Biotophegepreis 2013 geht an Kreisjägerschaft Gelsenkirchen

15. Juni 2013, Münster (LJV). Auf dem Landesjägertag in Münster wurde die Kreisjägerschaft Gelsenkirchen mit dem Biotophege-Preis 2013 der Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

 

Stefan Lacher, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen, und Reinhard Jäger, Obmann für Naturschutz und Jagdschutz der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen, nahmen den Biotophegepreis, der mit 2000 Euro dotiert ist, entgegen.

Biotphegepreis 2013

Das Projekt:

Im Jahr 1979/80 wurden von engagierten Jugendlichen unter Anleitung des heutigen Kreisjagdberaters Herrn Reinhard Jäger erste Nistkästen gebaut, aufgehängt und betreut. Es handelte sich um Meisenkästen, teilweise auch Halbhöhlen- und Baumläuferkästen und in einer kleinen Zahl auch um Steinkauz- und Waldkauzkästen.

 

Im Jahr 1983 folgte der eigentliche Start des „Großhöhlenprojektes“. 30 Nistkästen wurden von den Schülern der Georg-Kerschenstein-Berufsschule nach Vorgabe und Bauplänen der Kreisjägerschaft gebaut. Das Material hat die Kreisjägerschaft bezahlt. Aufgehängt und regelmäßig gereinigt wurden die Kästen von einem Mitglied der Kreisjägerschaft (einer der o. g. Jugendlichen). Dazu stellte das Grünflächenamt jedes Jahr einen Hubsteiger zur Verfügung.

 

Im Jahr 1989 wurden von den Schülern der Georg-Kerschenstein-Berufsschule 30 weitere Nistkästen gebaut. Die Zahl der aufgehängten Nistkästen erhöhte sich damit auf 56. Einige ältere Kästen mussten durch neue ersetzt werden. Die Reinigung, Kontrolle und ggf. Reparatur wurde nun von dem Mitglied der Kreisjägerschaft Herrn Dirk Schnädelbach und gelegentlich von einigen anderen KJS-Mitgliedern durchgeführt.

 

Im Jahr 1991 wurden 15 neue Kästen von der Veltins-Brauerei gestiftet. Die Zahl der aufgehängten Kästen stieg auf 64. Auch hier wurden einige alte Nistkästen durch neue ersetzt. 6 Turmfalkenkästen wurden an verschiedenen Industrieanlagen angebracht.

 

Im Jahr 1996 wurden 7 weitere Turmfalken-Nistkästen an alten Industrieanlagen der RAG außerhalb des Stadtgebietes in Essen, Bochum und Dortmund angebracht. Veranlasst hat dies das Mitglied der KJS Herr Ivo Holdefleiss, Bergassessor bei der RAG. Gebaut wurden die Kästen vom KJS-Mitglied Herrn Dirk Schnädelbach.

 

Haupt-„Nutznießer“ der Großhöhlen-Nistkastenaktion ist bis heute die Hohltaube. Diese kommt heute in Gelsenkirchen in einem nicht unwesentlichen Besatz flächendeckend vor. Daneben kommt es gelegentlich zu Waldkauzbruten in den oben aufgeführten Nistkästen und zum Bezug durch Eichhörnchen. Neben diesen offiziellen Nistkästen wurden aber auch noch einzelne Steinkauz-, Turm- und Wanderfalkenkästen im Stadtgebiet durch verschiedene Mitglieder der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen angebracht und werden von diesen auch kontrolliert. So befinden sich z. B. ein Wanderfalken-Nistkasten im Urbanusdom zu Gelsenkirchen-Buer und ein weiterer aus Edelstahl auf der ehemaligen Zeche Hugo in Gelsenkirchen-Buer.