Herzlich Willkommen bei der Kreisjägerschaft (KJS) Rhein-Sieg e.V.

Hier werden Sie über unsere Aktivitäten sowie über aktuelle Neuigkeiten rund um die Themen Jagd, Wild- und Naturschutz auf dem Laufenden gehalten.

Gerne stehen wir Ihnen für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail oder nutzen Sie einfach das Kontaktformular.

Kreismeisterschaft 2017

Die Ergebnisse der Kreismeisterschaft im jagdlichen Schießen 2017 stellen wir als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

 

Herunterladen: Ergebnisse 2017

22. Jagdschutzseminar der Kreisjägerschaft Rhein-Sieg e.V.

Die KJS Rhein-Sieg e.V. führt am 15.09.2017 um 18.00 Uhr ihr diesjähriges Jagdschutzseminar im "Gasthaus auf dem Berge", Inh. Markus Kirschbaum, Bonner Str. 54, 53797 Lohmar-Höffen, Tel. 02206-2730, für Revierinhaber und Jagdaufseher durch.

 

In Absprache mit der Unteren Jagdbehörde des Rhein-Sieg-Kreises wird das Seminar für die Bestätigten Jagdaufseher als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Teilnahmebescheinigungen werden am Ende der Veranstaltung ausgegeben.

 

 

Thema aus aktuellem Anlass: Zeitgemäße Bejagung des Schwarzwildes am Beispiel einer Hochwild-Hegegemeinschaft. Referent ist Wildmeister Peter Markett, Landesvorsitzender des Berufsjägerverbandes in NRW. Anschließend verbleibt genügend Zeit für einen Erfahrungsaustausch, Fragen und Diskussion zum Schwarzwildbestand im Kreisgebiet. Ende ca. 20.30 Uhr.

 

Georg Schneider, Obmann für den Jagdschutz der KJS Rhein-Sieg e. V., 26.07.2017

LJV: Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände

Erlass zur Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände und Verringerung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vom 17. Juli 2017

 

Möglichkeit der landesweiten Schonzeitaufhebung der Überläufer

 

17. Juli 2017, Dortmund (LJV). Mit dem Erlass zur Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände und Verringerung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vom heutigen Tag, bittet das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MUNLV) die unteren Jagdbehörden in ihrem Zuständigkeitsbereich die Schonzeit für Überläufer gemäß § 24 Absatz 2 LJG-NRW mit sofortiger Wirkung bis zum 31.03.2018 aufzuheben.

 

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW wird gebeten, auf die Erhebung von Entgelten für die Bejagung von Frischlingen und Überläufern zu verzichten.

 

Herunterladen: Erlass als PDF-Datei

Neuer Kreisjagdberater: Dr. Norbert Möhlenbruch

Die Kreisjägerschaft gratuliert Herrn Dr. Norbert Möhlenbruch sehr herzlich zu seinem neuen Amt und möchte ihn willkommen heißen. Wir sind froh und glücklich, dass wir ihn für das Amt des Kreisjadtberaters gewinnen konnten.

 

Wir wünschen ihm einen guten Anfang und viel Freude an seinen vielfältigen neuen Aufgaben.

 

Elisabeth Trimborn, 23.03.2017

Kreisjagdberater Jörg Pape im Ruhestand

Die Kreisjägerschaft bedankt sich bei Herrn Pape für seine langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit als Kreisjagdberater. In seiner Arbeit bei allen ideellen, wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Problemen in der Position als Kreisjagdberater gegenüber gegenteiligen Auffassungen und Meinungen Dritter, fachlich und sachlich vermittelt zu haben.

 

Eine schöne Aufgabe, insbesondere, wenn die vielen kleinen und großen
Schwierigkeiten endlich überwunden wurden und ein angestrebtes Ziel
letztlich doch noch erreicht wurde.

 

Wir wünschen Herrn Pape alles Gute und bedanken uns für seine 21jährige Tätigkeit und gute Zusammenarbeit.

 

Elisabeth Trimborn, 23.03.2017

Aktuelles und Historisches zum Wald-Wild-Konflikt

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Der Streit von Jägern auf der einen Seite und Förstern sowie Waldbesitzern auf der anderen Seite, ob es denn zu viel Schalenwild im Wald gibt, ist keineswegs neu. Die Idee, die Waldbewirtschaftung näher an die natürlichen Prozesse zu binden, hat mit Alfred Möller und seiner Dauerwaldbewegung bereits vor 100 Jahren Diskussionen ausgelöst. Wenn also heute die Forstwirtschaft sich auf macht, diesen Ideen mehr Raum zu verschaffen, darf die Wildfrage nicht außer Acht gelassen werden. Ein Mehr an Baumartenvielfalt und Naturverjüngung ist nur mit angepassten Wildbeständen möglich. Was Jäger und Waldbesitzer aber immer noch vernachlässigen: vom naturnahen Wald profitiert auch das Wild und mehr miteinander zu reden ist besser, als nur übereinander zu schimpfen. Dr. Hanns Noppeney und Dr. Norbert Möhlenbruch haben sich in Wort und Bild dem Thema gewidmet. Den Beitrag finden Sie unter der Rubrik Wildfotografie. Viel Spaß beim Lesen.

Elisabeth Trimborn

Artenschutzförderungen für Grün- und Ackerland erhöht

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Die Mittel für Pflege-und Gestaltungsmaßnahmen im Grün-und Ackerland wurden erheblich angehoben. Für Wiesen und Weiden können keine neuen Anträge angenommen werden, weil die Mittel von Kreis und Land bereits aufgezehrt sind, es sei, es handelt sich um Bereiche mit ausgewiesenem Naturschutz. Die Biologische Station Eitorf, in dessen Trägerverein auch unsere KJS ist, sucht aber weitere Flächen im Ackerland. Dort sind Maximalprämien von 1900 Euro je ha möglich ohne dass besondere Schutzausweisungen vorliegen oder ausgesprochen werden. Maßnahmen, die auch dem Niederwild dienen, sind ausdrücklich gesucht. Haben Sie also selber Flächen oder können sie einen Landwirt in ihrem Revier dafür werben, sollten sie sich unmittelbar an Herrn Weddeling von der Biologischen Station Tel 02243 847906 wenden.

 

Dr. Norbert Möhlenbruch
Obmann Naturschutz

Wald schützen und Waldbesitzer stärken

Bundesminister Schmidt bringt neues Wald- und Jagdgesetz auf den Weg.

 

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärte dazu: "Unsere Maxime heißt schützen und nützen. Der Wald bringt uns wirtschaftliche Erträge und Erholung, dient dem Klimaschutz und beherbergt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Mit dem neuen Gesetz haben wir es geschafft, insbesondere die Bewirtschafter kleinerer Waldflächen bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu unterstützen. Mein Ziel ist die Stärkung insbesondere der Besitzer kleinerer Wälder und die Sicherung einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Jagd."

 

Die geplante Änderung des Bundeswaldgesetzes trägt dafür Sorge, dass den Waldbesitzern bei den der Holzvermarktung vorgelagerten forstlichen Dienstleistungen (z.B. Markierung der Bäume) eine qualifizierte Beratung auch durch staatliche Förster angeboten werden kann. Die Bewirtschafter von kleineren Waldflächen unterstützt das geplante Gesetz dabei, eigenverantwortlich die mit der nachhaltigen Waldbewirtschaftung verknüpften Gemeinwohlleistungen zu erbringen. Der Gesetzentwurf betont ausdrücklich die Bedeutung des privaten Waldbesitzes sowie der Forstbetriebsgemeinschaften für die Daseinsvorsorge im Cluster Forst und Holz.

 

Mit den Änderungen des Bundesjagdgesetzes setzt das BMEL unter anderem seine Vorstellungen für eine Minimierung des Bleis in Jagdmunition um, die gleichzeitig Anforderungen des Tierschutzes berücksichtigen. Zusätzlich werden die Inhalte der Jägerausbildung und der Prüfung an zeitgemäße Anforderungen angepasst.

 

Die Ressortabstimmung über den Entwurf zur Änderung des Bundeswaldgesetzes (BWaldG) und des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) ist abgeschlossen.

 

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung geht noch heute in die Länder- und Verbändebeteiligung. Für Mitte März sind die Anhörungen der Länder und Verbände geplant. Anschließend ist die Befassung durch das Bundeskabinett und die Einleitung des Gesetzgebungsverfahrens vorgesehen.

 

Quo vadis - Niederwild?

Die Jägerschaft Rhein-Sieg diskutierte mit Prof. Ulrich Köpke und Betriebsleiter Dr. Berg auf dem Wiesengut in Hennef die Möglichkeiten, Tieren der Agrarlandschaft einen verbesserten Lebensraum zu gestalten. Als Leiter des Institutes für organischen Landbau und Mitglied verschiedener Kommissionen entwickelt Prof. Köpke in der praktischen Erprobung Vorgehensweisen für ein Nebeneinander von Wildflora, -fauna und moderner Landwirtschaft. Erhöhung der Grenzlinien, Minimierung von Pflanzenschutz, Klee-Gras-Gemische, Wildkrautstreifen entlang der Schläge, Hecken, die nicht einfach durchwachsen, sondern mustergültig in Abschnitten auf den Stock gesetzt werden und Vielfalt der Ackerfrüchte bleiben nicht ohne Wirkung: im Durchschnitt der Jahre beherbergt das Wiesengut einen Hasen je ha und liegt damit weit über dem Durchschnitt der umliegenden Siegauenlandschaft. Der Versuchsbetrieb der Universität Bonn kann in seinen Maßnahmen nicht Leitlinie für den allgemeinen Ackerbau im Rheinland sein, es ergeben sich aber viele Fragen und Angebote: Ist der Hasenreichtum Ergebnis einer optimalen Ernährung im Säugestadium der Häsinnen, erlauben die lichter geführten Bestände mit einer noch weit verbreiteten Kräuterpalette Lebensraum auf ganzer Fläche, sind Vorgewendestreifen mit anderem Pflanzenbau die eigentliche Chance des Greening und der Bodenpflege, welche Rolle spielt der Insektenreichtum für Fasan und Rebhuhn? Die Diskussion erbrachte einige Kritik an den bisherigen Greeningbemühungen. Nicht nur die Fläche von lediglich 5 % wurde bemängelt , sondern auch die Wirksamkeit mancher Maßnahme. Wird z. B. eine Zwischenbegrünung dunkel und nass gestaltet, zudem noch im falschen Zeitpunkt gemulcht, ergibt sich oft eher eine Falle als ein neuer Lebensraum.

Interessant auch der Apell nach mehr Absprache zwischen Landwirten und Jägern. Neben der Lebensraumfrage ist Prof. Köpke sich absolut sicher: nur wer die Prädatoren im Griff hat, kann bei den sich über Jahrzehnte eingestellten schlechten Grundbedingungen der Ackerlandschaft dennoch Erfolge beim Niederwild erzielen.

 

Dr. Norbert Möhlenbruch KJS Rhein-Sieg