeidung von Mähverlusten – den Jagdausübungsberechtigten mitzuteilen, da sie offensichtlich nicht allseits bekannt ist. 

 

Im Auftrag gez. Schilling

Oberste Jagdbehörde